- 06.04.2002, 08:00:09
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"profil": Gehrer will bei Uni-Reform kurzen Prozess machen
Bildungsministerin gegen "lqange Diskussionen" mit Kritikern - mehr Geld für die Unis aus den Studiengebühren
Wien (OTS) - In einem Interview in der Montag erscheinenden Ausgabe
des Nachrichtenmagazins "profil" übt Bildungsministerin Elisabeth
Gehrer scharfe Kritik an den Gegnern der Uni-Reform. Gehrer: "Es gibt
sehr viele, die aus eigentlich sehr durchsichtigen Gründen nicht
wollen, dass die österreichische Bundesregierung einen Erfolg hat.
Diese Leute agitieren und wollen Angst machen. Da gibt es überall
Stimmungmacher."
Dass die Hochschullehrergewerkschaft für 24. April einen eintägigen
Streik beschlossen hat, wird die Bildungsministerin eigenen Aussagen
zufolge, in der Sache keineswegs zu größeren Kompromissen
veranlassen. Gehrer: "Wenn einer das Gesetz nicht will, hat es auch
keinen Sinn, dass man da lange Diskussionen führt."
Gleichzeitig kündigt die Ministerin an, dass sie mit Finanzminister
Karl-Heinz Grasser darüber verhandeln will, den Unis mehr Geld aus
den Erträgen der Studiengebühren zukommen zu lassen. Gehrer: "Bis zur
Beschlussfassung über das Gesetz im Juli möchte ich erreichen, dass
die gesamten Erträge abzüglich der höheren Studienbeihilfen bei den
Unis bleiben." Das wären an die 101 Millionen Euro. Derzeit erhalten
die Unis bloß 72,7 Millionen.
Rückfragehinweis: "profil"-Redaktion
Tel.: (01) 534 70 DW 2501 und 2502
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