- 13.03.2002, 16:41:24
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GEHRER IM KULTURAUSSCHUSS: POSITIVE MUSEENBILANZ 2000=
Kulturministerin: "Museumsprogramm ist kein Einsparungsprogramm"
Wien, 13. März 2002 (ÖVP-PK) Eine positive Bilanz über die
Bundesmuseen und Institutionen, die sich mit dem Erhalt des
kulturellen Erbes beschäftigen, zog heute, Mittwoch, Kulturministerin
Elisabeth Gehrer für das Jahr 2000 im Kulturausschuss des Parlaments.
Das Jahr 2000 sei ein großes Jahres der Umsetzungen gewesen. Die
Ausgliederungen im Bereich der Bundesmuseen hätten sich bewährt.
"Unser Museumsprogramm ist kein Einsparungsprogramm", so Gehrer zur
betriebswirtschaftlichen Führung. ****
Vor allem das Kunsthistorische Museum weise eine "hervorragende
Performance" auf. Zur Kritik an den Neuimplementierungen meinte
Gehrer, dass es wichtig und richtig sei, Synergieeffekte zu nutzen,
und nicht noch ein neues Rechnungswesen im Theater- oder
Völkerkundemuseum zu installieren. "Durch diese Kosteneinsparungen im
Verwaltungsbereich haben wir die Möglichkeit, im operativen Bereich
mehr ausgeben zu können." Museen wie das Völkerkunde- oder
Theatermuseum hätten noch einiges aufzuholen, und könnten aus der
Erfahrung des Kunsthistorischen Museums wertvollen Nutzen ziehen.
Durch den zwangsläufig erwachsenden jährlichen Mehraufwand bei den
Museen wie beispielsweise unbeeinflussbare Personalkostensteigerungen
oder Gebührenerhöhungen sei es notwendig, die weitere Budgetierung
mit dem Finanzminister zu klären. Gehrer verwies in diesem
Zusammenhang auf eine Erhebung bei den Museen, die klären soll,
welcher Bedarf an finanziellen Mitteln für die kommenden Jahre
erforderlich sein wird sowie welche zusätzlichen Strategien erfolgen
sollten.
MEHR ALS EINE MILLION BESUCHER IM MUSEUMSQUARTIER
Das Museumsquartier verzeichne seit seiner Eröffnung Ende Juni
2001 mehr als eine Million Besucher. Auch die Rezeption in der
weltweiten Öffentlichkeit sei eine sehr positive. Zur Kritik an den
Mängeln meinte die Ministerin, dass Mängel nur natürlich seien, sei
das Museumsquartier doch "die größte Kulturbaustelle, die um die
Jahrtausendwende in Betrieb genommen wurde". Die Mängelbehebung werde
derzeit von den Baufirmen durchgeführt. Hinsichtlich der Umsetzung
des "quartiers 21" erklärte Gehrer, dass noch unter Bundeskanzler
Klima beschlossen wurde, dass dieses eine lebendige Kulturszene
werden soll. Die Zielsetzung, dass kleineren Kulturbetriebe damit
eine Startmöglichkeit erhalten sollen, werde auch weiter verfolgt.
Das 20er-Haus werde so renoviert, wie es ist und soll ein Museum
des 20. Jahrhunderts bleiben. Eine weitere Frage im Ausschuss betraf
die Finanzierung der Generalrestaurierung der Albertina. Die
Ministerin hob dabei die neue Form der Partnerschaft zwischen Bund,
Stadt Wien und privaten Sponsoren hervor: Der Bund trage zur
Rekonstruktion und Renovierung der historischen Fassaden des
Albertina-Palais 2,33 Millionen Euro bei. Die Stadt Wien beteilige
sich mit dem gleichen Betrag besonders an der Renovierung der
historischen Prunkräume. Private Förderer und Sponsoren würden
ihrerseits durch einen gleich hohen Betrag dazu beitragen, dass das
Projekt "Generalsanierung der Albertina" umgesetzt werden könne.
Als großen Erfolg bezeichnete die Ministerin die im Jahr 2000
vorbereitete Rubbellos-Aktion für die Sicherstellung der
Förderungsmittel für den Denkmalschutz. Damit seien 2,18 Millionen
Euro zusätzlich für den Denkmalschutz zur Verfügung gestellt worden.
"Diese Aktion war besonders wichtig für die Bewusstseinsbildung im
Bereich des Erhalts des kulturellen Erbes unseres Landes", so Gehrer
abschließend.
(Schluss)
Rückfragehinweis: ÖVP-Parlamentsklub
Pressestelle
Tel.: 01/40110-0
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