FP-Sichrovsky: "Sprechblasenpolitik" der Europäer zum Nahost-Konflikt

Hilflosigkeit und Inkompetenz verhindert jede europäische Friedensinitiative

Wien, 2002-04-04, -(fpd)- "Die politischen Vertreter der EU und der europäischen Mitgliedsländer setzen ihre sogenannte "Sprechblasenpolitik" zum Nahost-Konflikt fort", stellte heute der freiheitliche Generalsekretär Mag. Peter Sichrovsky fest. "Anstatt mit neuen Ideen und Aktivitäten eine Beendigung der Krise zu erreichen und sich als möglicher Vermittler zwischen den verschiedenen Konfliktpartnern im Nahen Osten anzubieten, wird in einer klischeehaften Freund-Feind-Ideologie verurteilt und kritisiert, ohne daß es auch nur irgend jemand auffällt, daß das Gerede der Europäer niemanden in der Region beeindruckt", so Sichrovsky weiter.

Die kollektive Empörung über die Militäraktionen der israelischen Regierung stehe in keinem Verhältnis zu der Zurückhaltung gegenüber den Terroraktivitäten verschiedenster palästinensischer Gruppen und der Angriffe gegen Israel auf dem Gebiet des Libanons. "Während österreichische und auch andere europäische Politiker so manchen Regierungsmitgliedern von Ländern im Nahen Osten, von denen international bekannt ist, daß sie den Terror aktiv unterstützen und finanzieren, mit höflicher Zurückhaltung und erstaunlicher Kritiklosigkeit begegnen, ist ihre Empörung nun über Israel kaum mehr zu bremsen. Diese Form der Doppelmoral verhindert eine ehrliche und offene Auseinandersetzung mit der israelischen Regierung. Wer so mit zweierlei Maß Gewalt und Terror bewertet und beurteilt, hat jede Rolle in einer möglichen Friedensmission aufgegeben", kritisiert der Generalsekretär.

Auch die bedingungslose Unterstützung der Europäer von Arafat gehe völlig an der politischen Realität vorbei. Sichrovsky: "Hier wird ein Politiker in Schutz genommen, der noch vor wenigen Jahren eine hoffnungsvolle Friedensmission unter Barak und Clinton verhinderte, unter dessen Führung der Konflikt zwischen Israel und den Palästinensern dramatisch eskalierte und der nicht einmal verhindern kann, daß in seinem eigenen "Land" Dutzende Männer als angebliche Kollaborateure Israels kaltblütig ermordet werden. Wenn die Ankündigungen Israels stimmen, daß bei der Besetzung seines Hauptquartiers zahlreiche Dokumente gefunden wurden, die Arafats direkte Verantwortung für den Terror gegen Israels Zivilbevölkerung belegen, wird es für die EU zu spät sein, mit einer neuen Generation auch auf Seiten der PLO mögliche Verhandlungen zu beginnen."

"Wie schon in der Vergangenheit zeigt das Verhalten der Europäer zur Krise im Nahen Osten ein Bild der Hilflosigkeit und Inkompetenz", schloß Sichrovsky.

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