- 13.03.2002, 19:25:42
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"Kleine Zeitung" Kommentar: "Glashaus" (von Carina Kerschbaumer)
Ausgabe vom 14.03.2002
Graz (OTS) - Welcher Aufschrei. Da verspricht der Sozialminister
eine Pension für nicht erwerbstätige Frauen, beauftragt Experten
um dann wutschnaubend im Chor mit der Opposition die Vorschläge
zurückzuweisen.
Welch unqualifizierte Experten, die da wie Haupt nun meint im
"wissenschaftlichen Glashaus" sitzen. Da erhalten sie einen
Auftrag und maßen sich an, auch über die Finanzierung ihrer
Vorschläge nachzudenken. Und provozieren mit dem Vorschlag, eine
Frauenpension über die frühere Anhebung des Frauenpensionsalters zu
finanzieren.
Warum soll denn nicht über eine vorgezogene Angleichung des
Pensionsalters von Frauen und Männern, die in Deutschland längst
realisiert ist, diskutiert werden? Die entscheidende Frage ist
doch, ob damit eine Eigenpension für Mütter finanziert werden kann.
Oder aber einzig die Altersarbeitslosigkeit von Frauen erhöht wird.
Zweifelsohne: Das Modell von Haupt, die Pension unter den Partnern
aufzuteilen, wäre zum Nulltarif realisierbar. Ein Nulltarif mit
Folgekosten. Bei der heutigen Durchschnittspension stehen am Ende
zwei Ausgleichszulagenempfänger.
Bleibt die Frage: Wer sitzt da im Glashaus und wer steht daneben?
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