• 05.03.2002, 12:23:29
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  • OTS0136 OTW0136

Qualifizierungsoffensive Instrument für mehr Chancen am Arbeitsmarkt

GBH: Finanzierung durch sofortige Freigabe der Reserven des AMS!

Brunn/Gebirge (GBH/ÖGB). Anlässlich der Beratungen des
Bundesvorstandes der Gewerkschaft Bau-Holz zu den explodierenden
Arbeitslosenzahlen in Österreich - rund 100.000 Menschen sind allein
in den Bau- und Holzbranchen arbeitslos - wurden die Forderungen nach
der Umsetzung eines Struktur- und Arbeitsmarktfonds für
ArbeitnehmerInnen in der Bauwirtschaft erneuert.++++

Die Entwicklung der letzten Jahre zeigt, dass es insbesondere in
der Bauwirtschaft einen deutlichen Strukturwandel gibt. Ausdruck
dieses Wandels sind nicht nur der Konzentrationsprozess in der
Bauindustrie und die Änderungen in den Auftragsstrukturen, sondern
auch die veränderten Anforderungen an das Profil eines Bauarbeiters.
Unzureichend ausgebildete ArbeitnehmerInnen haben in der
Bauwirtschaft zunehmend Schwierigkeiten, einen adäquaten Arbeitsplatz
zu finden.

Johann Driemer, Bundesvorsitzender der Gewerkschaft Bau-Holz und
ÖGB-Vizepräsident: "Die Gewerkschaft Bau-Holz hat als Reaktion auf
das lange absehbare Nahen einer Baukrise Ausbildungs- und
Qualifizierungskonzepte für den Baubereich ausgearbeitet . Mit dem
Struktur- und Arbeitsmarktfonds für Bauarbeiter liegt seit langem ein
fertiges Konzept vor - es mangelt nur an der Umsetzung durch die
politisch Verantwortlichen."

Ziel des Struktur- und Arbeitsmarktfonds ist es, durch
Qualifizierungsmaßnahmen die ArbeitnehmerInnen besser qualitäts- und
bedarfsorientiert auszubilden und zielgerichteter zu vermitteln. Der
Bundesvorstand der Gewerkschaft Bau-Holz fordert die Bundesregierung
deshalb auf, die GBH einzubinden und dieses praxisgerechte Konzept
bei der weiteren Ausarbeitung einer Arbeitsstiftung keinesfalls außer
Acht zu lassen.

Driemer: "Die Finanzierung eines solchen Struktur- und
Arbeitsmarktfonds könnte aus den Überschüssen des AMS garantiert
werden - würden diese Überschüsse nicht auch 2002 zur Budgetsanierung
abgeschöpft. Um das Dogma Nulldefizit zu erreichen, wird dem AMS im
heurigen und im nächsten Jahr rund 2 Milliarden Euro entzogen werden.
Nur deshalb kann auf das Explodieren der Arbeitslosenzahlen nicht
ausreichend reagiert werden."

Driemer abschließend: "Der Überschuss aus der
Arbeitslosenversicherung muss für eine aktive Arbeitsmarktpolitik
genutzt werden, wobei insbesondere die Aus- und Weiterbildung sowie
die Qualifizierung der ArbeitnehmerInnen im Vordergrund stehen muss.
Schluss mit der Aushöhlung der finanziellen Grundlagen des AMS zum
Schaden der Arbeitslosen!"

ÖGB, 5. März 2002
Nr. 184

Der ÖGB unterstützt das Volksbegehren "Sozialstaat Österreich" vom 3.
bis 10. April 2002. Machen Sie mit! Jede Stimme zählt.

Rückfragehinweis: Gewerkschaft Bau-Holz

Presse und Öffentlichkeitsarbeit
Mag. Sonja Schmid
Tel. 01/401 47-246
E-Mail: [email protected]

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