• 16.04.2002, 15:22:50
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EDV-Ausgliederung verspricht Einsparungen und Qualitätsverbesserung für die Kärntner Landesverwaltung

LH Haider spricht von einem neuem elektronischen Zeitalter für alle Dienstellen des Landes

Klagenfurt (LPD). Für die nächste Zeit wären im EDV-Bereich der
Landesverwaltung gewaltige Investitionen notwendig. Darum wurde heute
das IT-Outsourcing einstimmig vom Kollegium der Kärntner
Landesregierung beschlossen, erklärte Landeshauptmann Jörg Haider vor
Medienvertretern nach der Regierungssitzung. Im Vergleich mit der
Weiterführung des derzeitigen Systems und den daraus erwarteten
Kosten für eine entsprechende Adaptierung wird über eine Laufzeit des
Projektes von fünf Jahren mit einer Einsparung von rund 4,5 Mio. Euro
gerechnet, berichtete Haider. Weiters werden dadurch vorerst 18
Planstellen eingespart.

Dazu sollen im Zuge des IT-Outsourcings der - aufwendige -
Großrechnerbetrieb, die Bereitstellung und Betreuung von 2400
PC-Arbeitsplätzen in allen Dienststellen des Landes sowie der gesamte
Druck- und Kopierbereich an ein externes Unternehmen ausgelagert
werden, informierte der Landeshauptmann. Nach einer Ausschreibung und
Nachverhandlungen scheint eine Siemens Tochter, die Firma AddIT, als
Bestbieter auf. Die EDV-Mitarbeiter, die schon bisher in diesem
Aufgabenbereich tätig waren, werden als Leistung des Landes bei der
Verwirklichung des Projektes mitarbeiten. Dabei werden die
Personalkosten dem Land refundiert. Durch diese EDV-Lösung könnte
auch der dringend notwendige und im Zuge der Verwaltungsreform
anstehende EDV-Schwerpunkt für die Bezirkshauptmannschaften umgesetzt
werden.

Einen weiteren Vorteil sieht der Regierungschef dadurch gegeben,
dass beispielsweise die PC-Arbeitsplätze nunmehr in Zyklen von drei
Jahren erneuert werden, wodurch es zu einer deutlichen
Qualitätsverbesserung bei der Ausstattung der Büros mit Computern
kommt. Hier sei laut Haider ein großer Nachholbedarf gegeben. Dazu
kommt, alle Arbeitsplätze werden künftig über ein Helpdesk-System,
sogenannte Callcenter mit direkter Betreuung über eine
Fernwartungssoftware serviciert, freut sich der Leiter der
Landesdatenverarbeitung, Rudolf Köller. Er weist darauf hin, dass die
Steuerung nach wie vor beim Land bleibe, nur die Umsetzung werde
mittels Vertrag ausgegliedert erfolgen. Weitere Kernaufgaben wie die
Software-Entwicklung, das Kanzleiinformationssystem oder die
Betreuung spezieller Anwendungen des Amtes bleiben auch künftig beim
Land, so Köller. An dem Outsourcing-Projekt sind rund ein Drittel der
EDV-Mitarbeiter beteiligt. (Schluss)

Rückfragehinweis: Kärntner Landesregierung

Landespressedienst
Tel.: (0463) 536-2852
http://www.ktn.gv.at/index.html

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