- 28.02.2002, 18:31:59
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Wampersdorf: Expertengruppe bestätigt mangelnde Bremswirkung
Derzeit werden Bremsventile mit Simulationstechnik in Spezialwerkstatt untersucht
Wien (ÖBB) - Der gesicherte Erkenntnisstand der ÖBB Expertengruppe
bestätigt, dass mangelnde Bremswirkung die Ursache für den
Zusammenstoß in Wampersdorf war. Die Erhebungen gestalten sich
aufwendiger als üblich, da der Zug aus Ungarn kam und den
Österreichischen Bundesbahnen übergeben wurde. Es handelte sich
hierbei - wie im europäischen Eisenbahnwesen üblich - um einen
Vertrauenszug, der gemäß internationalen Standards in einem
einwandfreien technischen Zustand sein muss. Ein erstes gesichertes
Ergebnis zeigt jedoch, dass dies nicht der Fall war. Fest steht, dass
die Bremsen eines Wagons des ungarischen Zuges defekt waren.
Auch bei Vertrauenszügen wird bei der Übernahme eine Bremsprobe
durchgeführt. Diese erfolgte in Ebenfurth, wo der defekte Wagon
allerdings nicht erkannt wurde. Hierauf konzentriert sich zur Zeit
ein Teil der Ermittlungen.
Der Wagon befindet sich gegenwärtig in der Spezialwerkstätte in
Jedlersdorf, wo er mittels Simulationstechnik genaustens analysiert
wird. Diese Untersuchung wird ergeben, ob man den Bremsdefekt bereits
in Ebenfurth erkennen hätte können. Die auf Hochtouren laufenden
Analysen werden noch einige Tage in Anspruch nehmen.
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