FP-Herzog: "...Benesch-Dekrete wird es in der EU sicher nicht geben..."

Zeman und Verheugen brüskieren in unverschämter und unappetitlicher Art und Weise die heimatvertrieben Sudetendeutschen und schänden das Andenken der zahlreich ermordeten Landsleute!

Wien, 12-04-2002 (fpd) - Als skandalöses Schmierentheater, das auf dem Rücken hunderttausender ermordeter und vertriebener Sudentendeutscher ausgetragen würde, bezeichnete der Wiener FP-Stadtrat Johann Herzog die gestern stattgefundene Erklärung des tschechischen Ministerpräsidenten Milos Zeman und EU-Erweiterungskommissar Günther Verheugen in Prag.

Die gemeinsame Erklärung Zemans und Verheugens, wonach die Benesch-Dekrete "nicht Teil der EU-Beitrittsverhandlungen wären" und keine Auswirkungen auf die Gespräche haben sollten, stellen für die Wiener Freiheitlichen einen untragbaren und diskussionsunwürdigen Denkansatz dar und werden von der FPÖ aber auch von der österreichischen Bundesregierung mit Sicherheit nicht hingenommen werden.

Wenn Günther Verheugen als deutscher Politiker die in der Bundesrepublik lebenden Sudetendeutschen verrät und verkauft, so sei dies seine Sache und er müsse selbst damit leben. Daß er allerdings die degoutante Impertinenz besitzt und einen quasi "Maulkorberlaß" über die europäische Geschichtsaufarbeitung verhängt, zeige das Unverständnis, die Ignoranz und die offensichtliche Geschichtslosigkeit seiner Person.

Für die Wiener FPÖ stelle die Frage der Heimatvertrieben einen wesentlichen Punkt in den EU-Erweiterungsgesprächen dar, welcher mit Sicherheit nicht "ohne wenn und aber" vom Tisch zu wischen wäre. Verheugen öffne damit weiteren Verunglimpfungen der Sudetendeutschen Tür und Tor. Bereits jetzt wurde angekündigt, daß das tschechische Abgeordnetenhaus bei seiner nächsten Sitzung, eine Erklärung annehmen wolle, wonach die Benesch-Dekrete als Bestandteil der Rechtsordnung Tschechiens betrachtet würden und auch keine Infragestellung dieser Dokumente, einschließlich der darauf basierenden gegenwärtigen Eigentumsverhältnisse, zulassen wolle.

Mit der gestern veröffentlichten Erklärung hätte Verheugen den heimatvertrieben Sudetendeutschen einen "Bärendienst" erwiesen und dieser Erklärung, die einen neuerlichen Affront gegen die Sudetendeutschen, die als rechtsschaffende Staatangehörige in Deutschland und Österreich leben, darstellt, bereits im Vorfeld das Wort geredet, so Herzog.

Die Wiener FPÖ wird diese neuerliche Attacke auf die Sudetendeutschen zum Anlaß nehmen und am Landesparteitag der Wiener FPÖ, der am Sonntag, dem 14. April in Wien stattfindet, einen Antrag bezüglich Wiedergutmachung und Restitution stellen.
"Die Benesch-Dekrete aber auch das Amnestiegesetz von 1946 wird es in der EU - egal in welcher Form auch immer, mit Sicherheit nicht geben", schloß FP-Stadtrat Johann Herzog! (Schluß) jen

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