• 04.04.2002, 12:45:55
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FP-Sichrovsky: "Sprechblasenpolitik" der Europäer zum Nahost-Konflikt

Hilflosigkeit und Inkompetenz verhindert jede europäische Friedensinitiative

Wien, 2002-04-04, -(fpd)- "Die politischen Vertreter der EU und
der europäischen Mitgliedsländer setzen ihre sogenannte
"Sprechblasenpolitik" zum Nahost-Konflikt fort", stellte heute der
freiheitliche Generalsekretär Mag. Peter Sichrovsky fest. "Anstatt
mit neuen Ideen und Aktivitäten eine Beendigung der Krise zu
erreichen und sich als möglicher Vermittler zwischen den
verschiedenen Konfliktpartnern im Nahen Osten anzubieten, wird in
einer klischeehaften Freund-Feind-Ideologie verurteilt und
kritisiert, ohne daß es auch nur irgend jemand auffällt, daß das
Gerede der Europäer niemanden in der Region beeindruckt", so
Sichrovsky weiter.

Die kollektive Empörung über die Militäraktionen der israelischen
Regierung stehe in keinem Verhältnis zu der Zurückhaltung gegenüber
den Terroraktivitäten verschiedenster palästinensischer Gruppen und
der Angriffe gegen Israel auf dem Gebiet des Libanons. "Während
österreichische und auch andere europäische Politiker so manchen
Regierungsmitgliedern von Ländern im Nahen Osten, von denen
international bekannt ist, daß sie den Terror aktiv unterstützen und
finanzieren, mit höflicher Zurückhaltung und erstaunlicher
Kritiklosigkeit begegnen, ist ihre Empörung nun über Israel kaum mehr
zu bremsen. Diese Form der Doppelmoral verhindert eine ehrliche und
offene Auseinandersetzung mit der israelischen Regierung. Wer so mit
zweierlei Maß Gewalt und Terror bewertet und beurteilt, hat jede
Rolle in einer möglichen Friedensmission aufgegeben", kritisiert der
Generalsekretär.

Auch die bedingungslose Unterstützung der Europäer von Arafat gehe
völlig an der politischen Realität vorbei. Sichrovsky: "Hier wird ein
Politiker in Schutz genommen, der noch vor wenigen Jahren eine
hoffnungsvolle Friedensmission unter Barak und Clinton verhinderte,
unter dessen Führung der Konflikt zwischen Israel und den
Palästinensern dramatisch eskalierte und der nicht einmal verhindern
kann, daß in seinem eigenen "Land" Dutzende Männer als angebliche
Kollaborateure Israels kaltblütig ermordet werden. Wenn die
Ankündigungen Israels stimmen, daß bei der Besetzung seines
Hauptquartiers zahlreiche Dokumente gefunden wurden, die Arafats
direkte Verantwortung für den Terror gegen Israels Zivilbevölkerung
belegen, wird es für die EU zu spät sein, mit einer neuen Generation
auch auf Seiten der PLO mögliche Verhandlungen zu beginnen."

"Wie schon in der Vergangenheit zeigt das Verhalten der Europäer zur
Krise im Nahen Osten ein Bild der Hilflosigkeit und Inkompetenz",
schloß Sichrovsky.

Rückfragehinweis: Büro Mag. Peter Sichrovsky

Tel.: 01/40 110-5870

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