• 08.04.2002, 10:52:59
  • /
  • OTS0055 OTW0055

Ungarn mit 80 Prozent EU-Außenhandel bereits "Fast-Mitglied"

Schon 4000 österreichische Unternehmen in Ungarn

Wien (PWK243) - "Ungarn wickelt nunmehr fast 80% seines
Außenhandels mit den Mitgliedsstaaten der Europäischen Union ab,
wobei die Haupthandelspartner die BRD, Österreich, Italien und
Frankreich sind", berichtet der WKÖ-Handelsdelegierte Peter Rejtö in
Budapest. Mit EUR 3,3 Mrd. erfuhren die österreichischen Exporte nach
Ungarn im Jahre 2001 zwar einen leichten Rückgang von 4,6%, die
Rangordnung hat sich aber im internationalen Vergleich nicht
geändert. "Besondere Bedeutung kommt den zahlreichen Niederlassungen
und Investitionen aus Österreich zu", so Rejtö, wobei branchenmäßig
kaum Schwerpunkte festzustellen sind.

Ob in der Lebensmittelindustrie, der Bau- und Baustoffindustrie, der
Papierindustrie, bei Chemikalien und Kunststoffen oder der Erzeugung
von Eisen und Stahl, Maschinen, Elektro- und Elektronikausrüstung
oder dem Einzelhandel, überall trifft man auf heimische Unternehmen
jeder Größe. Mittlerweile sind um die 4000 Unternehmen vor Ort
tätig. Stark vertreten sind auch die Banken, Versicherungen,
Konsulenten, Rechtsanwälte sowie Steuer- und Unternehmensberater.
Bedeutende Einzelinvestitionen der letzten Zeit waren der Neubau
einer Fabrik für Verpackungsmaterial der Fa. Duropack (Turnauer -
Gruppe). Für den Bau der neuen Verpackungsfabrik (Wellpappe) wurden
EUR 12,4 Mio. investiert. Zuvor hatte die Firma schon nach Ungarn
exportiert und ihre Ware weiterverarbeiten lassen. Derzeit ist
Duropack die fünftstärkste Firma in der Branche.

Die Baumax-Gruppe hat im vergangenen Jahr folgende
Standorterweiterungen durchgeführt: Györ, Szeged sowie zwei in
Budapest. Für heuer sind Umbauten in Budaörs, Pecs und 18 Filialen
sowie zwei Neubauten in Budapest geplant. Ein neuer Betrieb von
HIRSCH Servo AG (Styropor Verpackung), weitere Produktionsstätten der
Wienerberger AG, ein neues Büro- und Produktionsgebäude der VA Tech
Elin EGB, finanziert durch die Immorent Leasing, wurde im letzten
Jahr gebaut und in Betrieb genommen. Standorterweiterungen erfolgten
bei der Spargruppe sowie der Leiner/KIKA Handelskette. KIKA betreibt
zur Zeit zwei Einrichtungshäuser, darunter das größte in Ungarn, ein
drittes ist derzeit in Planung. Ebenso befindet sich ein "AsiaCenter"
(Großkundencenter für Fernostfirmen) in Bau, in das STRABAG EUR 220
Mio. investiert.

Für 2002 sind derzeit weitere Investitionen von Hirtenberger,
Koloman-Handler, STRABAG und Porsche Hungaria, im Augenblick größter
Fahrzeugimporteur in Ungarn, geplant. "Insgesamt kamen seit der Wende
ca. EUR 2,3 Mrd. und damit etwas über 10% der gesamten ausländischen
Direktinvestitionen in Ungarn aus Österreich", so der
Handelsdelegierte. Heimische Unternehmen waren damit an der
ungarischen Privatisierung intensiv und erfolgreich beteiligt.
Aktuelle Lieferchancen und weiteres Investitionspotential gibt es in
erster Linie dort, wo Ungarn vor allem im Vorfeld des EU-Beitritts
den größten Nachholbedarf hat, auf dem Gebiet des Umweltschutzes
(Abwasserreinigung und Abfallwirtschaft) sowie beim Ausbau der
Infrastruktur (Straße und Bahn) und im medizinischen Bereich. (pt)

Rückfragehinweis: Wirtschaftskammer Österreich

Presseabteilung
Tel.: (++43-1) 50105-4464
Fax: (++43-1) 50105-263
mailto:[email protected]
http://www.wko.at/Presse

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | PWK/PWK

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel