- 09.04.2002, 13:01:26
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ÖGB-NÖ Staudinger: Betroffen über Entscheidung Contis
Ablehnung des Kaufangebotes Kovats unfassbar
Wien (ÖGB-NÖ). Mit Betroffenheit reagierte heute der Vorsitzende
des ÖGB-NÖ Josef Staudinger auf die Ablehnung des Kaufangebotes des
Industriellen Mirko Kovats für die Traiskirchner Reifenfabrik
Semperit. "Es ist für mich unfassbar, dass dies jetzt das endgültige
Aus für Semperit bedeuten soll. Jetzt stehen 1500 Menschen vor dem
Verlust ihres Arbeitsplatzes, viele wissen nicht, wie es weitergehen
soll. Der volkswirtschaftliche Schaden, den die Schließung des Werkes
verursacht, wird der Region einen Schlag versetzen, von dem sie sich
jahrelang nicht erholen wird", so Staudinger.++++
"Die Sozialpläne für die betroffenen Mitarbeiter haben jetzt
oberste Priorität. Die Betroffenen wurden und werden vom Betriebsrat
und Experten der Kammer und der Gewerkschaft über die Möglichkeiten
der Arbeitsstiftung und des Sozialplanes informiert. Wir stehen
jederzeit mit Rat und Tat zur Seite. Trotz alledem ist die Lage mehr
als prekär. Man muss sich der Tatsache stellen, dass 1500
Arbeitsplätze weg sind. Das ist in Zeiten wie diesen schlichtweg eine
Katastrophe, wir kämpfen mit der höchsten Arbeitslosigkeit seit dem
zweiten Weltkrieg. Der Bezirk Baden ist jetzt schon am schlimmsten
davon betroffen", stellt der Gewerkschafter klar.
"Semperit Traiskirchen war erwiesenermaßen einer der
effizientesten Standorte in Europa. Umso unverständlicher erscheint
mir jetzt das endgültige Aus für das Werk. Das Kovats-Angebot war
wirklich der letzte Strohhalm, an den sich 1500 Menschen klammern
konnten. Jetzt ist es noch einmal an der Politik, Maßnahmen zu setzen
und damit Menschlichkeit und Solidarität zu beweisen", schließt
ÖGB-NÖ-Vorsitzender Staudinger.
ÖGB, 9. April 2002 Nr. 308
Rückfragehinweis: Rückfragehinweis: LS Gerhard Posset
01/5862154-1564
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