• 17.04.2002, 11:35:10
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AktionsGemeinschaft: Gehrer macht Schritte in die richtige Richtung

Rohr: "Wichtige Forderungen noch offen"

Wien (OTS) - Laut einem heutigen Bericht in der Tageszeitung "Der
Standard" kündigte Bildungsministerin Gehrer Änderungen im neuen
Universitätsgesetz an, welche bei Umsetzung zu Gunsten der
Studierenden ausfallen werden. Laut dem Bundesobmann der
AktionsGemeinschaft (AG), Christoph Rohr, ist dabei positiv
hervorzuheben, dass die Änderungen auch Forderungen seiner Fraktion
beinhalten: "Das zeigt, dass sich unsere konstruktive Arbeit im
Interesse der Studierenden auszahlt: Die GRAS/VSStÖ/KSV- Exekutive
der ÖH hat im Gegensatz dazu das Gespräch mit dem Ministerium
verweigert und somit nicht ihre Pflicht als Interessensvertretung der
Studierenden wahrgenommen!"

Ein wichtiges Anliegen der AktionsGemeinschaft, das auch im Zuge
der "Education.(Im)Possible"-Kampagene oft gefordert wurde, soll
jetzt im Gesetzesentwurf endlich festgeschrieben werden: Eine
Evaluierung der Lehre mit Konsequenzen, sowie eine
Veröffentlichungspflicht der Evaluierungsergebnisse. Rohr dazu:
"Nur so ist es möglich, die schwarzen Schafe unter den Lehrenden an
einer Universität aufzudecken und die Qualität der Lehre zu steigern"

Eine effiziente Mitsprache im Bereich der Studienpläne, wie von
Ministerin Gehrer im Standard-Interview angestrebt, stellt auch für
die AktionsGemeinschaft als Österreichs größte Studierendenfraktion
ein ganz zentrales Anliegen dar. "Es muss in der inneruniversitären
Organisation ein gesetzlich vorgeschriebenes Gremium unterhalb des
Senats geben, wo Fragen bezüglich Lehr- und Studienbetriebes erörtert
und beschlossen werden. Ein derartiges Kollegialorgan
ist im Entwurf noch immer nicht vorgesehen, ebenso wenig wie
Studienkommissionen.", so Rohr. "Die Abschaffung der Studiengebühren
ist nach wie vor das Ziel der AktionsGemeinschaft," so Rohr
entschlossen. Durch die Möglichkeit in Zukunft über die
Verwendung der Studiengebühren innerhalb der Universität
mitzuentscheiden, können wir Studierende wenigstens mitreden, wohin
unser Geld fließt. Kritik übt der AG-Bundesobmann nach wie vor an den
fehlenden Studienrechten: "Die Mindestanzahl an Prüfungsterminen von
drei pro Semester, sowie vier Antrittsmöglichkeiten zu Prüfungen
müssen wieder fix verankert werden."

Auf die gerüchteweise Verminderung des Stimmenanteils der
Studierenden im Senat (laut Entwurf 25%) zugunsten des Mittelbaus,
antwortet Rohr scharf: "Die 25% sind für uns indiskutabel und fix!
Ich habe hier kein Verständnis für das scheinheilige Vorgehen des
Mittelbaus. Wir werden uns das nicht bieten lassen!"

Rückfragehinweis:

Christoph Rohr (Bundesobmann der AG)
Tel.: 01 - 402 25 66 bzw. 0676 - 503 84 64

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | AGE/AGE/OTS

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