• 08.04.2002, 13:14:11
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Ferrero-Waldner setzt mit Donauraumkooperation neuen Schwerpunkt in der Balkanpolitik

Geschichtsträchtige und identitätsbildende Donau als Bindeglied der 13 Staaten der Region

Wien (OTS) - Im Rahmen einer Bilanz-Pressekonferenz über die
österreichische Außenpolitik stellte Außenministerin Benita
Ferrero-Waldner ihre Initiative im Bereich der Donauraumkooperation
vor.

Die im Frühjahr 2001 entwickelte politische Initiative der
Außenministerin hatte es sich zum Ziel gesetzt, neben dem freien
Verkehr auf der Donau auch die politischen, kulturellen und
wirtschaftlichen Entwicklungen in Südosteuropa wiederherzustellen und
zu verbessern. Nachdem sich auch Rumänien, die EU-Kommission und der
Stabilitätspakt für Südosteuropa angeschlossen hatten, wurde die
Donauraumkooperation (Danube Co-operation Process) zu einer
umfassenden Plattform, die "in einer Serie von Konferenzen, gemeinsam
wichtige Anliegen bearbeitet, Ziele definiert und Programme
entwickelt, deren Umsetzung dann - soweit möglich - bereits
bestehenden Einrichtungen übertragen wird", erklärte die
Außenministerin.

Die Initiative umfasst heute mit Deutschland, Österreich,
Tschechien, Slowakei, Ungarn, Slowenien, Kroatien, Ukraine, Rumänien,
Bulgarien, Jugoslawien, Moldau und Bosnien-Herzegowina alle 13
Staaten, die am hydrologischen Bassin der Donau Anteil haben. Allein
durch diese Zusammensetzung biete die Donauraumkooperation schon
einen "interessanten politischen Mehrwert, vereint sie doch
Mitglieder der Europäischen Union, zukünftige Mitgliedsstaaten,
Staaten im Stabilisierungs- und Assoziierungsprozess und zukünftige
Nachbarn der EU in dem Bemühen, gemeinsame Anliegen und
Zielvorstellungen zu erarbeiten und für deren Verwirklichung zu
sorgen."

Besonderes Augenmerk der Zusammenarbeit will die Außenministerin
dabei der wirtschaftlichen Dynamisierung des Raumes, der Belebung des
Tourismus, Verkehrs- und Schifffahrtsfragen, Umweltproblemen und der

verstärkten kulturellen Zusammenarbeit schenken. Österreich wird sich
dabei insbesondere der Verkehrsproblematik annehmen. Als ersten
Höhepunkt gilt die Tagung der Außenminister der Donaustaaten am 27.
Mai 2002 in Wien, an der auch Kommissar Patten für die Europäische
Kommission und Spezialkoordinator Busek für den Stabilitätspakt
teilnehmen werden und bei der die Donauraumkooperation "sozusagen
offiziell begründet werden wird", freute sich Ferrero-Waldner.

Für die Außenministerin geht es um die Chance, Europa wieder zu
einem "einheitlichen Lebens- und Wirtschaftsraum für alle Menschen
der Region zu machen, so wie das Jahrhunderte, ja Jahrtausende lang
der Fall war. Die Donau ist dafür das Bindeglied, die als großer
europäischer, geschichtsträchtiger und identitätsbildender Strom den
europäischen Grundgedanken der Vielfalt in der Einheit beispielhaft
illustriert."

Rückfragehinweis:

BM für auswärtige Angelegenheiten
Presseabteilung
Tel.: (++43-1) 53 115-3262
Fax: (++43-1) 53666-213
mailto:[email protected]

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