Kooperationsabkommen Forst-Platte-Papier (FPP): Mehr als 30 Jahre im Dienst des Waldes und der Wirtschaft

Wien (OTS) - Meist stehen Schutz und Erhaltung der ökologischen Funktionen im Mittelpunkt der Diskussion, wenn es um Österreichs Wälder geht. Doch ebenso bedeutend ist der Wald als Arbeitsplatz: Der Rohstoff Holz ist ein zentraler Wirtschaftsfaktor und - nach dem Fremdenverkehr - der zweitgrößte Devisenbringer Österreichs. Die Bewirtschaftung der rund 3,9 Millionen Hektar heimischen Waldes muss daher im Gleichgewicht von Ökologie und Ökonomie erfolgen. Mehr als 170.000 Waldbesitzer arbeiten seit vielen Generationen nachhaltig, die Betreuung der Wälder erfolgt verantwortungsvoll und pfleglich. Im Gebirgsland Österreich ist die Waldbewirtschaftung aufwändig und verteuert die Holzgewinnung. Auf der anderen Seite ist die verarbeitende Papier- und Plattenindustrie, die an 40 Standorten in Österreich produziert, an kostengünstiger und kontinuierlicher Holzbereitstellung interessiert.

Um den Ausgleich dieser Interessen kümmert sich seit über 30 Jahren das Kooperationsabkommen Forst-Platte-Papier (FPP). Gemeinsam gelingt es, die nachhaltige Bewirtschaftung - die den Wald auch für die kommenden Generationen erhält - sicherzustellen, den nachwachsenden Rohstoff Holz und die heimischen Holzvorräte optimal zu nutzen sowie die Effizienz der beteiligten Wirtschaftsbereiche zu steigern.

Aufgaben und Ziele

Das FPP, die österreichische Gemeinschaftsinitiative der Forstwirtschaft (vertreten durch die Präsidentenkonferenz der Landwirtschaftskammern Österreichs), der Papierindustrie (vertreten durch Austropapier - Vereinigung der österreichischen Papierindustrie) und der Span- und Faserplattenindustrie (vertreten durch den Fachverband der Holzindustrie für die Span- und Faserplattenwerke), wurde 1971 gegründet. "Primär ging und geht es um Rationalisierungsmaßnahmen, um die "Holzkette" von der Ernte bis zur Übernahme im Industriewerk kostengünstig zu gestalten. Gemeinsames Ziel ist die umweltgerechte Nutzung des inländischen Rohstoffes Holz", fasst Dipl.-Ing. Gabriele Herzog, Koordinatorin des FPP, zusammen.

"Der größte Meilenstein war die Einführung der Holzübernahme nach Gewicht. Das heißt, dass u.a. aufwändige Vermessungsarbeiten im Wald wegfielen, wodurch es zu enormen Kosteneinsparungen für Forstwirtschaft und Industrie kam. Stolz sind wir auch darauf, dass wir uns in den letzten zehn Jahren bei den Schulen als kompetenter Ansprechpartner zum Thema Wald etablieren konnten", so Herzog weiter.

Blick in die Zukunft

Auch wenn bereits viel erreicht wurde, arbeitet das FPP weiter an der kontinuierlichen Verbesserung der Waldbewirtschaftung. Eines der laufenden Projekte ist die Waldzertifizierung, bei der es um den -auch sichtbaren - Nachweis geht, dass Holz und Holzprodukte aus pfleglicher Waldbewirtschaftung stammen. Ein anderes beschäftigt sich mit dem Thema "Logistik". Ziel ist, durch optimale Steuerung der Holzflüsse, Kosten einzusparen und die entstehenden Vorteile fair auf die beteiligten Partner aufzuteilen. "Gemeinsam wollen wir der Praxis Lösungsmöglichkeiten anbieten und das notwendige Rüstzeug für Verbesserungen der Abläufe in der Holzerntekette bereitstellen", meint Gabriele Herzog.

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