- 09.04.2002, 13:00:10
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Projekt "WasSerleben in Niederösterreich"
Onodi: 40.000 Euro jährlich vom Land aufgewendet
St.Pölten (NLK) - In St.Pölten gab heute
Landeshauptmannstellvertreterin Heidemarie Onodi den Startschuss für
die mit einem Wettbewerb gekoppelte Kampagne "WasSerleben in
Niederösterreich", mit der die Landesregierung gemeinsam mit dem
Naturschutzbund antritt, das Bewusstsein für den Schutz von
Wassererlebnisräumen zu stärken.
Niederösterreich habe sich in der Ramsar-Konvention zur Erhaltung
der Feuchtgebiete verpflichtet und wende insbesondere für die Moore
und Teiche im Waldviertel bzw. die Donau- und Marchauen 40.000 Euro
jährlich auf, betonte dabei Onodi. Zusätzlich wird jetzt das Projekt
"WasSerleben in Niederösterreich" mit 10.900 Euro unterstützt.
Mitgetragen wird die Kampagne auch von der Landeshauptstadt, deren
Bürgermeister Willi Gruber auf 34 katalogisierte Biotope im
Stadtgebiet und einen Kläreffekt von 96 Prozent durch den
Traisen-Abwasserverband verwies. Am 27. April wird eine Exkursion zum
Traisenursprung durchgeführt, der St.Pöltner Umweltpreis widmet sich
heuer dem Thema "Gewässer in St.Pölten entdecken - schützen -
nützen".
Dr. Eberhard Stüber, Präsident des Naturschutzbundes Österreich,
berichtete von radikalen Eingriffen, die in den letzten 50 Jahren in
Österreich rund 60 Prozent der Feuchtbiotope zerstört hätten. Den
Feuchtbiotopen käme aber nicht nur eine entscheidende Funktion für
die Wasserrückhaltung und die Erhaltung des lokalen Kleinklimas zu,
sie seien auch Lebensadern der Erholungslandschaften und als
unschätzbare touristische Juwele von wirtschaftlicher Bedeutung.
Zusätzlich sind 33 Prozent der Pflanzen- und 38 Prozent der
Vogelarten auf diese Naturoasen angewiesen.
Mag. Margit Gross, Geschäftsführerin des NÖ Naturschutzbundes,
stellte die Aktivitäten im Rahmen der Kampagne vor: Neben
Diavorträgen und Exkursionen, etwa entlang des Marchfeldkanals oder
zu den Waldviertler Mooren, wird der heurige Naturschutz-Tag unter
dem Motto "Wasserlebnisräume im Wienerwald" stehen. Parallel dazu
erscheint ein Katalog, der auf die nächsten im Sinne der
Ramsar-Konvention notwendigen Maßnahmen verweist. Ein Wettbewerb mit
Einsendeschluss am 20. Oktober sucht nach kreativen und innovativen
Projekten, die 100 besten werden prämiert.
Nähere Informationen beim NÖ Naturschutzbund unter der
Telefonnummer 01/402 93 94, Mag. Barbara Grabner, bzw. per e-mail
unter [email protected] .
Rückfragehinweis: Niederösterreichische Landesregierung
Pressestelle
Tel.: 02742/9005-12175
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