- 05.03.2002, 12:32:42
- /
- OTS0141 OTW0141
Auszeichnung für Wien beim Wettbewerb "Autofreier Tag 2001"=
Aktionswochenende "Umweltfreundlich Mobil 2001" in Wien war ein großer Erfolg
Wien, (OTS) "Bewegung findet Stadt-Umweltfreundlich Mobil" -
unter diesem Motto veranstaltete die Stadt Wien vom 20.9.-23.
September 2001 rund um den europaweiten Aktionstag "In die Stadt ohne
mein Auto" ein ganzes Aktionswochenende. Die Wienerinnen und Wiener
wurden von der Wiener Stadtregierung aufgerufen, möglichst oft das
Auto zu Hause zu lassen und auf umweltfreundliche Mobilitätsformen,
wie Laufen, Inlineskaten, Radfahren, zu Fuß gehen oder auf
öffentliche Verkehrsmittel umzusteigen. Diese Aktion der Stadt Wien
wurde im Rahmen des Wettbewerbes "Autofreier Tag 2001 - Die besten
Projekte in Österreich" mit einem Hauptpreis belohnt. Die
Auszeichnung wurde am Dienstag anlässlich des Startworkshops zum
"Autofreien Tag 2002" in Salzburg vom Wiener Gemeinderat Paul
Zimmermann (SPÖ) und Regina Köppl (Klimaschutzkoordinationsstelle der
Stadt Wien) übernommen.****
Das Aktionswochenende in Wien war ein großer Erfolg: an allen
Tagen war in den inneren Bezirken deutlich weniger Autoverkehr zu
verzeichnen. Mehr als 200.000 Wienerinnen und Wiener nützten an
diesem Wochenende die Gelegenheit, sich auf zahlreichen
Veranstaltungen über umweltfreundliche Mobilitätsformen zu
informieren.
Da verkehrsbedingte Emissionen einen großen Beitrag zum
Treibhauseffekt liefern, nimmt das Handlungsfeld Mobilität einen
maßgeblichen Stellenwert im Klimaschutzprogramm der Stadt Wien (KliP
Wien) ein. Es geht vor allem darum, Verkehr zu vermeiden, Verkehr auf
umweltfreundliche Mobilitätsformen zu verlagern und die Effizienz der
Verkehrsmittel zu steigern.
Zahlreiche Mobilitätsprojekte wurden in Wien bereits
verwirklicht
Zu den zahlreichen Mobilitätsprojekten, die in Wien schon
realisiert wurden, zählen:
o Attraktivierung des Fußgängerverkehrs
Für kurze Strecken sollte das Auto zu Hause gelassen werden. Zum
Bäcker um die Ecke, oder zur Trafik kann man auch zu Fuß gehen, das
ist nicht nur umweltfreundlich, sondern trägt auch zur Gesundheit
bei. Um dies zu demonstrieren und die Bürgerinnen und Bürger
anzuregen, öfter einmal zu Fuß zu gehen, wurden in derzeit sieben
Wiener Gemeindebezirken "Walking Miles" errichtet. Sie sind selbst
für ungeübte Marschierer leicht absolvierbar, da die Streckenlängen
sich zwischen rund 1 Kilometer und etwa 2,5 Kilometer bewegen. Die
"Walking Miles" sind speziell beschildert und führen den
fitnessbewussten Spaziergeher zu kulturellen Besonderheiten und
Sehenswürdigkeiten. Informationen dazu gibt es im Internet unter
www.wien.at/herz/walking_miles.htm
o Attraktivierung des Radverkehrs
50 Prozent der Autofahrten in Wien sind kürzer als 5 km. In
diesem Bereich liegt das ideale Einsatzgebiet für das Fahrrad. Die
Stadt Wien setzt auch hier zahlreiche Initiativen. So wurde
in den letzten Jahren das Radwegenetz auf 835 km erweitert, was eine
Verdoppelung der Netzlänge seit 1991 bedeutet.
Im Jahr 2000 wurde das Programm "Radverkehr 2000" ausgearbeitet, das
neben der Verbesserung der Infrastruktur auch Marketinginitiativen,
wie Kommunikations- und Informationsmaßnahmen beinhaltet und die
Basis für weitere Verbesserungen sein wird. Das Faltblatt "fahrrad in
Wien" der MA 18 (im Internet unter
www.wien.at/stadtentwicklung/radwege/folder.htm ) sowie die
Informationsplattform www.wien.at/verkehr/radfahren/ sind wichtige
Beiträge dazu.
o Ausbau und Verbesserung des öffentlichen Verkehrs
Auf insgesamt 117 U-Bahn-, Straßenbahn- und Autobuslinien waren
im Jahr 2001 rund 725 Mio. Fahrgäste unterwegs. Dies ist auf bereits
umgesetzte oder im Laufen befindliche Projekte, wie den weiteren
Ausbau der U-Bahn, den Einbau von Aufzügen, die teilweise Umstellung
auf Niederflurstraßenbahnen (ULFs) und Niederflurbussen sowie auf
Beschleunigungs- und Bevorrangungsmaßnahmen zurückzuführen, die auch
in Zukunft zügig fortgesetzt werden sollen.
o Fahrgemeinschaften - CarPooling
Rund 200.000 Menschen pendeln täglich nach Wien in die Arbeit,
bis zum Jahr 2010 soll dieser Pendlerverkehr um 10 Prozent reduziert
werden. Damit diese ehrgeizige Ziel erreicht wird, initiierte
Verkehrsstadtrat Dipl.-Ing. Rudolf Schicker im November 2001 das
Projekt "fahrgemeinschaften.at", das der Vermittlung von
Fahrgemeinschaften dient. Dafür wurde eine eigene Homepage
(www.fahrgemeinschaften.at) geschaffen, sowie ein Folder und eine
CD-ROM herausgegeben. Interessierte Pendlerinnen und Pendler können
sich auf der Homepage oder über den Folder anmelden und bekommen dann
eine Kontaktliste zugeschickt.
o CarSharing
Für viele Menschen, die nur gelegentlich ein Auto benötigen,
bietet sich das sogenannte CarSharing an. In Wien stehen derzeit 60
Fahrzeuge zum Teilen bereit. Die Autos können nach vorheriger
Reservierung von einem der 42 in Wien befindlichen Abholplätze
abgeholt werden. Nähere Infos dazu unter www.denzeldrive.at/.
Inhaberinnen und Inhaber von Jahresnetzkarten der Wiener Linien haben
besondere Konditionen. (Schluss) köp/mdkli
Rückfragehinweis: PID-Rathauskorrespondenz:
www.wien.at/vtx/vtx-rk-xlink/
Regina Köppl
MD-Klimaschutzkoordinationsstelle
Tel.: 4000/75084, Handy: 0664/815 61 75
e-mail: [email protected]
OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NRK/NRK






