Muttonen: Versucht Haider nach slowenischen Ortstafeln nun slowenisches Radio zu entsorgen?

Wien (SK) "Als demokratiepolitisch bedenklich und wettbewerbsmindernd für die Kärntner Bevölkerung" kritisierte SPÖ-Kultursprecherin Christine Muttonen das von Landeshauptmann Haider gestern am Rande einer Pressekonferenz in den Raum gestellte "Aus für das slowenische Ganztages-Radio". ****

Mit dem Vorwand der hohen Kosten und geringen Hörerzahl will Haider das slowenische Programm einstellen und durch slowenische Beiträge in loser Zeitabfolge ersetzen. "Dieses Vorgehen ist ein ganz klassisches Beispiel für die minderheitenfeindliche Einstellung von Jörg Haider und bedeutet einen massiven Rückschritt in der Medienpolitik für die Volksgruppen. Vor dem Auslaufen der Kooperationsverträge zwischen ORF, Radio KOROTAN und Radio AGORA stellt Haider die Marschrichtung klar: der Volksgruppenförderungsauftrag des ORF soll so durch die Hintertür entsorgt werden", kritisiert Muttonen.

Als "zynisch" bezeichnet sie Haiders Begründung für die geplante Einschränkung des slowenischsprachigen Radios. "Einem auf ein Jahr befristeten mit geringem Werbebudget arbeitenden Projekt (Radio Dwa) vorzuwerfen, es hätte zuwenig Hörer ist ungerecht und unverschämt. Ganz abgesehen davon darf bei Minderheiten- und Volksgruppenprogramm nicht mit Quantität argumentiert werden; Haiders Taktik hier ist durchsichtig und vorgestrig", erklärte Muttonen.

Mit dem schleichenden Wegfall von zweisprachigem Bildungsangebot würde den KärntnerInnen nicht nur die Chance genommen, in der zweiten Kärntner Landessprache kommunizieren zu können. "Mittelfristig hindert der Kärntner Landeshauptmann die eigene Bevölkerung daran, am Wettbewerb als chancengleiche Spieler im erweiterten EU-Raum teilzunehmen zu können", so Muttonen abschließend. (Schluss) wf/mm/mp

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