- 11.03.2002, 09:56:52
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Stadtbibliothek übernahm Tagblatt-Archiv der AK=
Sammlung von biographischem Material ab sofort benützbar
Wien, (OTS) "Die Wiener Stadt- und Landesbibliothek hat mit
Jahresbeginn das Tagblatt-Archiv von der Arbeiterkamm Wien
übernommen. Auf dem einzigen Zeitungsarchiv, das den Zweiten
Weltkrieg überdauert hat, basieren zahlreiche wissenschaftliche und
journalistische Arbeiten. Für die Gestaltung von Ausstellungen wurde
es berücksichtigt und Hugo Portisch hat bei seinen bekannten
Fernsehserien über Österreich I und II darauf zurückgegriffen. Ein
zentraler Bestandteil des Archivs, die Sammlung von biographischem
Material, wurde bereits neu aufgestellt und kann ab sofort in der
Wiener Stadt- und Landesbibliothek benützt werden.****
Die Bibliothek verwahrt bereits umfangreiche Sammlungen von
Zeitungsausschnitten zu Politik und Geschichte Wiens, etwa die
Sammlung Wiesinger aus den Jahren 1869 bis 1896, die Sammlung des
Pressebüros des Wiener Bürgermeisters von 1918 bis 1934 oder die
Wurzbach-Dokumentation, eine Sammlung der Unterlagen zum
"Biographischen Lexikon des Kaiserthumes Österreichs", die Constantin
von Wurzbach, der Verfasser des Lexikons, angelegt hat und die rund
1.400 Kartons umfasst.
Das Tagblatt-Archiv enthält aber neben den Zeitungsausschnitten
auch Nachlässe, Plakate und Photos, die die Bestände der Bibliothek
ebenfalls hervorragend ergänzen. Materialien zu den Anfängen der
Frauenbewegung in Österreich, zu Karl Kraus und seinem Umkreis
(Freunde wie Gegner) und zur Arbeiterliteratur bilden schon jetzt
Schwerpunkte der Bibliotheksbestände und werden durch die im
Tagblatt-Archiv vorhandenen Nachlässe bereichert.
Wert und Vorteile eines solchen Archivs liegen auf der Hand. Wer
bedenkt, welche Mühe es bedeutet, alte Zeitungen im Hinblick auf ein
bestimmtes Thema auszuwerten, weis den raschen Zugriff auf die
Sammlungen zu schätzen. Nicht selten wird der Besucher überrascht
sein, völlig unbekanntes Material zu entdecken - Unbekanntes von
namhaften Persönlichkeiten wie Sigmund Freud und Alfred Adler, Hans
Kelsen, Josef Schumpeter, Ludwig Mises, Hermann Broch, Joseph Roth
und Oskar Kokoschka, das inzwischen Eingang in die wissenschaftliche
Literatur gefunden hat."
Weitere Informationen:
o Wiener Stadt- und Landesbibliothek: www.stadtbibliothek.wien.at/
(Schluss) gab/bs
Rückfragehinweis: PID-Rathauskorrespondenz:
www.wien.at/vtx/vtx-rk-xlink/
Dr. Martin Gabriel
Tel.: 4000/81 842
e-mail: [email protected]
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