Bartenstein und Rossmann: Nationalparks liegen im Tourismustrend

Hauptergebnisse der Studie "Nationalparks und Tourismus in Österreich 2001"

Wien (BMWA/OTS) - Nationalparks liegen voll im Tourismustrend und tragen wesentlich zur Erfolgsgeschichte des österreichischen Tourismus bei, betonten Wirtschafts- und Arbeitsminister Bartenstein und Tourismusstaatssekretärin Rossmann am Sonntag. In den fast 65.000 Gästebetten wurden im Jahr 2000 über 6,4 Millionen Nächtigungen erzielt, das waren 6% aller Nächtigungen in Österreich. Beachtlich sind die wirtschaftlichen Effekte. Jeder Euro, der im Sektor Nationalpark von der öffentlichen Hand investiert wird, bewegt einen weiteren Euro. 2001 beliefen sich die Ausgaben des Bundes und der Länder für die fünf bestehenden Parks auf 26,16 Millionen Euro. Zu diesem Ergebnis kommt eine vom Wirtschaftsministerium in Auftrag gegebene Studie zum Thema "Nationalparks und Tourismus in Österreich 2001" des Institutes für touristische Raumplanung (ITR).****

Die Zahl der Nationalpark-Besucher hat sich im Gegensatz zur allgemeinen Sommernachfrage in den letzten Jahren deutlich erhöht. Wesentlich dazu beigetragen hat eine sehr breite Palette spezifischer Einrichtungen und Betreuungsprogramme in hoher Qualität. So liegt die Zahl der Nationalparkbesucher im Sommer zwischen 400.000 und 450.000. In der Saison 2001 besuchten zwischen 40.000 und 60.000 Urlauber die Nationalparks, die ohne diese nicht in die Region gekommen wären ("engster Kreis"). Die Nächtigungszahl lag zwischen 200.000 und 300.000. Die geschätzten Primärumsätze dieses Kreises der Nationalparkbesucher erreichten im Sommer 2001 eine Größenordnung zwischen 18,82 Millionen Euro und 24,71 Millionen Euro, die touristische Wertschöpfung lag zwischen 14,17 Euro Millionen und 19,26 Millionen Euro.

Die positive Resonanz bei den Gästen trägt immer mehr dazu bei, die Skepsis der einheimischen Bevölkerung gegenüber der Errichtung von Nationalparks zu minimieren. Die fünf bestehenden Nationalparks Österreichs - Hohe Tauern, Kalkalpen, Neusiedler See-Seewinkel, Donau-Auen und Thayatal - sowie der in Realisierung befindliche Nationalpark Gesäuse dienen nicht nur dem Naturschutz, sie bieten auch hervorragende Erholungsmöglichkeiten für eine steigende Zahl von Menschen. Die Flächenausdehnung umfasst mit 2.300 qkm ungefähr 3% des Staatsgebietes. In den insgesamt 64 Nationalparkgemeinden leben 141.400 Menschen von denen 6.600 im Tourismus tätig sind.

Für die Tourismuswirtschaft in den Nationalparkregionen zeigen sich überdurchschnittlich gute Perspektiven und Entwicklungsmöglichkeiten. Ausschlaggebend dafür sind das wertvolle Kapital an intakter Umwelt und Landschaft und der zunehmende Trend, Urlaub und Freizeit in diesem Umfeld verbringen zu wollen.

Die Kooperation zwischen Nationalparkverwaltungen und Tourismus wird von beiden Seiten als sehr effizient und effektiv bezeichnet. Das Besuchermanagement bereitet in den Nationalparks keine Probleme und auch die Aufnahmekapazitäten sind noch nicht erschöpft.

Die Studie kommt zu dem Schluss, dass sich das bereits vielfältige nationalparktouristische Angebot in Österreich auch in Zukunft behaupten wird, wenn eine Reihe von Forderungen bzw. Maßnahmen realisiert werden. Diese sind zum Beispiel eine höhere Akzeptanz bei der Politik, die Bereitstellung ausreichender Finanzmittel für die gesamte jeweilige Nationalpark-Region, eine nationalparkkonforme touristische Angebotsentwicklung, die gemeinsame Vermarktung unter der Dachmarken-Organisation "Nationalparks Austria", inklusive einer verbesserten Internet-Lösung, die Realisierung der Angebotsgruppe "Nationalparks Austria" und die Schaffung klarer regionaler Strukturen zwischen Nationalparkverwaltung und Tourismusorganisation zur bestmöglichen Vermarktung sowie eine systematische und regelmäßige Marktforschung.

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