- 15.04.2002, 13:39:26
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"Abfertigung Neu" - bleibt für Frauen alles beim Alten?
ÖGB-Frauen starten Potestaktion
Wien (ÖGB). "Die Regierung hat viele schöne Worte in Sachen
Gleichstellung übrig. Wenn es um konkrete Maßnahmen für die Frauen
geht, gibt es aber nichts. Drastisch vor Augen geführt wird uns das
gerade bei der 'Abfertigung Neu'. Die ÖGB-Frauen starten deshalb mit
dem heutigen Tag eine Postkarten-Aktion. Wir fordern eine für Frauen
faire Gestaltung der 'Abfertigung Neu'", kündigt
ÖGB-Frauenvorsitzende und Vizepräsidentin Renate Csörgits an.++++
Konkret geht es um die Zeiten der Kinderbetreuung: Die Sozialpartner
hatten in ihrer Einigung zur Abfertigung Neu die volle Anrechnung
dieser Zeiten auf den Abfertigungsanspruch vorgesehen. Die
Bundesregierung hat diesen Passus ersatzlos gestrichen. "Damit würde
für Frauen bei der Abfertigung Neu alles beim Alten bleiben. Zeiten
des Präsenz- und Zivildienstes sollen voll angerechnet werden, die
Zeit der Kinderbetreuung nicht", bringt Renate Csörgits die
Benachteiligung der Frauen auf den Punkt.
Die ÖGB-Frauen starten deshalb eine Unterschriftenaktion für eine
gerechte Gestaltung der Abfertigung Neu. Bundesweit werden Postkarten
verteilt, auf denen die Diskriminierung der Frauen auch bildlich
dargestellt ist, verbunden mit der Aufforderung an die
Bundesregierung für eine frauengerechte Gestaltung der Abfertigung
Neu zu sorgen. UnterstützerInnen sollen die Karte unterschreiben und
an die ÖGB-Frauen retournieren, die diese gesammelt der
Bundesregierung übergeben werden. An der Aktion, die bis 17. Mai 2002
läuft, kann man sich auch über Internet beteiligen. Zu finden ist die
Protestkarte unter dem Titel "Abfertigung Neu - bleibt für Frauen
alles beim Alten?" unter www.oegb.at
ÖGB, 15. April 2002
Nr. 332
Rückfragehinweis: ÖGB Presse und Öffentlichkeitsarbeit
Mag. Martina Fassler-Ristic
Telefon: (01) 534 44/480
Fax: (01) 533 52 93
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