• 12.04.2002, 10:28:13
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Inline-Skater: Schutzausrüstung anlegen - Verkehrsregeln beachten!

Der Boom hat zwar nachgelassen - dennoch verletzen sich jährlich rund 10.000 Inline-Skater so stark, dass sie im Spital behandelt werden müssen. Das Institut "Sicher Leben" gibt Tipps, um auch weiterhin entspannt in den Frühling zu gleiten

Wien (OTS) - Sonnenschein, milde Temperaturen, nicht zu heiß: Der
Frühling ist die ideale Jahreszeit zum Inline-Skaten (auch wenn er
derzeit etwas auf sich warten lässt). Obwohl der anfängliche Boom -
der letztendlich bei jeder Trendsportart ausbricht - bereits etwas
nachgelassen hat, gehen immerhin 1 Million Menschen dieser Sportart
nach. Nichtsdestotrotz gilt das Gleiten auf acht Rädern immer noch
als "trendy" und bietet zudem hervorragende Trainingsmöglichkeiten.
So können etwa Ausdauer, Schnelligkeit, Kraft und koordinative
Fähigkeiten verbessert werden. Durch Kurvenfahren und Sprünge werden
Gleichgewicht, Rhythmusgefühl und Orientierungsverhalten bestens
geschult. Das ist die eine Seite. Die andere - weniger erfreuliche -
Seite dieser Sportart sind rund 10.000 spitalsbehandelte Verletzte
pro Jahr, wie das Institut "Sicher Leben" bekannt gibt.

Besonders gefährlich: Hand und Unterarm

Rund drei Viertel der verletzten Skater sind unter 30 Jahre alt.
Jung, aber nicht mehr ganz so jung. Menschen unter 15 Jahre wählen
für ihr "Stadtflitzertum" verstärkt Microscooter oder Skateboards.
Weit mehr als die Hälfte der Verletzungen sind Knochenbrüche (v.a.
Handgelenk, Finger und Ellenbogen), 14% Quetschungen bzw. Prellungen
(v.a. Handgelenk, Knie, Ellbogen und Kopf). Knochenbrüche sind nicht
nur besonders schmerzhaft, sondern stehen häufig mit langwierigen
Heilungsprozessen und Krankenhausaufenthalten in Verbindung.

Ein Viertel verwendet keine Schutzausrüstung

Rund ein Viertel aller Inline-Skater sind ohne Mindestausrüstung
unterwegs und bremst im Notfall mit der blanken Haut. Damit es erst
gar nicht soweit kommt, empfiehlt "Sicher Leben"-Leiter Dr. Rupert
Kisser, unbedingt eine komplette Schutzausrüstung: "Knochenbrüche
sind vermeidbar. Oberstes Gebot für Inline-Skater ist eine
ordentliche Schutzausrüstung bestehend aus Handgelenksschützern,
Ellbogenschützern, Knieschützern und Helm. Wir wissen aus
Untersuchungen, dass Skater ohne Schutzausrüstung ein mindestens drei
Mal so hohes Risiko für Verletzungen haben".

Auch Skaten will gelernt sein

- Die Grundtechniken des Skatens sollen dort geübt werden, wo
niemand gefährdet wird (Freizeitflächen für Skater, Skatehallen, Fun
Parks).

- Der Besuch von Inline-Skating-Kursen ist gerade für Anfänger sehr
zu empfehlen. Aber auch Fortgeschrittene können von den Tipps der
Profis profitieren. Man lernt dabei die Grundtechniken
(Bewegungsmuster, Bremstechnik) und im Fall eines Sturzes die
entsprechende Sturztechnik. Wer richtig fällt vermeidet
Knochenbrüche! Kursbesucher sind außerdem in der Lage den Bremsweg
dramatisch zu verkürzen.

Verkehrsregeln gelten auch für Inline-Skater

Inline-Skater nehmen im Straßenverkehr einen chamäleonartigen
Status ein, je nachdem welche Verkehrsfläche sie benützen. Fest steht
- auch Inline-Skater müssen sich an Verkehrsregeln halten.
Rechtsverkehr, Vorrangregel und Verkehrszeichen gelten ebenso für die
"rollenden Fußgänger". Wer sich an die folgenden Regeln hält, liegt
aber sicher richtig:

- Auf Fahrbahnen ist Inline-Skating verboten.
- Auf Radfahranlagen darf "geskatet" werden; nicht jedoch auf
Radfahrstreifen außerhalb des Ortsgebietes.

- Das benützen von Gehsteigen und Gehwegen ist erlaubt, wenn andere
Personen weder behindert noch gefährdet werden. Den Fußgängern
grundsätzlich Vortritt lassen!

- Das Fahren mit Inline-Skates in Wohnstrassen, Fußgängerzonen und
für den Verkehr gesperrten Strassen ist gestattet.

- Für Kinder unter 12 Jahren besteht Aufsichtspflicht (ausgenommen
Wohnstraße).

- Werden Fußgänger, Radfahrer oder andere Inline-Skater überholt, so
sollte dies immer links erfolgen.

- Das Benützen öffentlicher Verkehrsmittel mit Inline-Skates ist
nicht gestattet.

Nähere Informationen:

Initiative Sichere Gemeinden Verein "Sicheres Tirol"
Angela Bösch Vizepräs. Sieglinde Schneider
Realschulstr. 6 Südtiroler Platz 6/II
6850 Dornbirn 6020 Innsbruck
Tel.: 05572/543 43 43 41 Tel: 0512/56 00 95

Bei Elisabeth Schrenk und unseren Partnern der Austrian Inline
Skating Academy ist jeder Skater gut aufgehoben:

A.I.S.A.
Elisabeth Schrenk
Engerthstr. 203/14, 1020 Wien
Tel: 01/ 523 87 63

Bundesweit ist der Österreichische Rollsportverband kompetenter
Ansprechpartner in allen Fragen des Inlineskatens:

Kundmanng. 24, 1030 Wien
Tel: 01/714 02 03

Rückfragehinweis: Institut Sicher Leben

Pressestelle
Tel.: (++43-1) 71 770/0

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