ORF-Landesstudio Niederösterreich LAND UND LEUTE 06/2002 Sendedatum: Samstag, 16. März 2002 16.25 Uhr Wiederholungen: Samstag,16. März 2002 01.55 Uhr

St. Pölten (OTS) - Seminar für Singlebauern
Bericht: Christian Schrenk/Oberösterreich

Wenn der Jungbauer keine Partnerin findet, bedeutet das in Folge oft das Ende des landwirtschaftlichen Betriebes. In Teilen Österreichs wird das tatsächlich zu einem Problem, durch das oft ganze Regionen zu verweisen drohen. Seminare sollen Jungbauern deshalb helfen, die richtige Partnerin fürs gemeinsame Leben zu finden. "Land und Leute" hat auf oberösterreichischen Bauernhöfen Partnerinnen suchende Landwirte besucht und sie auf ein Single-Seminar begleitet.

Bauern trainieren Bauern

Bericht: Christine Jentsch/Tirol
Wie werde ich ein richtiger Unternehmer - wie manage ich meinen Hof - was kann ich besser machen, wie kann ich meine Ziele verwirklichen? Das und vieles mehr wird Bauern von Bauern in Spezialseminaren nahegebracht. Ein Trainer ist z. B. Stefan Lindner jun. aus Oberndorf bei Kitzbühel. Er hat sich in erster Linie um den landwirtschaftlichen Betrieb seines Vaters gekümmert, hat noch eine Ausbildung in der Hotelfachschule absolviert und trainiert jetzt Landwirte, um ihnen Fähigkeiten in die Hand zu geben, um ihren Hof und ihren oft angeschlossenen Pensionsbetrieb besser und effizienter führen zu können. Das hat in Tirol gut eingeschlagen. Landwirte schätzen es, wenn sie von Kollegen hören "wie es gehen kann", anstatt von oft "hochqualifizierten Managern" unterrichtet zu werden, die oft vom "Bauernwesen" nicht viel verstehen.

Bakterien gegen Gestank

Bericht: Markus Sint/Tirol

Ausgestunken hat es auf der Deponie Riederberg bei Wörgl. Viel haben die Betreiber versucht, um das Geruchsproblem in den Griff zu bekommen und damit die seit Jahren verärgerten Anrainer zu beruhigen. Doch alles vergeblich. Nichts hat gegen den unerträglichen Gestank geholfen. Bis von einem Käsemeister eine einfache, aber wirkungsvolle Lösung gefunden wurde. Die heißt: Effektive Mikroorganismen. Die kleinen Dinger fressen den Gestank einfach auf. Was zuerst als Probebetrieb gelaufen ist, hat sich mittlerweile bewährt. Und auch die Anrainer sind zufrieden - sie können wieder bei offenem Fenster schlafen, können ihre Gärten benützen und selbst ihre frisch gewaschene Wäsche hängt jetzt wieder im Freien zum Trocknen.

Spinnrunde Kapellen

Bericht: Herbert Schaden/Steiermark

Vor 25 Jahren wurde sie gegründet - die Spinnrunde Kapellen in der Steiermark. Im Winter 1977 holten einige Frauen alte Spinnräder hervor und lernten wieder den Umgang mit dem leise surrenden Arbeitsgerät. Einmal pro Woche - bis zum 17. März, wenn die "Maus den Faden abbeißt" und die Feldarbeit wieder beginnt - wie eine alte Bauernregel besagt. Die Spinnrunde Kapellen ist aber nicht nur der Tradition verpflichtet - sie ist auch Impulsgeber für die Schafhalter der gesamten Region. Die Schafwolle hat wieder an Wert gewonnen, für die Bauern wurde die Schafhaltung so wieder eine rentable Wirtschaftsform.

Die Sendung wird präsentiert von Birgit Perl

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