Auszeichnung für Wien beim Wettbewerb "Autofreier Tag 2001"

Aktionswochenende "Umweltfreundlich Mobil 2001" in Wien war ein großer Erfolg

Wien, (OTS) "Bewegung findet Stadt-Umweltfreundlich Mobil" -unter diesem Motto veranstaltete die Stadt Wien vom 20.9.-23. September 2001 rund um den europaweiten Aktionstag "In die Stadt ohne mein Auto" ein ganzes Aktionswochenende. Die Wienerinnen und Wiener wurden von der Wiener Stadtregierung aufgerufen, möglichst oft das Auto zu Hause zu lassen und auf umweltfreundliche Mobilitätsformen, wie Laufen, Inlineskaten, Radfahren, zu Fuß gehen oder auf öffentliche Verkehrsmittel umzusteigen. Diese Aktion der Stadt Wien wurde im Rahmen des Wettbewerbes "Autofreier Tag 2001 - Die besten Projekte in Österreich" mit einem Hauptpreis belohnt. Die Auszeichnung wurde am Dienstag anlässlich des Startworkshops zum "Autofreien Tag 2002" in Salzburg vom Wiener Gemeinderat Paul Zimmermann (SPÖ) und Regina Köppl (Klimaschutzkoordinationsstelle der Stadt Wien) übernommen.****

Das Aktionswochenende in Wien war ein großer Erfolg: an allen Tagen war in den inneren Bezirken deutlich weniger Autoverkehr zu verzeichnen. Mehr als 200.000 Wienerinnen und Wiener nützten an diesem Wochenende die Gelegenheit, sich auf zahlreichen Veranstaltungen über umweltfreundliche Mobilitätsformen zu informieren.

Da verkehrsbedingte Emissionen einen großen Beitrag zum Treibhauseffekt liefern, nimmt das Handlungsfeld Mobilität einen maßgeblichen Stellenwert im Klimaschutzprogramm der Stadt Wien (KliP Wien) ein. Es geht vor allem darum, Verkehr zu vermeiden, Verkehr auf umweltfreundliche Mobilitätsformen zu verlagern und die Effizienz der Verkehrsmittel zu steigern.

Zahlreiche Mobilitätsprojekte wurden in Wien bereits verwirklicht

Zu den zahlreichen Mobilitätsprojekten, die in Wien schon realisiert wurden, zählen:

o Attraktivierung des Fußgängerverkehrs

Für kurze Strecken sollte das Auto zu Hause gelassen werden. Zum Bäcker um die Ecke, oder zur Trafik kann man auch zu Fuß gehen, das ist nicht nur umweltfreundlich, sondern trägt auch zur Gesundheit bei. Um dies zu demonstrieren und die Bürgerinnen und Bürger anzuregen, öfter einmal zu Fuß zu gehen, wurden in derzeit sieben Wiener Gemeindebezirken "Walking Miles" errichtet. Sie sind selbst für ungeübte Marschierer leicht absolvierbar, da die Streckenlängen sich zwischen rund 1 Kilometer und etwa 2,5 Kilometer bewegen. Die "Walking Miles" sind speziell beschildert und führen den fitnessbewussten Spaziergeher zu kulturellen Besonderheiten und Sehenswürdigkeiten. Informationen dazu gibt es im Internet unter www.wien.at/herz/walking_miles.htm

o Attraktivierung des Radverkehrs

50 Prozent der Autofahrten in Wien sind kürzer als 5 km. In diesem Bereich liegt das ideale Einsatzgebiet für das Fahrrad. Die Stadt Wien setzt auch hier zahlreiche Initiativen. So wurde
in den letzten Jahren das Radwegenetz auf 835 km erweitert, was eine Verdoppelung der Netzlänge seit 1991 bedeutet.
Im Jahr 2000 wurde das Programm "Radverkehr 2000" ausgearbeitet, das neben der Verbesserung der Infrastruktur auch Marketinginitiativen, wie Kommunikations- und Informationsmaßnahmen beinhaltet und die Basis für weitere Verbesserungen sein wird. Das Faltblatt "fahrrad in Wien" der MA 18 (im Internet unter www.wien.at/stadtentwicklung/radwege/folder.htm ) sowie die Informationsplattform www.wien.at/verkehr/radfahren/ sind wichtige Beiträge dazu.

o Ausbau und Verbesserung des öffentlichen Verkehrs

Auf insgesamt 117 U-Bahn-, Straßenbahn- und Autobuslinien waren im Jahr 2001 rund 725 Mio. Fahrgäste unterwegs. Dies ist auf bereits umgesetzte oder im Laufen befindliche Projekte, wie den weiteren Ausbau der U-Bahn, den Einbau von Aufzügen, die teilweise Umstellung auf Niederflurstraßenbahnen (ULFs) und Niederflurbussen sowie auf Beschleunigungs- und Bevorrangungsmaßnahmen zurückzuführen, die auch in Zukunft zügig fortgesetzt werden sollen.

o Fahrgemeinschaften - CarPooling

Rund 200.000 Menschen pendeln täglich nach Wien in die Arbeit, bis zum Jahr 2010 soll dieser Pendlerverkehr um 10 Prozent reduziert werden. Damit diese ehrgeizige Ziel erreicht wird, initiierte Verkehrsstadtrat Dipl.-Ing. Rudolf Schicker im November 2001 das Projekt "fahrgemeinschaften.at", das der Vermittlung von Fahrgemeinschaften dient. Dafür wurde eine eigene Homepage (www.fahrgemeinschaften.at) geschaffen, sowie ein Folder und eine CD-ROM herausgegeben. Interessierte Pendlerinnen und Pendler können sich auf der Homepage oder über den Folder anmelden und bekommen dann eine Kontaktliste zugeschickt.

o CarSharing

Für viele Menschen, die nur gelegentlich ein Auto benötigen, bietet sich das sogenannte CarSharing an. In Wien stehen derzeit 60 Fahrzeuge zum Teilen bereit. Die Autos können nach vorheriger Reservierung von einem der 42 in Wien befindlichen Abholplätze abgeholt werden. Nähere Infos dazu unter www.denzeldrive.at/. Inhaberinnen und Inhaber von Jahresnetzkarten der Wiener Linien haben besondere Konditionen. (Schluss) köp/mdkli

Rückfragen & Kontakt:

www.wien.at/vtx/vtx-rk-xlink/
Regina Köppl
MD-Klimaschutzkoordinationsstelle
Tel.: 4000/75084, Handy: 0664/815 61 75
e-mail: koe@mdk.magwien.gv.at

PID-Rathauskorrespondenz:

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NRK/NRK