AUSTRALISCHE SENATSPRÄSIDENTIN REID TRIFFT BUNDESRÄTE Aussprache über aktuelle außenpolitische Themen

Wien (PK) - Heute Nachmittag traf die Präsidentin des
australischen Senates, Margaret Reid, noch mit Mitgliedern des Bundesratsausschusses für auswärtige Angelegenheiten zu einem Gedankenaustausch zusammen. Der Ausschussvorsitzende Gerhard
Tusek (V) hieß den Gast aus Australien im Namen der Bundesräte willkommen und informierte sie über die Arbeitsweise der Ausschüsse der Länderkammer. Im Mittelpunkt der Unterredung standen die Themen EU, Osterweiterung, die Auswirkungen des 11. September sowie die Lage im Nahen Osten.

Auch Margaret Reid informierte die österreichischen Gesprächspartner über das Ausschusssystem im australischen Parlament. Was die auswärtigen Angelegenheiten betrifft, so habe man sich in den letzten Jahren vor allem mit dem Thema Indonesien bzw. Osttimor beschäftigt. Allerdings sei auch Europa für ihr
Land von großem Interesse, was z.B. die EU-Landwirtschaftspolitik oder den Konflikt auf dem Balkan angeht. Der Terroranschlag vom
11. September habe auch in Australien große Erschütterung ausgelöst, führte sie weiter aus. Für besonders bedeutsam halte sie in diesem Zusammenhang, dass man die Menschen dafür sensibilisieren müsse, genau zu unterscheiden zwischen gläubigen Moslems und Terroristen, die im Namen ihrer Religion Attentate verüben und damit den Islam missbrauchen. Auf eine Frage des Bundesrates Gerd Klamt (F) teilte die Senatspräsidentin mit, dass sich Australien immer noch als ein Einwanderungsland betrachte.
Es gebe zwar eine Debatte in der Öffentlichkeit darüber, ob die Einwanderung eingeschränkt oder ausgeweitet werden soll, aber die beiden Großparteien vertreten grundsätzlich die gemeinsame Auffassung, dass die Immigration von großer Bedeutung für die australische Gesellschaft ist. Jährlich nehme Australien 96.000 Menschen auf und die Aufnahmequote bei den Flüchtlingen betrage
85 %, berichtete Reid.(Schluss)

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