• 21.02.2002, 15:25:14
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Graf: Parlamentsenquete: "Ein neues Profil für Österreichs Universitäten" (3)=

"Schwerpunktbildung in Forschung und Lehre"

Wien, 2002-02-21 (fpd) - "Die Freiheitlichen tragen zur positiven
Umsetzung der Universitätsreform mit hochkarätigen Experten bei",
betonte FPÖ-Wissenschaftssprecher Dr. Martin Graf bei der heutigen
Parlamentsenquete "Der Weg zur vollen Rechtsfähigkeit der
Universitäten". Einer der von der FPÖ benannten unabhängigen
Experten, O.Univ. Prof Dr. Günther BONN, referierte über das Profil
für Österreichs Universitäten und die Schwerpunktbildung in Forschung
und Lehre ****

"Die dynamische Entwicklung in den gesamten Wissenschaften, der
Wirtschaft und Industrie, ja nahezu allen Teilen unseres Lebens hat
zu verstärkter Konkurrenz und der Nachfrage nach hochwertigen
Produkten und Know-how geführt. Ausbildung und wissenschaftliche
Forschungsergebnisse gehören weltweit zu den hochwertigsten
Produkten. In diesem Wettbewerb der Bildung, Forschung und
technologischen Entwicklung ist eine hervorragende
Universitätslandschaft daher ein wichtiger Schlüssel für eine starke
Position und diese gilt es mit der Universitätsreform noch mehr zu
verstärken", so Graf.

"Neben einer Durchlässigkeit des österr. Bildungssystems für alle,
die Leistung erbringen wollen, muß auch die bestmöglichste Ausbildung
gewährleistet sein, um letztendlich hochqualifizierte Arbeitsplätze
und damit auch die soziale Sicherheit garantieren zu können", so Bonn
zum Zusammenhang Profilbildung der Universitäten und Bildung.

"An Österreichs Universitäten arbeiten viele hervorragende
Wissenschafter, Männer wie Frauen, in Lehre und Forschung. Diesem
Bemühen der leistungsbezogenen Ausbildung und Forschung steht eine
leistungshindernde nivellierende Universitäts- und
Personalentwicklungsstruktur gegenüber" so Bonn, die Ist-Situation
skizzierend.

"Die Schwerpunktbildung wird auch durch eine neuere OECD-Studie
unterstrichen. Dieser zufolge sind viele Studien an unseren
Universitäten im internationalem Vergleich zu lange und zu teuer.
Wenn Universitäten ihr Lehr- und Forschungsangebot optimieren wollen,
so kann dies nur in Abstimmung mit anderen Universitäten,
Fachhochschulen und Einrichtungen des tertiären Bildungsbereiches
unter Einbeziehung des europäischen Hochschulraum stattfinden", so
Bonn weiter.

"Dieses Ziel setzte sich nun die Profilarbeitsgruppe, welche vom
BMBWK und von namhaft qualifizierten Experten unterstützt wird.
Endziel soll nicht ein Masterplan sein, sondern daß die Universitäten
ihre Stärken und Kompetenzen selbst einschätzen und mit Hilfe des
Ministeriums aufeinander abstimmen können. Einige Universitäten bzw.
Fakultäten haben bislang die Wichtigkeit dieser Schwerpunktbildung,
im Vorfeld der Universitätsreform, noch nicht erkannt oder erkennen
wollen. Diese sind dringend aufgefordert, sich nun endlich ernsthaft
dieser Diskussion zu stellen, um nicht in das Hintertreffen sowohl in
finanzieller wie wissenschaftlicher Hinsicht zu geraten," so Bonn mit
Nachdruck

"Das Gesamtbild mit den Schwerpunkten wird die leistungsbezogene
moderne Universität prägen und ihr "das Profil" geben. Nachdem das
Budget auch bei autonomer Gestaltung größtenteils vom Steuerzahler
aufgebracht werden wird, wird es eine der verantwortungsvollsten
Aufgaben der neuen Universitätsleitung - Rektor, Unirat und Senat
sein, diese Auswahl des Lehr und Forschungsangebotes zu gestalten und
auch dafür einzustehen. Dies umso mehr, als es noch nie soviel Geld
für Österreichs Universitäten für hochwertige Forschung auch im
Grundlagenbereich, auch dank dem Rat für Forschung Entwicklung und
Technologie sowie der Zusammenarbeit zwischen BMBWK und BMVIT,
gegeben hat. Nicht nur allein dieser Umstand soll ein begründendes
Credo zur österreichischen Universitätsreform mit dem Ziel der
Weltklasse sein", so Bonn und Graf abschließend. (Schluß)

Rückfragehinweis: Freiheitliches Pressereferat

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