• 02.03.2002, 11:11:05
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Morak eröffnet Ausstellung über den Russischen Realismus in der Kunsthalle Krems

"Russland - Repin und die Realisten" bis 2. Juni

* G E S P E R R T bis 02.03.2002, 16:00 Uhr *

Wien (OTS) - "Die hier gezeigten Bilder sind mehr als ein
regionales Dokument der Mentalität ihrer Zeit. Sie belegen den tiefen
Zusammenhang der russischen künstlerischen Entwicklung mit der
gesamteuropäischen", so Kunststaatssekretär Franz Morak, anlässlich
der Eröffnung der Ausstellung "Russland - Repin und die Realisten",
die in der Kunsthalle Krems gemeinsam mit dem Staatlichen Russischen
Museum in St. Petersburg ab 3. März gezeigt wird.

Die russischen Maler sind ein Teil jenes großen,
gesamteuropäischen Aufbegehrens der rebellischen Moderne gegen eine
etablierte, im dekorativen und ornamentalen erstickende,
Kunstauffassung, sie waren - künstlerisch und politisch - auf der
Höhe der Zeit, sowohl was ihre Heimat Russland betraf wie auch vom
gesamteuropäischen Gesichtspunkt her betrachtet, so Morak weiter. In
diesem Zusammenhang erinnerte Morak an die Pariser Impressionisten,
die ein neues Paradigma in der Malerei, propagierten oder an die
"Sezession" in Wien einige Jahrzehnte später.

Durch diese Ausstellung werde eine Informationslücke geschlossen,
da die österreichische und internationale Rezeption der
künstlerischen Entwicklung Russlands äußerst unausgewogen sei. Viele
Faktoren haben diesen Zustand verursacht: die Existenz des "Eisernen
Vorhangs", der westliche Antikommunismus aber auch die staatlich
gelenkte sowjetische Kulturpolitik und die damit verbundene fast
freiwillige jahrzehntelange Auskoppelung Russlands aus dem
gesamteuropäischen Kunstbetrieb, so Morak anlässlich der Eröffnung.

Dadurch sei eine äußerst selektive Wahrnehmung entstanden. "Es
gibt hierzulande eine hohe Vertrautheit mit der russischen Kunst des
ausgehenden neunzehnten und des zwanzigsten Jahrhunderts, "aber die
Wahrnehmungsschwerpunkte liegen im Bereich der Literatur, bei Autoren
wie Puschkin, Dostojewski, Gogol, Tolstoy bis hinauf etwa zu
Bulgakow, und auf der Musik. Alle hier nur andeutungsweise zitierten
Werke sind mittlerweile Bestandteil des Weltkulturerbes. Doch die
russische Malerei ist nur segmenthaft wahrgenommen worden" so Morak.
Das Interesse habe sich sich auf die traditionelle Ikonenmalerei und
auf die russische Avantgarde konzentriert. Dazwischen klaffe ein
großes Loch und vor allem die Meisterwerke des russischen Realismus,
denen diese Ausstellung gewidmet ist, seien bisher nicht ihrer
Bedeutung gemäß gewürdigt worden. "Umso erfreulicher ist diese
Kooperation zwischen der Kunsthalle Krems und dem Staatlichen
Russischen Museum in St. Petersburg, die erstmals einen Querschnitt
des Russischen Realismus ermöglicht", so Morak abschließend.

* Bitte S P E R R F R I S T beachten *

Rückfragehinweis: Staatssekretariat für Kunst und Medien
Mag. Katharina Stourzh
Tel.: (01) 53115/2228
mailto:[email protected]

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