Graf: Parlamentsenquete: "Ein neues Profil für Österreichs Universitäten" (3)

"Schwerpunktbildung in Forschung und Lehre"

Wien, 2002-02-21 (fpd) - "Die Freiheitlichen tragen zur positiven Umsetzung der Universitätsreform mit hochkarätigen Experten bei", betonte FPÖ-Wissenschaftssprecher Dr. Martin Graf bei der heutigen Parlamentsenquete "Der Weg zur vollen Rechtsfähigkeit der Universitäten". Einer der von der FPÖ benannten unabhängigen Experten, O.Univ. Prof Dr. Günther BONN, referierte über das Profil für Österreichs Universitäten und die Schwerpunktbildung in Forschung und Lehre ****

"Die dynamische Entwicklung in den gesamten Wissenschaften, der Wirtschaft und Industrie, ja nahezu allen Teilen unseres Lebens hat zu verstärkter Konkurrenz und der Nachfrage nach hochwertigen Produkten und Know-how geführt. Ausbildung und wissenschaftliche Forschungsergebnisse gehören weltweit zu den hochwertigsten Produkten. In diesem Wettbewerb der Bildung, Forschung und technologischen Entwicklung ist eine hervorragende Universitätslandschaft daher ein wichtiger Schlüssel für eine starke Position und diese gilt es mit der Universitätsreform noch mehr zu verstärken", so Graf.

"Neben einer Durchlässigkeit des österr. Bildungssystems für alle, die Leistung erbringen wollen, muß auch die bestmöglichste Ausbildung gewährleistet sein, um letztendlich hochqualifizierte Arbeitsplätze und damit auch die soziale Sicherheit garantieren zu können", so Bonn zum Zusammenhang Profilbildung der Universitäten und Bildung.

"An Österreichs Universitäten arbeiten viele hervorragende Wissenschafter, Männer wie Frauen, in Lehre und Forschung. Diesem Bemühen der leistungsbezogenen Ausbildung und Forschung steht eine leistungshindernde nivellierende Universitäts- und Personalentwicklungsstruktur gegenüber" so Bonn, die Ist-Situation skizzierend.

"Die Schwerpunktbildung wird auch durch eine neuere OECD-Studie unterstrichen. Dieser zufolge sind viele Studien an unseren Universitäten im internationalem Vergleich zu lange und zu teuer. Wenn Universitäten ihr Lehr- und Forschungsangebot optimieren wollen, so kann dies nur in Abstimmung mit anderen Universitäten, Fachhochschulen und Einrichtungen des tertiären Bildungsbereiches unter Einbeziehung des europäischen Hochschulraum stattfinden", so Bonn weiter.

"Dieses Ziel setzte sich nun die Profilarbeitsgruppe, welche vom BMBWK und von namhaft qualifizierten Experten unterstützt wird. Endziel soll nicht ein Masterplan sein, sondern daß die Universitäten ihre Stärken und Kompetenzen selbst einschätzen und mit Hilfe des Ministeriums aufeinander abstimmen können. Einige Universitäten bzw. Fakultäten haben bislang die Wichtigkeit dieser Schwerpunktbildung, im Vorfeld der Universitätsreform, noch nicht erkannt oder erkennen wollen. Diese sind dringend aufgefordert, sich nun endlich ernsthaft dieser Diskussion zu stellen, um nicht in das Hintertreffen sowohl in finanzieller wie wissenschaftlicher Hinsicht zu geraten," so Bonn mit Nachdruck

"Das Gesamtbild mit den Schwerpunkten wird die leistungsbezogene moderne Universität prägen und ihr "das Profil" geben. Nachdem das Budget auch bei autonomer Gestaltung größtenteils vom Steuerzahler aufgebracht werden wird, wird es eine der verantwortungsvollsten Aufgaben der neuen Universitätsleitung - Rektor, Unirat und Senat sein, diese Auswahl des Lehr und Forschungsangebotes zu gestalten und auch dafür einzustehen. Dies umso mehr, als es noch nie soviel Geld für Österreichs Universitäten für hochwertige Forschung auch im Grundlagenbereich, auch dank dem Rat für Forschung Entwicklung und Technologie sowie der Zusammenarbeit zwischen BMBWK und BMVIT, gegeben hat. Nicht nur allein dieser Umstand soll ein begründendes Credo zur österreichischen Universitätsreform mit dem Ziel der Weltklasse sein", so Bonn und Graf abschließend. (Schluß)

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