VSStÖ, aks, SJ: Die Republik ist weiblich - Frauen sind mehr

Medienaktion: "Nutzen wir die Chance, gestalten wir die Zukunft mit!"

Wien (SK) Der Verband Sozialistischer StudentInnen (VSStÖ), die Aktion kritischer SchülerInnen (aks) und die Sozialistische Jugend (SJ) machten am heutigen Frauentag mit einer Medienaktion auf Handlungsbedarf in der Frauenpolitik aufmerksam. Dem Diskriminierung des weiblichen Geschlechts ob offen oder versteckt betreffe alle Bereiche der Gesellschaft. ****

"Egal ob in der Ausbildung, im Job oder im Familienleben, Frauen leisten einen Großteil der oft unbezahlten Sozialarbeit, haben es aber um einiges schwerer, ihren Fähigkeiten entsprechend behandelt zu werden", so Steffi Vasold, SJ-Frauensprecherin. Obwohl Frauen mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung darstellen, würden sie weder entsprechend in demokratischen Institutionen vertreten (weltweit seien nur 14 Prozent aller ParlamentarerInnen Frauen), noch würden sie in Sprache und Medien entsprechend berücksichtigt werder. So stellte "Mediawatch" fest, dass lediglich 14,6 Prozent der gesamten Redezeit der "ZiB 1" von Frauen gestaltet werden. Mittlerweile haben wissenschaftliche Untersuchungen ergeben, dass männliche Sprachformen Frauen gedanklich ausschließen würden.

"Auch im Unterricht wird ein patriarchalisches Verständnis von Gesellschaft vermittelt, das sich dadurch Generation für Generation reproduziert", meint Laura Dobusch, Frauenkoordinatorin der aks. Studien würden zeigen, dass die LehrerInnen den männlichen Schülern mehr Aufmerksamkeit widmen als den weiblichen. Schulbücher seien geprägt von der Schilderung traditioneller Rollenbilder und Wertvorstellungen, Frauen würden dadurch automatisch in die Klischeevorstellung der Hausfrau und Mutter gedrängt.

Dass die Benachteiligung des weiblichen Geschlechts auch vor den Universitäten nicht Halt mache, sei hinlänglich bekannt: "Nicht zufällig gibt es keine einzige Rektorin in ganz Österreich, nur ein minimaler Prozentsatz der ProfessorInnen (rund sieben Prozent) ist weiblich, die Einführung der Studiengebühren trifft vor allem Frauen", zieht Eva Schiessl, Bundesvorsitzende des VSStÖ, Bilanz.

"Angesichts dieser Verhältnisse ist es höchste Zeit, das Ruder selbst in die Hand zu nehmen. Frauen sichtbar machen - in Gesellschaft und Politik", so die beteiligten Organisationen. (Schluss) hm/mp

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