Dichtung und Wahrheit am Beispiel "Abgabe des Krankenhauses Bludenz"

Bludenz (OTS) - Aus dem Rathaus der Stadt Bludenz ist zu
vernehmen, dass die Verhandlungen der Stadt mit dem Land Vorarlberg bezüglich Abgabe des Krankenhauses Bludenz bestens verlaufen seien, Ende März abgeschlossen würden und damit die qualitativ hochwertige medizinische Versorgung des Bezirkes Bludenz gesichert sei.

Demg egenüber steht die Realität, der sich das Bludenzer Verhandlungsteam nicht entziehen kann und die auf jeden Bürger des Bezirkes zukommt:

- Die Vorstellungen der Stadt bezüglich Kaufpreis liegen bei rund 6,3 Mio. Euro, ohne jede weitere Beteiligung der Stadt am Selbstbehalt als Standortgemeinde. Das Land spricht hingegen von einem "Ablösebetrag" in der Höhe von ca. 2,5 Mio Euro mit Beteiligung der Stadt am Abgang in der Höhe von 14 Prozent, in Form eines Selbstbehaltes!

- Die Stadt Bludenz will, entsprechend der Bedeutung des größten Vorarlberger Bezirkes, die "erweiterte Grundversorgung" beibehalten wissen. Das Land strebt hingegen das Ziel des ÖKAP 2005 (Österreichischer Krankenanstaltenplan) an, der eine Reduktion der bestehenden Angebotspalette mit sich bringt.

- Es mag ein Zufall sein, dass gerade die gemeindeeigenen Krankenhäuser Vorarlbergs (Dornbirn, Hohenems und Bludenz) von der leistungsorientierten Krankenhausfinanzierung (LKF) am meisten profitierten. Es ist aber mit Sicherheit kein Zufall, dass die Kostenstruktur des Bludenzer Krankenhauses zu den günstigsten des Landes zählt und damit der "Moloch" Vorarlberger Krankenhaus -Betriebsgesellschaft (KHBG) in arge Verlegenheit gekommen ist!

- Das Land sitzt zwar am Verhandlungstisch, ist aber seit über einem Jahr nicht mehr Rechtsträger der so genannten Landesspitäler. Die Rechtsträgerschaft ist der KHBG übertragen worden!

- Was passiert mit dem Pflegeheim? Diese Problematik ist noch nicht einmal angesprochen worden!

- Bürgermeister Kraft und seine Verhandlungspartner vom Land werden nicht müde, immer darauf zu verweisen, dass kein Mitarbeiter gekündigt werde. In welchen Bereichen werden jedoch jene Mitarbeiter des Wirtschaftszweiges eingesetzt werden, deren Arbeitsplätze den von Dir. Patsch angekündigten "Synergieeffekten" zum Opfer fallen werden?

Angesichts derart unterschiedlicher Positionen kann man an ein Ende der Verhandlungen Ende März 2002 nur dann glauben, wenn einer der beteiligten Partner seine Position aufgibt. Man kann gespannt sein, welcher Partner über die Klinge springt!

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Dipl. Ing. Günther Pircher,
05552/32736 oder 0664/4218225
(Schluss)SPÖ-Stadtorganisation Bludenz,

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