Wampersdorf: Expertengruppe bestätigt mangelnde Bremswirkung

Derzeit werden Bremsventile mit Simulationstechnik in Spezialwerkstatt untersucht

Wien (ÖBB) - Der gesicherte Erkenntnisstand der ÖBB Expertengruppe bestätigt, dass mangelnde Bremswirkung die Ursache für den Zusammenstoß in Wampersdorf war. Die Erhebungen gestalten sich aufwendiger als üblich, da der Zug aus Ungarn kam und den Österreichischen Bundesbahnen übergeben wurde. Es handelte sich hierbei - wie im europäischen Eisenbahnwesen üblich - um einen Vertrauenszug, der gemäß internationalen Standards in einem einwandfreien technischen Zustand sein muss. Ein erstes gesichertes Ergebnis zeigt jedoch, dass dies nicht der Fall war. Fest steht, dass die Bremsen eines Wagons des ungarischen Zuges defekt waren.

Auch bei Vertrauenszügen wird bei der Übernahme eine Bremsprobe durchgeführt. Diese erfolgte in Ebenfurth, wo der defekte Wagon allerdings nicht erkannt wurde. Hierauf konzentriert sich zur Zeit ein Teil der Ermittlungen.

Der Wagon befindet sich gegenwärtig in der Spezialwerkstätte in Jedlersdorf, wo er mittels Simulationstechnik genaustens analysiert wird. Diese Untersuchung wird ergeben, ob man den Bremsdefekt bereits in Ebenfurth erkennen hätte können. Die auf Hochtouren laufenden Analysen werden noch einige Tage in Anspruch nehmen.

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