Kärntens Bauwirtschaft zieht übrigen Bundesländern davon

Zuwachs bei Auftragsbestand 22,4 Prozent, bei Produktionswert 7,6 Prozent - LH Haider sieht Wirtschaftskurs Kärntens bestätigt

Klagenfurt (LPD) - Der angespannten Konjunkturlage zum Trotz
lässt Kärnten in der Bauwirtschaft die anderen Bundesländer weit hinter sich. Über das gesamte Jahr 2001 wurden im Bauwesen Kärntens nach vorläufigen Ergebnissen der Landesstelle für Statistik insgesamt 713,7 Mio. Euro erwirtschaftet. Gegenüber dem Jahr 2000 errechnet sich daraus eine Zunahme um nicht weniger als 7,6 Prozent, zog heute Landeshauptmann Jörg Haider positive Bilanz. Österreichweit hingegen fuhr die Bauwirtschaft im selben Zeitraum ein Minus von 2,1 Prozent ein. Der Auftragsbestand der Kärntner Baufirmen (ohne Baunebengewerbe) lag Ende Dezember 2001 bei 349 Mio. Euro, was ein sattes Plus von nicht weniger als 22,4 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert bedeutet. Österreichweit erreichten die Baufirmen bei einem Auftragsbestand von 4021 Mio. Euro lediglich einen Zuwachs von 0,4 Prozent.

Damit, so Haider, werde die offensive Wirtschafts- und Arbeitsmarktpolitik des Landes Kärnten klar bestätigt. Durch massive Investitionsmaßnahmen und rechtzeitiges Vorziehen öffentlicher Aufträge sei der allgemeinen Konjunkturabflachung sehr effizient gegen gesteuert worden. Haider verweist in diesem Zusammenhang weiters auf das milliardenschwere Investitionsprogramm für Straße und Schiene der kommenden Jahre, die verbesserte Althaussanierung, die Qualitätsoffensive im Tourismus sowie auf die Förderung der Klein-und Mittelbetriebe durch das neue Kärntner Vergabegesetz.

Der Hochbau, der im Jahr 2001 478,3 Mio. Euro eingebracht hatte, lag um 7,1 Prozent über dem Vorjahresergebnis (Österreich: - 3,1 %). Der Tiefbau mit einem Bauvolumen von 218,0 Mio. Euro überschritt das Vorjahresniveau um zehn Prozent (Österreich: - 0,8 %). Die restlichen 17,4 Mio. Euro entfielen auf vorbereitende Baustellenarbeiten. Bei den öffentlichen Aufträgen, die mit 255,7 Mio. Euro rund ein Drittel des gesamten Produktionswertes ausmachten, war ein Plus von 5,9 Prozent verzeichnet worden (Österreich: - 2,5 %). Bei den Bauleistungen aus privaten Aufträgen lag sogar ein Zuwachs um 8,6 Prozent vor (Österreich: - 1,9 %).

Im Bundesländervergleich wird deutlich, dass sich die Bauwirtschaft Kärntens im positiven Sinne atypisch entwickelt hatte. Im Jahre 2001 war Kärnten das einzige Bundesland, das eine expandierende Bauleistung (+ 7,6 %) vorweisen konnte. Alle anderen Bundesländer hatten Rückgänge der Bauproduktionswerte verzeichnet. Die stärksten Abnahmen lagen dabei im Burgenland (- 7,9 %), in der Steiermark (- 6,9 %), in Salzburg (- 4,5 %) und in Niederösterreich (- 2,9 %) vor.

Ende Dezember 2001 hatten die österreichischen Baufirmen (ohne Baunebengewerbe) einen Auftragsbestand von 4.021 Mio. Euro aufzuweisen. Damit lag der Auftragsbestand lediglich um 0,4 Prozent über dem vergleichbaren Vorjahreswert. Der Auftragsbestand der Kärntner Baufirmen lag bei 349 Mio. Euro und damit um nicht weniger als 22,4 Prozent über dem Vorjahreswert. Dieser Zuwachs, der auch für das Jahr 2002 eine gute Auslastung der Bauwirtschaft in Kärnten erwarten lässt, ist gleichzeitig der zweitgrößte aller Bundesländer. Lediglich im Burgenland (+ 27,7 %) erhöhte sich der Auftragsbestand noch etwas kräftiger als in Kärnten, wogegen drei Bundesländer, nämlich Wien (- 10,4 %), Steiermark (- 19,7 %) und Vorarlberg (- 28,3 %) eine stark geminderte Auftragslage gemeldet hatten. (Schluss)

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