Wirtschaftskammer Niederösterreich sieht sich durch Rechnungshof bestätigt:

Weichenstellung stimmt!

Wien (OTS) Bestätigt sieht sich die Wirtschaftskammer Niederösterreich durch den Rechnungshof. Ein sechsköpfiges Prüfungsteam überprüfte im Mai und Juni des vergangenen Jahres die wirtschaftliche Entwicklung der WKNÖ und durchleuchtete die Bereiche Organisation, Personalwesen, Finanzierung, Reformen sowie IT. Wichtigste Kriterien: Ziffernmäßige Richtigkeit, Übereinstimmung mit den bestehenden Vorschriften sowie die sparsame Verwendung und Wirtschaftlichkeit der eingesetzten Finanzmittel.

Die Wirtschaftskammer Niederösterreich sieht im Rechnungshofbericht ein durchaus nützliches Instrument. "Für uns ist das kein Papierl, das möglichst rasch in der Ablage verschwindet. Vielmehr soll es uns helfen, die Organisation im Interesse der Mitglieder noch effizienter zu gestalten!", betont WKNÖ-Präsidentin Sonja Zwazl. Zentrales Ergebnis aus der Sicht der blaugelben Wirtschaftskammer sei die Einschätzung des Rechnungshofes der im Zuge der bundesweiten Reform "als Bremser" titulierten Niederösterreicher. "Unsere Initiativen zur Umsetzung der Reform werden durchaus positiv beurteilt!" Damit sieht Zwazl die von der Wirtschaftskammer Niederösterreich vorgenommene Weichenstellung durch den Rechnungshof Schwarz auf Weiß bestätigt:
"Es war das Reformpapier dieses Hauses, welches maßgeblich Eingang in die Leitlinien der Kammerreform gefunden hat."

Anregungen bereits ernst genommen

Naturgemäß enthält der Rechnungshofbericht nicht nur Lob. Viele Anregungen, wie etwa bei Co-Finanzierungen mit dem Land Niederösterreich auf längerfristigen Vereinbarungen zu bestehen, um "die Planbarkeit zu erleichtern", würden, so Präsidentin Zwazl, "sehr ernst genommen".

Stolz zeigt sich WKNÖ Direktor Dr. Franz Wiedersich darüber, "dass wir vielen Anregungen nicht nur nachgekommen sind, sondern entscheidende Weichenstellungen schon vor Beginn der Rechnungsprüfung vorgenommen haben!" So erfolgte der Anstoß zur Schaffung einer neuen Organisationsstruktur bereits im Herbst 2000. Das Modell "WKNÖ neu", welches die Bezirksstellen bei der Mitgliederbetreuung noch stärker in den Vordergrund rückt, entspricht nicht nur voll den Zielen der bundesweiten WKO-Reform, sondern auch vollinhaltlich den Anregungen des Rechnungshofes.

Die neuen Front- und Backofficebereiche ermöglichen nicht nur eine effizientere Zusammenarbeit der einzelnen Organisationseinheiten beim Mitgliederservice, es werden auch die internen Abläufe deutlich verkürzt.

Manche Problemstellungen, so Wiedersich, würden allerdings seitens des Rechnungshofes überbewertet, wie etwa die sogenannte Mehrfachmitgliedschaft. Für die überwiegende Anzahl der Mitglieder ließe sich daraus keine finanzielle Mehrbelastung ableiten: "1,53 beträgt rein rechnerisch der Durchschnittswert bei der Fachgruppenmitgliedschaft. Zwei Drittel unserer Mitglieder sind nur bei einer Fachgruppe!", stellt Wiedersich klar.

Attestierte Sparsamkeit

Ordentliche Wirtschaftsführung und Sparsamkeit attestiert der Rechnungshof der blaugelben Wirtschaftskammer bei Pensionsvorsorge und Personalaufwand. So soll der Übertritt in die Pensionskasse bis zum Jahr 2028 Einsparungen von 1,4 Milliarden Schilling bringen. Der Personalaufwand stieg in zwei Jahren nur um 3%, der Sachaufwand ist insgesamt gesunken. "Zudem", so Wiedersich, "ist es uns gelungen, trotz stetig steigender Mitgliederzahlen den Personalstand erheblich zu reduzieren!"

Bereitschaft zu Sparsamkeit wurde der WKNÖ auch bei der Finanzierung zugebilligt: Bis 2004 werden die Umlagen schrittweise um 20 Prozent reduziert sein. Auf den Landeskammeranteil bei den Grundumlagen der Fachgruppen wurde bereits verzichtet.

Was die Aufwandsentschädigungen der Wirtschaftskammerfunktionäre betrifft, so sind damit keinerlei Abfertigungs- oder Pensionsansprüche verbunden. Wie der Rechnungshof jetzt bestätigt, gibt es lediglich für rund 6 Prozent der Funktionen eine Entschädigung: Diese beträgt durchschnittlich 393 € pro Monat.

"Gas geben!" beim Jahresprogramm

Beim gestiegenen Aufwand für Öffentlichkeitsarbeit will sich Direktor Wiedersich allerdings nichts dreinreden lassen:
"Begleitendes Marketing ist für jede moderne Organisation einfach unerlässlich!"

"Ordentlich Gas geben!", lautet daher die Devise von Präsidentin Sonja Zwazl für das heurige Jahr. Ein Fitnessprogramm für die EU-Erweiterung, die Themen "Qualifizierte Mitarbeiter für Unternehmen" und "Soziale Sicherheit für Unternehmer" sowie der große Bereich Infrastruktur mit den drei Schwerpunkten Verkehr, Energie und Telekommunikation stehen auf dem Arbeitsprogramm der "WKNÖ neu" für 2002. Zwazl wörtlich: "Ehrgeizig wie wir sind, haben wir uns die Latte bewusst hoch gelegt!"

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