- 16.04.2002, 20:06:12
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DIE SALZBURGER BEWERBUNG FÜR DIE XXI. WINTERSPIELE 2010 IM PARLAMENT Olympia-Visionen einer Kulturmetropole und einer=
Wintersportregion
Wien (PK) - Österreich bewirbt sich als Wintersportland Nummer
eins mit der Stadt Salzburg und den Sportregionen Amadé und
Kitzbühel um die Austragung der Olympischen Winterspiele 2010.
Das Marketing-Programm von "Salzburg 2010", das heute Abend
offiziell im Parlament vorgestellt wurde, steht unter dem Motto
"Zurück zum Ursprünglichen" und folgt der Idee, die Stadt
Salzburg für die Austragung der Olympischen Spiele als eine
Kulturmetropole und ihre Region - grenzüberschreitend mit
Kitzbühel und Berchtesgaden - als ein Wintersportland erster Güte
zu präsentieren.
Nationalratspräsident Heinz Fischer begrüßte die zahlreichen
prominenten Gäste und erhielt gemeinsam mit Bundesratspräsidentin
Uta Pühringer, dem Dritten Präsidenten Werner Fasslabend,
Tourismus- Staatssekretärin Mares Rossmann und VP-Klubobmann
Andreas Khol von den Salzburger Nationalratsabgeordneten Johann
Maier (S), Hermann Böhacker (F) und Peter Haubner (V)
"Botschafter-Pakete" für "Salzburg 2010". Die Bitte der Mandatare
lautete, bei internationalen Kontakten für Salzburg als Ort der
Olympiade 2010 zu werben und so als Botschafter der
österreichischen Olympia-Bewerbung aufzutreten.
Die Salzburger Abgeordneten, die gemeinsam den Vorstand des
Förderungskomitees für "Salzburg 2010" bilden, informierten zudem
über ihr Programm für Klein- und Mittelbetriebe, die sie dazu
einluden, sich mit einem Beitrag von 2010 Euro in die Vermarktung
der Spiele einzubinden, damit Zugang zu allen Olympia-
Informationen zu erhalten und gleichzeitig einen Beitrag zur
Förderung des sportlichen Nachwuchses zu leisten.
Der Salzburger Bürgermeister Heinz Schaden schilderte die
Möglichkeiten, die seine Stadt als Kulisse für die olympischen
Feiern, etwa für die Eröffnung biete, sprach die Absicht aus, die
Eisbewerbe in der Stadt zu veranstalten und kündigte an, den
Olympia-Besuchern mit Winterfestspielen ein kulturelles Programm
zu bieten, das den weltberühmten Sommerfestspielen nicht
nachstehe. Schaden skizzierte dann den Zeitplan für die nächsten
Schritte auf dem Weg zur Winterolympiade in Salzburg und nannte
dabei die Verhandlungen mit der Bundesregierung über die vom
Internationalen Olympischen Comitee geforderten Garantien und die
offizielle Vorlage der Bewerbungsunterlagen. Sein Appell an das
Hohe Haus lautete, die Salzburger Bewerbung im Interesse
Österreichs nach Kräften zu unterstützen.
Der Salzburger Landeshauptmann-Stellvertreter Wolfgang Eisl
listete die Stärken der Salzburger Bewerbung auf und wies darauf
hin, dass eine Vielzahl der Austragungsstätten bereits bestünden,
wodurch Eingriffe in die Natur minimal gehalten werden können.
"Wir müssen keine Bob- und Rodelbahnen aus dem Boden stampfen",
die kleine Schanze in Bischofshofen wird ebenso wie die bereits
vorhandene eine Naturanlage sein, versicherte Eisl. Die
Nachnutzung der in Salzburg geplanten Hallen sei gesichert, da
die Stadt dringend Sport- und Trainingszentren für die Zukunft
brauche. Notwendig und zum Teil bereits im Generalverkehrsplan
enthalten seien auch die Verbesserungen in der
Verkehrsinfrastruktur. Den zu erwartenden wirtschaftlichen Impuls
durch die Olympischen Spiele bezifferte Landeshauptmann-
Stellvertreter Eisl schließlich mit rund 300 Mill. € an
Steuereinnahmen sowie 2000 kurz- und 500 langfristigen
Arbeitsplätzen.
Die Tiroler Partner der Salzburger Olympia-Bewerber waren durch
die Abgeordneten Johannes Schweisgut (V) und Hans Sevignani (F)
vertreten. Beide verwiesen auf die zweifachen Erfahrungen ihres
Bundeslandes mit der erfolgreichen Organisation Olympischer
Winterspiele und unterstrichen das große Interesse der Stadt
Kitzbühel, ihre weltberühmten Schipisten, allen voran die
Hahnenkammabfahrt auf der Streif, gemeinsam mit Salzburg in eine
österreichische Olympiabewerbung für 2010 einzubringen.
Der Präsident des Österreichischen Olympischen Comitees Leo
Wallner schätzte die Chancen der Salzburger Bewerbung gut ein und
sprach von einem offenen Rennen mit den acht anderen
Bewerberstädten. Er betonte die Notwendigkeit, die Bewerbung
einheitlich und mit österreichischem Fingerspitzengefühl zu
gestalten. Die Partnerschaft mit dem weltberühmten Wintersportort
Kitzbühel sei ebenso ein Plus Salzburgs wie der kulturelle Ruf
der Mozartstadt und die Möglichkeit, Österreich als einen
sicheren Austragungsort zu bewerben.
Schließlich kamen auch die Sportler selbst zu Wort und ließen
erkennen, welch enormen Impuls ein Olympiade im eigenen Land für
die Aktiven bedeutet. Olympiasieger Toni Sailer ließ aus eigener
Erfahrung keinen Zweifel daran, dass Olympiaden wesentlich höher
einzuschätzen seien als etwa Weltmeisterschaften. Trixi Schuba
sprach die Erwartung aus, dass eine österreichische
Winterolympiade die Nachwuchsarbeit in den Eisdisziplinen
wesentlich erleichtern würde. Der Skeleton-
Silbermedaillengewinner von Salt Lake City, Martin Rettl, meinte,
eine "Olympiade vor der Haustüre" wäre gerade für die Entwicklung
von Randsportarten sehr förderlich, während Brigitte Obermoser
den wirtschaftlichen Aufschwung ansprach, den etwa die Schiregion
Zauchensee von Olympischen Winterspielen 2010 erhoffen könnte.
(Schluss)
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