DIE SALZBURGER BEWERBUNG FÜR DIE XXI. WINTERSPIELE 2010 IM PARLAMENT Olympia-Visionen einer Kulturmetropole und einer

Wien (PK) - Wintersportregion

Österreich bewirbt sich als Wintersportland Nummer
eins mit der Stadt Salzburg und den Sportregionen Amadé und Kitzbühel um die Austragung der Olympischen Winterspiele 2010.
Das Marketing-Programm von "Salzburg 2010", das heute Abend offiziell im Parlament vorgestellt wurde, steht unter dem Motto "Zurück zum Ursprünglichen" und folgt der Idee, die Stadt
Salzburg für die Austragung der Olympischen Spiele als eine Kulturmetropole und ihre Region - grenzüberschreitend mit Kitzbühel und Berchtesgaden - als ein Wintersportland erster Güte zu präsentieren.

Nationalratspräsident Heinz Fischer begrüßte die zahlreichen prominenten Gäste und erhielt gemeinsam mit Bundesratspräsidentin Uta Pühringer, dem Dritten Präsidenten Werner Fasslabend, Tourismus- Staatssekretärin Mares Rossmann und VP-Klubobmann Andreas Khol von den Salzburger Nationalratsabgeordneten Johann Maier (S), Hermann Böhacker (F) und Peter Haubner (V) "Botschafter-Pakete" für "Salzburg 2010". Die Bitte der Mandatare lautete, bei internationalen Kontakten für Salzburg als Ort der Olympiade 2010 zu werben und so als Botschafter der österreichischen Olympia-Bewerbung aufzutreten.

Die Salzburger Abgeordneten, die gemeinsam den Vorstand des Förderungskomitees für "Salzburg 2010" bilden, informierten zudem über ihr Programm für Klein- und Mittelbetriebe, die sie dazu einluden, sich mit einem Beitrag von 2010 Euro in die Vermarktung der Spiele einzubinden, damit Zugang zu allen Olympia-
Informationen zu erhalten und gleichzeitig einen Beitrag zur Förderung des sportlichen Nachwuchses zu leisten.

Der Salzburger Bürgermeister Heinz Schaden schilderte die Möglichkeiten, die seine Stadt als Kulisse für die olympischen Feiern, etwa für die Eröffnung biete, sprach die Absicht aus, die Eisbewerbe in der Stadt zu veranstalten und kündigte an, den Olympia-Besuchern mit Winterfestspielen ein kulturelles Programm
zu bieten, das den weltberühmten Sommerfestspielen nicht
nachstehe. Schaden skizzierte dann den Zeitplan für die nächsten Schritte auf dem Weg zur Winterolympiade in Salzburg und nannte dabei die Verhandlungen mit der Bundesregierung über die vom Internationalen Olympischen Comitee geforderten Garantien und die offizielle Vorlage der Bewerbungsunterlagen. Sein Appell an das
Hohe Haus lautete, die Salzburger Bewerbung im Interesse Österreichs nach Kräften zu unterstützen.

Der Salzburger Landeshauptmann-Stellvertreter Wolfgang Eisl
listete die Stärken der Salzburger Bewerbung auf und wies darauf hin, dass eine Vielzahl der Austragungsstätten bereits bestünden, wodurch Eingriffe in die Natur minimal gehalten werden können.
"Wir müssen keine Bob- und Rodelbahnen aus dem Boden stampfen",
die kleine Schanze in Bischofshofen wird ebenso wie die bereits vorhandene eine Naturanlage sein, versicherte Eisl. Die
Nachnutzung der in Salzburg geplanten Hallen sei gesichert, da
die Stadt dringend Sport- und Trainingszentren für die Zukunft brauche. Notwendig und zum Teil bereits im Generalverkehrsplan enthalten seien auch die Verbesserungen in der Verkehrsinfrastruktur. Den zu erwartenden wirtschaftlichen Impuls durch die Olympischen Spiele bezifferte Landeshauptmann-Stellvertreter Eisl schließlich mit rund 300 Mill. € an Steuereinnahmen sowie 2000 kurz- und 500 langfristigen Arbeitsplätzen.

Die Tiroler Partner der Salzburger Olympia-Bewerber waren durch
die Abgeordneten Johannes Schweisgut (V) und Hans Sevignani (F) vertreten. Beide verwiesen auf die zweifachen Erfahrungen ihres Bundeslandes mit der erfolgreichen Organisation Olympischer Winterspiele und unterstrichen das große Interesse der Stadt Kitzbühel, ihre weltberühmten Schipisten, allen voran die Hahnenkammabfahrt auf der Streif, gemeinsam mit Salzburg in eine österreichische Olympiabewerbung für 2010 einzubringen.

Der Präsident des Österreichischen Olympischen Comitees Leo Wallner schätzte die Chancen der Salzburger Bewerbung gut ein und sprach von einem offenen Rennen mit den acht anderen Bewerberstädten. Er betonte die Notwendigkeit, die Bewerbung einheitlich und mit österreichischem Fingerspitzengefühl zu gestalten. Die Partnerschaft mit dem weltberühmten Wintersportort Kitzbühel sei ebenso ein Plus Salzburgs wie der kulturelle Ruf
der Mozartstadt und die Möglichkeit, Österreich als einen
sicheren Austragungsort zu bewerben.

Schließlich kamen auch die Sportler selbst zu Wort und ließen erkennen, welch enormen Impuls ein Olympiade im eigenen Land für die Aktiven bedeutet. Olympiasieger Toni Sailer ließ aus eigener Erfahrung keinen Zweifel daran, dass Olympiaden wesentlich höher einzuschätzen seien als etwa Weltmeisterschaften. Trixi Schuba sprach die Erwartung aus, dass eine österreichische
Winterolympiade die Nachwuchsarbeit in den Eisdisziplinen
wesentlich erleichtern würde. Der Skeleton-
Silbermedaillengewinner von Salt Lake City, Martin Rettl, meinte, eine "Olympiade vor der Haustüre" wäre gerade für die Entwicklung von Randsportarten sehr förderlich, während Brigitte Obermoser
den wirtschaftlichen Aufschwung ansprach, den etwa die Schiregion Zauchensee von Olympischen Winterspielen 2010 erhoffen könnte. (Schluss)

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