- 11.03.2002, 13:43:21
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Tourismus drängt unverändert auf europaweite Abstimmung der Ferientermine
Schenner: "Wichtiges Thema für Tourismusklausur der Bundesregierung!" - Es drohen Schäden für Wirtschaft und Umwelt
Wien (PWK182) - Nach dem Misserfolg der jüngsten Verhandlungen auf
EU-Ebene über europaweit akkordierte Sommerferientermine drängt die
Tourismuswirtschaft nunmehr energisch auf neue Aktionen der
Bundesregierung. Da, wie berichtet, eine Konzentration der deutschen
Ferientermine zwischen Mitte Juli und Ende August 2003 einen noch nie
dagewesenen Kollaps der Reiseströme und sonstiger
Tourismus-Infrastrukturen herbeizuführen droht, sei rasches Handeln
angesagt. "Wir fordern, dass dieses Thema mit Priorität bei der
kommenden Tourismus-Klausur der Bundesregierung in Obertauern
behandelt wird. Ohne zufriedenstellende Lösung sind schwere Schäden
für Wirtschaft und Umwelt und entsprechende Nachteile für Gäste und
Einheimische zu befürchten", erklärt der Obmann der Sparte Tourismus
und Freizeitwirtschaft, Komm.Rat Johann Schenner.
Schenner bedauert, dass die Chance vertan wurde, beim jüngsten
EU-Tourismusministerrat in Brüssel die Weichen für eine Abwehr dieser
Gefahren zu stellen. Mit großer Sorge habe man der offiziellen
Aussendung der EU nach Abschluss des Ministertreffens entnehmen
müssen, dass "kein Bedarf nach einer Koordination der europäischen
Schul- und Betriebsferienzeiten" bestehe. Dies stehe in krassem
Widerspruch zu der bereits jetzt oft unbefriedigenden Situation mit
kilometerlangen Staus und stundenlangen Wartezeiten in der
Hochsaison.
Bedauerlich sei insbesondere, dass seitens der EU auf die
verantwortlichen deutschen Politiker kein Druck ausgeübt werde, ihre
Entscheidungen zu überdenken. Damit drohe dem österreichischen
Tourismus ein direkter Schaden. Offenbar finde der Tourismus im
europäischen Bereich trotz seiner großen volkswirtschaftlichen
Bedeutung noch immer zu wenig Gehör. "Unsere Regierung kann jetzt in
den nächsten Wochen den Gegenbeweis antreten", fordert Schenner zu
raschem Handeln auf.
Die Interessensvertretung werde jedenfalls nicht bei ihren
Forderungen nach einer sinnvollen Entflechtung nachgeben", betont der
Tourismus-Sprecher der Wirtschaftskammer: "Von unseren Mitgliedern
wird verlangt, alles zu tun, um den Ganzjahrestourismus zu fördern.
Die Politik sendet hingegen genau die gegenteiligen Signale aus. Das
ist wirklich nicht einzusehen".
Die Tourismuswirtschaft fordert weiters, dass die Ferienpraktika für
die rund 7.500 Schüler an Österreichs Tourismusschulen künftig
teilweise auch im Winter absolviert werden können. Dies käme den
Schülern und Eltern genauso entgegen wie den Betrieben, stellt
Schenner abschließend fest. (hp)
Rückfragehinweis: Wirtschaftskammer Österreich
Bundessektion Tourismus und Freizeitwirtschaft
Dr. Michael Raffling
Tel.: (++43-1) 50105-3567
Fax: (++43-1) 50105-263
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