• 13.03.2002, 11:20:56
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ARBÖ: Pollen tollen durch die Lüfte

Beeinträchtigung für Pollenallergiker beim Autofahren

Wien (ARBÖ) - Pollenallergiker sehen im Frühlingsbeginn nicht nur
Anlass zur Freude. Manch einem wird er gar gänzlich verleidet. Wenn
die Nase zu rinnen beginnt, Juckreiz und Husten einsetzen und es
sogar zu Atemnot kommt, kann das Lenken eines Fahrzeugs riskant
werden, warnen die ARBÖ-Verkehrsmediziner. Beim Niesen beispielsweise
werden die Augen automatisch für kurze Zeit geschlossen, was einem
"Blindflug" gleichkommt.

"Allergie heißt 'Anders reagieren' und bedeutet eine übersteigerte
fehlgeleitete Reaktion unseres Immunsystems auf Teile unserer Umwelt.
Wässriger Schnupfen, rote juckende Augen, Kitzeln am Gaumen und
Atemnot sind die Folge", erklärt ARBÖ-Verkehrsmediziner Prof. Prim.
Dr. Josef Nagler, "derartige Zustände beeinträchtigen das Vermögen
ein Fahrzeug zu steuern manchmal in enormem Ausmaß - bis hin zur
Fahruntauglichkeit."

Am Beginn der Pollensaison stehen wieder Hasel, Erle und Beyfuss.
Bis Ende September dauert die Abfolge verschiedener Pflanzenblüten,
die immer mehr Menschen das Leben erschwert. Während dieser Zeit
atmet jeder Mensch pro Tag bis zu 8.000 Pollenkörner ein, bereits 50
davon genügen, um eine Pollenallergie bei einem Betroffenen
auszulösen.

Erleichterung ist möglich

Wenn möglich, sollten Pollenallergiker folgenden Punkten Beachtung
schenken, etwa bei der Wahl der Tageszeit zur Ausübung einer
Sportart:

* Die größte Pollenbelastung in ländlicher Umgebung erfolgt in den
Morgenstunden zwischen 4 und 10 Uhr.
* In den Mittagsstunden wird ein großer Teil der Pollen mit der Wärme
in die Luft getragen und verbreitet.
* Wenn die Luft am Nachmittag wieder abkühlt, sinken die Pollen zu
Boden und die Belastung der Landbewohner lässt nach.
* Im Stadtgebiet bleibt die Luft länger warm und somit auch die
Pollenbelastung länger erhöht.

Als langfristige Therapie gibt es die Möglichkeit der sogenannten
Desensibilisierung, aber auch die Akutsituation lässt sich
entschärfen. "Es gibt sehr wohl Erleichterung für den Patienten, mit
bestimmten Tabletten und Injektionen wird Pollenallergikern sehr
effektiv geholfen", weiß ARBÖ-Verkehrsmediziner Prof. Nagler, muss
aber auch einräumen: "Manche dieser Präparate führen als unerwünschte
Nebenwirkung zu Müdigkeit und Schläfrigkeit, können also die schon
bestehende Leistungsverminderung nochmals herabsetzen".

Prof. Nagler warnt abschließend: "Müssen Kraftfahrer als
Allergiker solche Mittel einnehmen, sollten sie sehr vorsichtig damit
umgehen und unbedingt die möglichen Nebenwirkungen berücksichtigen".

Rückfragehinweis: ARBÖ Presse und Öffentlichkeitsarbeit

Tel.: (01) 89121-244
e-mail:[email protected]
Internet: http://www.arboe.at

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