EDV-Ausgliederung verspricht Einsparungen und Qualitätsverbesserung für die Kärntner Landesverwaltung

LH Haider spricht von einem neuem elektronischen Zeitalter für alle Dienstellen des Landes

Klagenfurt (LPD). Für die nächste Zeit wären im EDV-Bereich der Landesverwaltung gewaltige Investitionen notwendig. Darum wurde heute das IT-Outsourcing einstimmig vom Kollegium der Kärntner Landesregierung beschlossen, erklärte Landeshauptmann Jörg Haider vor Medienvertretern nach der Regierungssitzung. Im Vergleich mit der Weiterführung des derzeitigen Systems und den daraus erwarteten Kosten für eine entsprechende Adaptierung wird über eine Laufzeit des Projektes von fünf Jahren mit einer Einsparung von rund 4,5 Mio. Euro gerechnet, berichtete Haider. Weiters werden dadurch vorerst 18 Planstellen eingespart.

Dazu sollen im Zuge des IT-Outsourcings der - aufwendige -Großrechnerbetrieb, die Bereitstellung und Betreuung von 2400 PC-Arbeitsplätzen in allen Dienststellen des Landes sowie der gesamte Druck- und Kopierbereich an ein externes Unternehmen ausgelagert werden, informierte der Landeshauptmann. Nach einer Ausschreibung und Nachverhandlungen scheint eine Siemens Tochter, die Firma AddIT, als Bestbieter auf. Die EDV-Mitarbeiter, die schon bisher in diesem Aufgabenbereich tätig waren, werden als Leistung des Landes bei der Verwirklichung des Projektes mitarbeiten. Dabei werden die Personalkosten dem Land refundiert. Durch diese EDV-Lösung könnte auch der dringend notwendige und im Zuge der Verwaltungsreform anstehende EDV-Schwerpunkt für die Bezirkshauptmannschaften umgesetzt werden.

Einen weiteren Vorteil sieht der Regierungschef dadurch gegeben, dass beispielsweise die PC-Arbeitsplätze nunmehr in Zyklen von drei Jahren erneuert werden, wodurch es zu einer deutlichen Qualitätsverbesserung bei der Ausstattung der Büros mit Computern kommt. Hier sei laut Haider ein großer Nachholbedarf gegeben. Dazu kommt, alle Arbeitsplätze werden künftig über ein Helpdesk-System, sogenannte Callcenter mit direkter Betreuung über eine Fernwartungssoftware serviciert, freut sich der Leiter der Landesdatenverarbeitung, Rudolf Köller. Er weist darauf hin, dass die Steuerung nach wie vor beim Land bleibe, nur die Umsetzung werde mittels Vertrag ausgegliedert erfolgen. Weitere Kernaufgaben wie die Software-Entwicklung, das Kanzleiinformationssystem oder die Betreuung spezieller Anwendungen des Amtes bleiben auch künftig beim Land, so Köller. An dem Outsourcing-Projekt sind rund ein Drittel der EDV-Mitarbeiter beteiligt. (Schluss)

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