Laska eröffnet Sozialzentrum

Wien, (OTS) Vizebürgermeisterin und Sozialstadträtin Grete Laska eröffnete am Freitag im Anton-Benya-Haus das Sozialzentrum der MA12 wien sozial. In einem Pressegespräch betonte sie die Wichtigkeit der Arbeit der neuen Sozialzentren, dadurch werde den KlientInnen eine individuelle Hilfe und Unterstützung angeboten. In diesem Zusammenhang forderte die Sozialstadträtin erneut eine einheitliche Regelung der Sozialhilfe in Österreich. Dabei dürfe es aber zu keinen Verschlechterungen und Absinken des hohen Niveaus der Wiener Sozialhilfe kommen. So gibt es in Wien z.B. keine Regressforderung an SozialhilfebezieherInnen. Es kann nicht das Ziel sein die KlientInnen schnell in den Arbeitsmarkt zu reintegrieren, dann die erhaltene Sozialhilfe von ihnen zurückzufordern und sie damit in die nächste finanzielle Krisensituation zu bringen. Für Laska ein "extremer Schwachsinn" der mit allen Mitteln verhindert werden muss, betonte die Sozialstadträtin weiter.

Maßgeschneiderte Hilfe unter einem Dach in den neuen Sozialzentren Die neuen Sozialzentren bieten ein maßgeschneidertes Hilfsangebot bei sozialen und finanziellen Problemen sowie bei multikomplexen Problemlagen an. SozialarbeiterInnen und SozialhilfesachbearbeiterInnen arbeiten im Team zusammen und stimmen ihr Angebot der Beratung und Betreuung sowie die erforderlichen finanziellen Hilfen gemeinsam mit dem/der Hilfesuchenden ab.****

Ausstiegsberatung und Unterstützungsmanagement in den Sozialzentren Die Reform des Wiener Sozialhilfevollzuges schreitet voran. Umfangreiche Restrukturierungsmaßnahmen und Reformen haben bereits die letzten Monate geprägt. Gefordert waren nicht nur das Management sondern auch die MitarbeiterInnen. Kurz nach der Eröffnung der ersten Sozialzentren eine erste Bestandsaufnahme.

Gemeinsam ist es gelungen, ein Konzept für die zukünftigen Sozialzentren zu erarbeiten. Ein Großteil der Durchführungsbestimmungen zum Wiener Sozialhilfegesetz wurden auf einen aktuellen Stand gebracht und die Orientierung des Wiener Sozialhilfevollzuges auf Prävention und Integration gerichtet. Der Bittstellgang auf das "Sozialamt" gehört durch KundInnenorientierung und die stärkere Ausrichtung auf die Bedürfnisse der Hilfesuchenden der Vergangenheit an.

New Public Management bei der MA 12 wien sozial

Durch neue Verfahrensabläufe werden - ganz im Sinne des New Public Management - bürokratische Hürden und lange Entscheidungswege beseitigt und eine Stärkung der Verantwortlichkeit und Kompetenz der MitarbeiterInnen bewirkt. In den neuen Sozialzentren - die flächendeckend bis 2004 in Wien die bestehenden Einrichtungen im Bereich des Sozialhilfevollzuges (Außenstellen, Sozialreferate, Referat Mietbeihilfe) ersetzen sollen, wird ein völlig neues organisatorisches und inhaltliches Konzept umgesetzt.

Integration statt Ausgrenzung - Unterstützung statt reiner Verwaltung von SozialhilfebezieherInnen

Die Stadt Wien setzte bereits in den letzten Jahren mit der flächendeckenden Delogierungsprävention und dem Projekt Jobchance, einem erfolgreichen Arbeitsvermittlungsprojekt für SozialhilfebezieherInnen, aktive Schritte zur Hilfe für jene Menschen, die diese dringend benötigen. Arbeitslosigkeit, Wohnungsprobleme, Schulden, physische und psychische sowie familiäre Probleme sind oft Gründe, die Menschen über Jahre hindurch und manchmal auf Dauer zu SozialhilfebezieherInnen machen. Um aus dieser Spirale ausbrechen zu können, bedarf es oft der professionellen Hilfe von Außen. Die MitarbeiterInnen der Sozialzentren bieten im Rahmen eines Erstgesprächs neben der Beratung und der Abklärung der Problemsituation auch ein aktives Unterstützungsmanagement bei der Bewältigung dieser Probleme an. Durch die gemeinsame Erarbeitung eines Betreuungs- und Hilfeplanes und Unterstützung bei der Umsetzung soll das Selbsthilfepotenzial angeregt und der Ausstieg aus der Sozialhilfe sowie die dauerhafte Integration in den Arbeitsmarkt gefördert werden. Die optimale Abstimmung von sozialen Leistungen und die Vernetzung und Zusammenarbeit mit verschiedenen sozialen Einrichtungen sind dabei die Aufgabe des "Case Managers". Sozialhilfe soll nicht mehr verwaltet werden, sondern aktiv Veränderungen bewirken. Den MitarbeiterInnen stehen dazu umfangreiche Ressourcen zur Verfügung.

Offenheit und Öffnung als präventive Maßnahme
Im Rahmen der Neustrukturierung werden die Zuständigkeiten für die Bevölkerung klarer und übersichtlicher gestaltet. Zugleich sollen sich die Sozialzentren nach Außen öffnen und der Wiener Bevölkerung bei sozialen oder finanziellen Problemen mit ihrem Beratungsangebot zur Verfügung stehen. Nicht nur dann, wenn die Probleme bereits akut geworden sind, sondern bereits so früh wie möglich will die MA 12 wien sozial mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Neues Outfit und Service in den Sozialzentren
Die Sozialzentren sind neu errichtet bzw. adaptiert worden. Neu geschaffen wurde ein Empfang (Rezeption) im Eingangsbereich, der von einer MitarbeiterIn während der Öffnungszeiten dauernd besetzt ist. Die bekannt langen Wartezeiten auf den Sozialreferaten gehören, durch ein Terminsystem und die Veränderung bzw. Ausweitung der Öffnungszeiten, schon bald der Vergangenheit an. Die neuen Sozialzentren bieten neben einladenden Warteräumen auch die Möglichkeit für vertrauliche Gespräche. Als Unterstützung für die MitarbeiterInnen werden Fortbildungsveranstaltungen, Teamentwicklungsmaßnahmen, Coaching und Supervision angeboten. Die Reform des Wiener Sozialhilfevollzuges bedeutet für viele MitarbeiterInnen eine große Veränderung, aber zugleich auch eine Herausforderung, die es in den nächsten Monaten zu bestehen gilt.

Zu finden sind die neuen Standorte seit Anfang Dezember im:

o Sozialzentrum für den 12., 13. und 23. Bezirk:
12., Arndtstraße 65
o Sozialzentrum für den 16., 17. und 18. Bezirk:
16., Spetterbrücke 4
o Sozialzentrum für den 21. Bezirk:
21., Freytaggasse 27

Allgemeine Informationen:

o wien sozial: www.wien.at/ma12/

(Schluss) mw

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