Schasching kritisiert Haupt: Einkommensschere klafft immer weiter auseinander

Wien (SK) Zahlen sind dankbar und Papier ist bekanntlich geduldig. "Die Aussage von Minister Haupt, die Bundesregierung habe in den letzten zwei Jahren 50.000 Frauen mehr in die Beschäftigung geführt, hat auch eine Kehrseite", so die SPÖ-Abgeordnete Beate Schasching. "Bedenkt man nämlich, dass die meisten Frauen Teilzeit- oder Geringfügig beschäftigt sind, sind diese Zahlen relativ." Studien würden belegen, dass über 80 Prozent der Teilzeitbeschäftigung in Österreich von Frauen verrichtet wird. Auch die Einkommensschere zwischen Männern und Frauen klaffe immer weiter auseinander, so dass Frauen - auch in gleichwertigen Berufen - weniger verdienen als ihre männlichen Kollegen, erörterte Schasching am Montag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. ****

Schasching fragt sich, "auf welcher Seite Minister Haupt steht" und kritisierte, "wie kurzsichtig die gesamte Bundesregierung handelt." "Die Einführung des Kindergeldes als Armutsbekämpfung mag vielleicht Studentinnen und Bäuerinnen kurzfristig Erleichterung bringen. Für Frauen, die aber aus dem Arbeitsprozess heraus gerissen werden, stellt es eine Falle dar. Denn längerfristig gesehen gibt es ihnen den Anreiz, genau wieder in die traditionellen Rollenbilder zurück zu kehren, die für sie weniger Verdienst, weniger Anerkennung und weniger Chancen bedeuten."

So schlägt Schasching vor: "Um Armut wirklich zu bekämpfen, bedarf es anderer und längerfristigerer Programme. Ein flächendeckendes und ganztägiges Kinderbetreunungsangebot sowie Wiedereinstiegshilfen für Frauen nach der Baby-Pause sollten eine Selbstverständlichkeit sein. Aber das entspricht offensichtlich nicht dem schwarz-blauen Weltbild. Wieder einmal hat sich Haupt entlarvt: Er ist ja doch ein Männerminister", so die Abgeordnete. (Schluss) hm/mp

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