Inline-Skater: Schutzausrüstung anlegen - Verkehrsregeln beachten!

Der Boom hat zwar nachgelassen - dennoch verletzen sich jährlich rund 10.000 Inline-Skater so stark, dass sie im Spital behandelt werden müssen. Das Institut "Sicher Leben" gibt Tipps, um auch weiterhin entspannt in den Frühling zu gleiten

Wien (OTS) - Sonnenschein, milde Temperaturen, nicht zu heiß: Der Frühling ist die ideale Jahreszeit zum Inline-Skaten (auch wenn er derzeit etwas auf sich warten lässt). Obwohl der anfängliche Boom -der letztendlich bei jeder Trendsportart ausbricht - bereits etwas nachgelassen hat, gehen immerhin 1 Million Menschen dieser Sportart nach. Nichtsdestotrotz gilt das Gleiten auf acht Rädern immer noch als "trendy" und bietet zudem hervorragende Trainingsmöglichkeiten. So können etwa Ausdauer, Schnelligkeit, Kraft und koordinative Fähigkeiten verbessert werden. Durch Kurvenfahren und Sprünge werden Gleichgewicht, Rhythmusgefühl und Orientierungsverhalten bestens geschult. Das ist die eine Seite. Die andere - weniger erfreuliche -Seite dieser Sportart sind rund 10.000 spitalsbehandelte Verletzte pro Jahr, wie das Institut "Sicher Leben" bekannt gibt.

Besonders gefährlich: Hand und Unterarm

Rund drei Viertel der verletzten Skater sind unter 30 Jahre alt. Jung, aber nicht mehr ganz so jung. Menschen unter 15 Jahre wählen für ihr "Stadtflitzertum" verstärkt Microscooter oder Skateboards. Weit mehr als die Hälfte der Verletzungen sind Knochenbrüche (v.a. Handgelenk, Finger und Ellenbogen), 14% Quetschungen bzw. Prellungen (v.a. Handgelenk, Knie, Ellbogen und Kopf). Knochenbrüche sind nicht nur besonders schmerzhaft, sondern stehen häufig mit langwierigen Heilungsprozessen und Krankenhausaufenthalten in Verbindung.

Ein Viertel verwendet keine Schutzausrüstung

Rund ein Viertel aller Inline-Skater sind ohne Mindestausrüstung unterwegs und bremst im Notfall mit der blanken Haut. Damit es erst gar nicht soweit kommt, empfiehlt "Sicher Leben"-Leiter Dr. Rupert Kisser, unbedingt eine komplette Schutzausrüstung: "Knochenbrüche sind vermeidbar. Oberstes Gebot für Inline-Skater ist eine ordentliche Schutzausrüstung bestehend aus Handgelenksschützern, Ellbogenschützern, Knieschützern und Helm. Wir wissen aus Untersuchungen, dass Skater ohne Schutzausrüstung ein mindestens drei Mal so hohes Risiko für Verletzungen haben".

Auch Skaten will gelernt sein

- Die Grundtechniken des Skatens sollen dort geübt werden, wo niemand gefährdet wird (Freizeitflächen für Skater, Skatehallen, Fun Parks).

- Der Besuch von Inline-Skating-Kursen ist gerade für Anfänger sehr zu empfehlen. Aber auch Fortgeschrittene können von den Tipps der Profis profitieren. Man lernt dabei die Grundtechniken (Bewegungsmuster, Bremstechnik) und im Fall eines Sturzes die entsprechende Sturztechnik. Wer richtig fällt vermeidet Knochenbrüche! Kursbesucher sind außerdem in der Lage den Bremsweg dramatisch zu verkürzen.

Verkehrsregeln gelten auch für Inline-Skater

Inline-Skater nehmen im Straßenverkehr einen chamäleonartigen Status ein, je nachdem welche Verkehrsfläche sie benützen. Fest steht - auch Inline-Skater müssen sich an Verkehrsregeln halten. Rechtsverkehr, Vorrangregel und Verkehrszeichen gelten ebenso für die "rollenden Fußgänger". Wer sich an die folgenden Regeln hält, liegt aber sicher richtig:

  • Auf Fahrbahnen ist Inline-Skating verboten.
  • Auf Radfahranlagen darf "geskatet" werden; nicht jedoch auf Radfahrstreifen außerhalb des Ortsgebietes.

- Das benützen von Gehsteigen und Gehwegen ist erlaubt, wenn andere Personen weder behindert noch gefährdet werden. Den Fußgängern grundsätzlich Vortritt lassen!

- Das Fahren mit Inline-Skates in Wohnstrassen, Fußgängerzonen und für den Verkehr gesperrten Strassen ist gestattet.

- Für Kinder unter 12 Jahren besteht Aufsichtspflicht (ausgenommen Wohnstraße).

- Werden Fußgänger, Radfahrer oder andere Inline-Skater überholt, so sollte dies immer links erfolgen.

- Das Benützen öffentlicher Verkehrsmittel mit Inline-Skates ist nicht gestattet.

Nähere Informationen:

Initiative Sichere Gemeinden Verein "Sicheres Tirol"
Angela Bösch Vizepräs. Sieglinde Schneider Realschulstr. 6 Südtiroler Platz 6/II
6850 Dornbirn 6020 Innsbruck
Tel.: 05572/543 43 43 41 Tel: 0512/56 00 95

Bei Elisabeth Schrenk und unseren Partnern der Austrian Inline Skating Academy ist jeder Skater gut aufgehoben:

A.I.S.A.
Elisabeth Schrenk
Engerthstr. 203/14, 1020 Wien
Tel: 01/ 523 87 63

Bundesweit ist der Österreichische Rollsportverband kompetenter Ansprechpartner in allen Fragen des Inlineskatens:

Kundmanng. 24, 1030 Wien
Tel: 01/714 02 03

Rückfragen & Kontakt:

Pressestelle
Tel.: (++43-1) 71 770/0

Institut Sicher Leben

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