• 15.03.2002, 12:46:20
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Laska eröffnet Sozialzentrum=

Wien, (OTS) Vizebürgermeisterin und Sozialstadträtin Grete Laska
eröffnete am Freitag im Anton-Benya-Haus das Sozialzentrum der MA12
wien sozial. In einem Pressegespräch betonte sie die Wichtigkeit der
Arbeit der neuen Sozialzentren, dadurch werde den KlientInnen eine
individuelle Hilfe und Unterstützung angeboten. In diesem
Zusammenhang forderte die Sozialstadträtin erneut eine einheitliche
Regelung der Sozialhilfe in Österreich. Dabei dürfe es aber zu keinen
Verschlechterungen und Absinken des hohen Niveaus der Wiener
Sozialhilfe kommen. So gibt es in Wien z.B. keine Regressforderung an
SozialhilfebezieherInnen. Es kann nicht das Ziel sein die KlientInnen
schnell in den Arbeitsmarkt zu reintegrieren, dann die erhaltene
Sozialhilfe von ihnen zurückzufordern und sie damit in die nächste
finanzielle Krisensituation zu bringen. Für Laska ein "extremer
Schwachsinn" der mit allen Mitteln verhindert werden muss, betonte
die Sozialstadträtin weiter.

Maßgeschneiderte Hilfe unter einem Dach in den neuen
Sozialzentren Die neuen Sozialzentren bieten ein maßgeschneidertes
Hilfsangebot bei sozialen und finanziellen Problemen sowie bei
multikomplexen Problemlagen an. SozialarbeiterInnen und
SozialhilfesachbearbeiterInnen arbeiten im Team zusammen und stimmen
ihr Angebot der Beratung und Betreuung sowie die erforderlichen
finanziellen Hilfen gemeinsam mit dem/der Hilfesuchenden ab.****

Ausstiegsberatung und Unterstützungsmanagement in den
Sozialzentren Die Reform des Wiener Sozialhilfevollzuges schreitet
voran. Umfangreiche Restrukturierungsmaßnahmen und Reformen haben
bereits die letzten Monate geprägt. Gefordert waren nicht nur das
Management sondern auch die MitarbeiterInnen. Kurz nach der Eröffnung
der ersten Sozialzentren eine erste Bestandsaufnahme.

Gemeinsam ist es gelungen, ein Konzept für die zukünftigen
Sozialzentren zu erarbeiten. Ein Großteil der
Durchführungsbestimmungen zum Wiener Sozialhilfegesetz wurden auf
einen aktuellen Stand gebracht und die Orientierung des Wiener
Sozialhilfevollzuges auf Prävention und Integration gerichtet. Der
Bittstellgang auf das "Sozialamt" gehört durch KundInnenorientierung
und die stärkere Ausrichtung auf die Bedürfnisse der Hilfesuchenden
der Vergangenheit an.

New Public Management bei der MA 12 wien sozial

Durch neue Verfahrensabläufe werden - ganz im Sinne des New
Public Management - bürokratische Hürden und lange Entscheidungswege
beseitigt und eine Stärkung der Verantwortlichkeit und Kompetenz der
MitarbeiterInnen bewirkt. In den neuen Sozialzentren - die
flächendeckend bis 2004 in Wien die bestehenden Einrichtungen im
Bereich des Sozialhilfevollzuges (Außenstellen, Sozialreferate,
Referat Mietbeihilfe) ersetzen sollen, wird ein völlig neues
organisatorisches und inhaltliches Konzept umgesetzt.

Integration statt Ausgrenzung - Unterstützung statt reiner
Verwaltung von SozialhilfebezieherInnen

Die Stadt Wien setzte bereits in den letzten Jahren mit der
flächendeckenden Delogierungsprävention und dem Projekt Jobchance,
einem erfolgreichen Arbeitsvermittlungsprojekt für
SozialhilfebezieherInnen, aktive Schritte zur Hilfe für jene
Menschen, die diese dringend benötigen. Arbeitslosigkeit,
Wohnungsprobleme, Schulden, physische und psychische sowie familiäre
Probleme sind oft Gründe, die Menschen über Jahre hindurch und
manchmal auf Dauer zu SozialhilfebezieherInnen machen. Um aus dieser
Spirale ausbrechen zu können, bedarf es oft der professionellen Hilfe
von Außen. Die MitarbeiterInnen der Sozialzentren bieten im Rahmen
eines Erstgesprächs neben der Beratung und der Abklärung der
Problemsituation auch ein aktives Unterstützungsmanagement bei der
Bewältigung dieser Probleme an. Durch die gemeinsame Erarbeitung
eines Betreuungs- und Hilfeplanes und Unterstützung bei der Umsetzung
soll das Selbsthilfepotenzial angeregt und der Ausstieg aus der
Sozialhilfe sowie die dauerhafte Integration in den Arbeitsmarkt
gefördert werden. Die optimale Abstimmung von sozialen Leistungen und
die Vernetzung und Zusammenarbeit mit verschiedenen sozialen
Einrichtungen sind dabei die Aufgabe des "Case Managers". Sozialhilfe
soll nicht mehr verwaltet werden, sondern aktiv Veränderungen
bewirken. Den MitarbeiterInnen stehen dazu umfangreiche Ressourcen
zur Verfügung.

Offenheit und Öffnung als präventive Maßnahme
Im Rahmen der Neustrukturierung werden die Zuständigkeiten für die
Bevölkerung klarer und übersichtlicher gestaltet. Zugleich sollen
sich die Sozialzentren nach Außen öffnen und der Wiener Bevölkerung
bei sozialen oder finanziellen Problemen mit ihrem Beratungsangebot
zur Verfügung stehen. Nicht nur dann, wenn die Probleme bereits akut
geworden sind, sondern bereits so früh wie möglich will die MA 12
wien sozial mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Neues Outfit und Service in den Sozialzentren
Die Sozialzentren sind neu errichtet bzw. adaptiert worden. Neu
geschaffen wurde ein Empfang (Rezeption) im Eingangsbereich, der von
einer MitarbeiterIn während der Öffnungszeiten dauernd besetzt ist.
Die bekannt langen Wartezeiten auf den Sozialreferaten gehören, durch
ein Terminsystem und die Veränderung bzw. Ausweitung der
Öffnungszeiten, schon bald der Vergangenheit an. Die neuen
Sozialzentren bieten neben einladenden Warteräumen auch die
Möglichkeit für vertrauliche Gespräche. Als Unterstützung für die
MitarbeiterInnen werden Fortbildungsveranstaltungen,
Teamentwicklungsmaßnahmen, Coaching und Supervision angeboten. Die
Reform des Wiener Sozialhilfevollzuges bedeutet für viele
MitarbeiterInnen eine große Veränderung, aber zugleich auch eine
Herausforderung, die es in den nächsten Monaten zu bestehen gilt.

Zu finden sind die neuen Standorte seit Anfang Dezember im:

o Sozialzentrum für den 12., 13. und 23. Bezirk:
12., Arndtstraße 65
o Sozialzentrum für den 16., 17. und 18. Bezirk:
16., Spetterbrücke 4
o Sozialzentrum für den 21. Bezirk:
21., Freytaggasse 27

Allgemeine Informationen:

o wien sozial: www.wien.at/ma12/

(Schluss) mw

Rückfragehinweis: PID-Rathauskorrespondenz:

www.wien.at/vtx/vtx-rk-xlink/
Martin Wagner
Tel.: 4000/81 199
e-mail: [email protected]

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