- 19.03.2002, 12:15:59
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Fünf Jahre RADIO 1476: österreichische Mittelwelle für Europa=
Wien (OTS) - Am Donnerstag, den 21. März begeht RADIO 1476, das
Mittelwellenprojekt des ORF, den fünften Jahrestag seines Sendestarts
und ORF-"donaudialog", das Forum für vielsprachige internationale
Kommunikation auf Mittelwelle 1476 kHz wird zwei Jahre alt. Aus
diesem Anlass lädt das Producerteam zu einem "public broadcasting" im
RadioCafe, Beginn: 19.30 Uhr, Eintritt frei.****
Fünf Jahre RADIO 1476, zwei Jahre "donaudialog", sieben Tage
Programm, sechs Stunden täglich: Aus diesem Anlass werden am
Donnerstag, den 21. März ab 19.30 Uhr im RadioCafe mehrere Sendungen
live produziert. Das Programm im Detail:
19.30 Uhr: Schülerradio 1476 - Literarisches Jugendquartett:
Jugendliche diskutieren über Bücher, die sie interessieren.
20.00 Uhr: polyradio stellt die Radiomacher von Radio 1476 vor
21.00 Uhr: donaudialog: "Romani Cerga", Siegergruppe des 1.
Roma-Musikwettbewerbs
21.30 Uhr: Am Telefon aus Ljubljana: Slavko Fras, slowenischer
Journalist und Träger des europäischen Journalistenpreises
22.00 Uhr: Als Gäste im "donaudialog": Milo Dor, Schriftsteller
(geboren in Budapest, aufgewachsen in Beograd, lebt in Wien) und
Hasija Boric, Schauspielerin (geboren in Sarajevo, lebt und arbeitet
in Wien)
23.00 Uhr: Radio Afrika International feiert seinen 4.
Journalistenpreis in 5 Jahren mit viel Musik
Zur Geschichte der Mittelwelle in Österreich: Ein kleiner Sender
mit 350 W Leistung (damals noch in der Wiener Innenstadt) stand am
Anfang des offiziellen Sendebetriebs der Mittelwelle in Österreich.
Schon am Tag nach der konstituierenden Generalversammlung der RAVAG,
der "Österreichischen Radioverkehrs-A.G.", kamen am 1. Oktober 1924
die ersten Sendungen aus Wien. Im Nordwesten von Wien fand die RAVAG
dann 1933 einen geeigneten Standort für den ersten Großsender
Österreichs mit 100 kW Leistung. Dieser ging am 28. Mai als Sender
Bisamberg in Betrieb. In den Jahren des Kalten Krieges waren die
Mittelwellensender des ORF eine verlässliche Informationsquelle für
die Menschen im östlichen Mitteleuropa. Mit dem Fall des "Eisernen
Vorhanges" schien diese Funktion nicht mehr so notwendig. Deshalb
stellte der ORF 1995 seine Mittelwellensendungen ein. 1997 wurde der
Sendebetrieb mit einem völlig neuen Konzept wieder aufgenommen. Ein
neues Programm für einen alten Sender führte am 21. März 1997 zum
Neustart des ORF Senders Bisamberg. Von 18.00 Uhr bis 24.00 Uhr wird
täglich ein Mischprogramm aus Ö1-Informationssendungen, Sendungen von
ROI und einer Experimentalzone, die von eigenständigen Redaktionen
mit verschiedensten Interessen genutzt wird, geboten. RADIO 1476
sendet täglich von 18.00 Uhr bis 00.08 Uhr auf 1476 kHz und im
Internet von 19.30 Uhr bis 23.00 Uhr unter der Adresse
http://1476.orf.at.
Nach fünf Jahren Sendebetrieb hat die ORF-Mittelwelle durch "Radio
Nachbar in Not" während der Kosovo-Krise im Jahr 1999 und dem darauf
folgenden mehrsprachigen Projekt "donaudialog", das sich vor allem
der Kommunikation in Mittel- und Südosteuropa verpflichtet fühlt, an
ihre Tradition als "neutrale" Informationsquelle für diese Länder
angeschlossen. Mehr noch: Die ORF-Mittelwelle ist eine Plattform
geworden, auf der ein regelmäßiger Programmaustausch mit
demokratischen Radiostationen aus den Ländern Mittel- und
Südosteuropas stattfindet. Aktuelle Berichte und Reportagen lokaler
Radiosender aus Bosnien, Bulgarien, Jugoslawien, dem Kosovo,
Mazedonien, der Slowakei und Slowenien können durch den "donaudialog"
europaweit gehört werden. "donaudialog", ein mehrsprachiges
Radioprogramm, bietet Hintergrundberichterstattung über Länder, die
sich derzeit um die Aufnahme in die EU bemühen. In einer
multikulturellen Redaktion arbeiten hier Bosnier, Kosovo-Albaner,
Kroaten, Mazedonier, Serben, Slowaken, Slowenen, Tschechen und Ungarn
mit Amerikanern, Briten und Österreichern eng zusammen.(ih)
Rückfragehinweis: ORF Radio Öffentlichkeitsarbeit
Isabella Henke
Tel.: 01/501 01/18050
e-mail: [email protected]
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