"Kleine Zeitung" Kommentar: "Glashaus" (von Carina Kerschbaumer)

Ausgabe vom 14.03.2002

Graz (OTS) - Welcher Aufschrei. Da verspricht der Sozialminister eine Pension für nicht erwerbstätige Frauen, beauftragt Experten um dann wutschnaubend im Chor mit der Opposition die Vorschläge zurückzuweisen.

Welch unqualifizierte Experten, die da wie Haupt nun meint im "wissenschaftlichen Glashaus" sitzen. Da erhalten sie einen
Auftrag und maßen sich an, auch über die Finanzierung ihrer Vorschläge nachzudenken. Und provozieren mit dem Vorschlag, eine Frauenpension über die frühere Anhebung des Frauenpensionsalters zu finanzieren.

Warum soll denn nicht über eine vorgezogene Angleichung des Pensionsalters von Frauen und Männern, die in Deutschland längst realisiert ist, diskutiert werden? Die entscheidende Frage ist
doch, ob damit eine Eigenpension für Mütter finanziert werden kann. Oder aber einzig die Altersarbeitslosigkeit von Frauen erhöht wird.

Zweifelsohne: Das Modell von Haupt, die Pension unter den Partnern aufzuteilen, wäre zum Nulltarif realisierbar. Ein Nulltarif mit Folgekosten. Bei der heutigen Durchschnittspension stehen am Ende zwei Ausgleichszulagenempfänger.

Bleibt die Frage: Wer sitzt da im Glashaus und wer steht daneben? ****

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