- 08.04.2002, 11:21:08
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Kärntens Bauwirtschaft zieht übrigen Bundesländern davon
Zuwachs bei Auftragsbestand 22,4 Prozent, bei Produktionswert 7,6 Prozent - LH Haider sieht Wirtschaftskurs Kärntens bestätigt
Klagenfurt (LPD) - Der angespannten Konjunkturlage zum Trotz
lässt Kärnten in der Bauwirtschaft die anderen Bundesländer weit
hinter sich. Über das gesamte Jahr 2001 wurden im Bauwesen Kärntens
nach vorläufigen Ergebnissen der Landesstelle für Statistik insgesamt
713,7 Mio. Euro erwirtschaftet. Gegenüber dem Jahr 2000 errechnet
sich daraus eine Zunahme um nicht weniger als 7,6 Prozent, zog heute
Landeshauptmann Jörg Haider positive Bilanz. Österreichweit hingegen
fuhr die Bauwirtschaft im selben Zeitraum ein Minus von 2,1 Prozent
ein. Der Auftragsbestand der Kärntner Baufirmen (ohne
Baunebengewerbe) lag Ende Dezember 2001 bei 349 Mio. Euro, was ein
sattes Plus von nicht weniger als 22,4 Prozent gegenüber dem
Vorjahreswert bedeutet. Österreichweit erreichten die Baufirmen bei
einem Auftragsbestand von 4021 Mio. Euro lediglich einen Zuwachs von
0,4 Prozent.
Damit, so Haider, werde die offensive Wirtschafts- und
Arbeitsmarktpolitik des Landes Kärnten klar bestätigt. Durch massive
Investitionsmaßnahmen und rechtzeitiges Vorziehen öffentlicher
Aufträge sei der allgemeinen Konjunkturabflachung sehr effizient
gegen gesteuert worden. Haider verweist in diesem Zusammenhang
weiters auf das milliardenschwere Investitionsprogramm für Straße und
Schiene der kommenden Jahre, die verbesserte Althaussanierung, die
Qualitätsoffensive im Tourismus sowie auf die Förderung der Klein-
und Mittelbetriebe durch das neue Kärntner Vergabegesetz.
Der Hochbau, der im Jahr 2001 478,3 Mio. Euro eingebracht hatte,
lag um 7,1 Prozent über dem Vorjahresergebnis (Österreich: - 3,1 %).
Der Tiefbau mit einem Bauvolumen von 218,0 Mio. Euro überschritt das
Vorjahresniveau um zehn Prozent (Österreich: - 0,8 %). Die restlichen
17,4 Mio. Euro entfielen auf vorbereitende Baustellenarbeiten. Bei
den öffentlichen Aufträgen, die mit 255,7 Mio. Euro rund ein Drittel
des gesamten Produktionswertes ausmachten, war ein Plus von 5,9
Prozent verzeichnet worden (Österreich: - 2,5 %). Bei den
Bauleistungen aus privaten Aufträgen lag sogar ein Zuwachs um 8,6
Prozent vor (Österreich: - 1,9 %).
Im Bundesländervergleich wird deutlich, dass sich die
Bauwirtschaft Kärntens im positiven Sinne atypisch entwickelt hatte.
Im Jahre 2001 war Kärnten das einzige Bundesland, das eine
expandierende Bauleistung (+ 7,6 %) vorweisen konnte. Alle anderen
Bundesländer hatten Rückgänge der Bauproduktionswerte verzeichnet.
Die stärksten Abnahmen lagen dabei im Burgenland (- 7,9 %), in der
Steiermark (- 6,9 %), in Salzburg (- 4,5 %) und in Niederösterreich
(- 2,9 %) vor.
Ende Dezember 2001 hatten die österreichischen Baufirmen (ohne
Baunebengewerbe) einen Auftragsbestand von 4.021 Mio. Euro
aufzuweisen. Damit lag der Auftragsbestand lediglich um 0,4 Prozent
über dem vergleichbaren Vorjahreswert. Der Auftragsbestand der
Kärntner Baufirmen lag bei 349 Mio. Euro und damit um nicht weniger
als 22,4 Prozent über dem Vorjahreswert. Dieser Zuwachs, der auch für
das Jahr 2002 eine gute Auslastung der Bauwirtschaft in Kärnten
erwarten lässt, ist gleichzeitig der zweitgrößte aller Bundesländer.
Lediglich im Burgenland (+ 27,7 %) erhöhte sich der Auftragsbestand
noch etwas kräftiger als in Kärnten, wogegen drei Bundesländer,
nämlich Wien (- 10,4 %), Steiermark (- 19,7 %) und Vorarlberg (- 28,3
%) eine stark geminderte Auftragslage gemeldet hatten. (Schluss)
Rückfragehinweis: Kärntner Landesregierung
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