Zuviel Zinsen gezahlt - AKNÖ holt Kreditnehmern fast 3,9 Millionen Euro zurück!

Neue Finanz-Software ermöglicht Überprüfung von Krediten nach dem 1.3.1997.

Wien (AKNÖ) - Im Oktober 1999 haben die Konsumentenschutzexperten der NÖ Arbeiterkammer (AKNÖ) den "Kreditzinsenskandal" aufgedeckt. Eine Flut an Anfragen war die Folge. Bisher haben die AKNÖ-Kreditexperten einen vorläufigen Zinsenschaden von
8,290.924,80 Euro (114,085.612,53 S)ermittelt! Bisher wurden den Konsumenten nachweislich 3,893.885,78 Euro (53.581,036,50 S) an zu viel bezahlten Zinsen von den Banken refundiert. Die Befürchtungen der Kreditexperten wurden damit voll und ganz bestätigt: Es handelt sich bei den unkorrekten Kreditberechnungen keinesfalls um "bedauerliche Einzelfälle", wie zunächst von Seiten der Kreditinstitute argumentiert wurde.

Der typische Kredit-Schadensfall

Die Laufzeit der überprüften Verträge liegt bei ca. 10 Jahren. Die aufgenommene Kreditsumme liegt bei durchschnittlich 26.000 Euro (357.767,8 S). Daraus resultiert ein durchschnittlicher Zinsenfehlbetrag in Höhe von 2.396 Euro (32.969,68 S) pro Fall.

Erfolgsbilanz der AKNÖ

Positive Ergebnisse konnten vor allem mit der Bank Austria-Creditanstalt Gruppe und der Erste Bank erzielt werden. Mit diesen Instituten konnte die AKNÖ über 1.000 Fälle im Paket abschließen! Günther La Garde, AKNÖ-Konsumentenschützer, ist über diese Kooperationsbereitschaft von einigen Kreditinstituten, sehr erfreut:
"In fast allen Fällen verhandelt die NÖ Arbeiterkammer mit den Banken erfolgreich, das beweisen die Rückzahlungen. Um für die Mitglieder der AKNÖ aber die bestmöglichen Ergebnisse herauszuholen, scheuen wir auch nicht vor einer Klage zurück."
Josef Staudinger, Präsident der NÖ Arbeiterkammer, betont, dass die AKNÖ auch in Zukunft mit unverminderter Härte für die Interessen ihrer Mitglieder kämpfen wird. Staudinger weiter: "Wir lassen uns nicht auf die zur Mode gewordene Polemik ein. Wir lassen lieber Fakten für uns sprechen!"

Konkrete Fälle

Die folgenden Beispiele zeigen, dass es sich bei den errechneten Zinsenschäden um ganz unterschiedliche Summen handelt. Dazu Ernst Hafrank, AKNÖ-Kreditexperte: "Die Konsumenten waren alle froh, als sie erfahren haben, dass sie Geld von ihrer Bank zurückbekommen werden. Dabei war es ganz egal, ob es sich um Riesensummen, wie etwa in einem Fall, wo ein Kreditschaden in der Höhe von 37.223,83 Euro (512.211 S) berechnet wurde - oder nur um "ein paar Euro" gehandelt hat."

Die folgenden Beträge (jeweils der kleinste und der größte Zinsenschaden eines Kreditinstituts) wurden von den einzelnen Kreditinstituten bereits an die Kreditnehmer refundiert:

Bank Austria 36,56 (503,08 S) -
18.822,26 Euro (258.999,94 S
CA 93,31 (1.283,97 S)-
17.877,52 Euro (246.000,04 S)
Erste Bank 84,16 (1.158,07 S) -
10.693,08 Euro (147.139,99 S)
GE Capital Bank 59,37 (816,95 S) -
12.063,69 Euro (165.999,99 S Raiffeisenlandesbank NÖ 248,61 (3.420,95 S) -
20.645,41 Euro (284.087,04 S) Sparkasse 74,64 (1.027,07 S) -
14.171,20 Euro (194.999,96 S) Volksbank 40,70 (560,04 S) -
13.153,78 Euro (180.999,96 S)
HYPO NÖ Landesbank 170,00 (2.339 S) -
11.991,02 Euro (165.000 S)

Ausweitung des Serviceangebotes

Eine neue Finanz-Software ermöglicht es der Konsumentenberatung in Zukunft, auch jene Kreditverträge zu kontrollieren, die nach dem 1. März 1997 aufgenommen wurden! Somit bietet die Konsumentenberatung als erste Interessenvertretung in Österreich allen Mitgliedern der AKNÖ die Möglichkeit an, durch ihre Experten auch Neukredite mit Aufnahmezeitpunkt nach dem 1.3.1997 überprüfen zu lassen! Natürlich bleibt das Service zur Nachkontrolle von Altkrediten weiterhin unverändert bestehen. Die Kreditberechnung durch die AK-Experten erfolgt natürlich für AK-Mitglieder völlig kostenlos!

Ratsuchende Kreditnehmer können sich an die Servicehotline der AKNÖ-Konsumentenberatung unter 0800/232323-1108 wenden.

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