WGKK zu Geburtshaus Nussdorf: Staatssekretariat will öffentliche Geburtshilfe kürzen und private fördern

Geburt in Nussdorf doppelt so teuer wie im AKH

Wien (OTS) - Der von Staatssekretär Waneck ausverhandelte und mit den Stimmen der Regierungsparteien im Nationalrat beschlossene neue Österreichische Krankenanstaltenplan sieht eine Reduktion im Bereich Gynäkologie und Geburtshilfe der öffentlichen Spitäler um 159 Betten in Wien vor. Gleichzeitig setzt sich das Staatssekretariat für die Verwendung knapper Beitragsgelder der Versicherten für zusätzliche Geburtshilferessourcen in der gewinnorientierten nicht öffentlichen Privatkrankenanstalt Nussdorf ein. Wenn das Ministerium selbst feststellt, dass Wien zuviele Geburtshilfebetten für die kleiner werdende Zahl an Geburten anbietet, ist es nicht nachvollziehbar, warum im privaten Sektor ausgeweitet werden soll.

Nussdorfer haben schon lange Kassenvertrag

Die WGKK hat schon vor geraumer Zeit alle in Nussdorf tätigen Hebammen unter Vertrag genommen und es können alle Geburten des Geburtshauses mit der Kasse entsprechend den geltenden Tarifen abgerechnet werden. Diese Tarife sind im übrigen wesentlich höher als die Tagsätze der Kassen für private bettenführende Vertragsspitäler in Wien. Die oftmals aufgestellten Behauptungen, wonach es keinen Vertrag mit Nussdorf gäbe oder wonach Nussdorf von der Kasse gegenüber anderen privaten Geburtshilfeeinrichtungen benachteiligt wäre, sind daher nicht nur falsch sondern auch ungerecht gegenüber der WGKK.

Geburt in Nussdorf doppelt so teuer wie im AKH

Wärend eine normale Geburt im Wiener AKH rund 1.580 Euro kostet (Basis: 2000), belaufen sich die Kosten für eine Normale Geburt in Nussdorf auf rund 2.980 Euro (2.544 Euso zahlt die Gebährende, 436 Euro die Wiener Gebietskrankenkasse). Gemessen an den Durchschnittskosten einer normalen Geburt in den öffentlichen Wiener Spitälern kosten Nussdorf mehr als das Doppelte.

Sanfte Geburt lange kein Monopol von Nussdorf mehr

Aufgrund der rasanten Entwicklung der Wiener Geburtshilfestationen ist der Qualitätsunterschied zwischen der "sanften Geburt" in Nussdorf und der vieler anderer Anbieter kaum mehr vorhanden. "Sanfte Geburt" ist schon lange kein Monopol des Geburtshauses Nussdorf mehr. Das ist möglicherweise auch der Grund dafür, warum der kleiner werdende private "Markt" für Geburtshilfe immer mehr zu ungunsten von Nussdorf reagiert.

Es ist nicht Aufgabe der Wiener Gebietskrankenkasse, den Wettbewerb der kommerziell und nicht gemeinnützig geführten Geburtshilfeeinrichtungen - wie etwa dem Geburtshaus Nußdorf - um den kleiner werdenden "Markt" der Geburten mit dem Beitragsgeld der Versicherten in der einen oder anderen Weise zu beeinflussen.

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