• 21.02.2002, 13:24:25
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Molterer: Nachhaltige Energieversorgung ist Schlüsselfrage für Armutsbekämpfung

Energiesparpreis "Energy Globe Österreich" für Stadt Lienz und sieben weitere Bundesland-Sieger

Bild zu OTS - Umweltminister Wilhelm Molterer überreicht den
Energiesparpreis "Energy Globe Österreich" für die Stadt Lienz an
Gemeinderat Reinhard Tiefenbacher (l.) und Oskar Januschke von der
Stadtgemeinde (Mitte).

Wien (OTS) - "Bei der Bekämpfung der weltweiten Armut spielt die
Energiefrage eine entscheidende Rolle. Diese Energieversorgung muss
gleichzeitig umweltverträglich sein und der Linderung sozialer
Benachteiligung dienen. Die Fehler der Vergangenheit dürfen sich
dabei aber nicht wiederholen." Das erklärte Umwelt- und
Landwirtschaftsminister Mag. Wilhelm Molterer heute, Donnerstag, bei
der Verleihung des Energiesparpreises "Energy Globe Austria" in Wien.
Mit dem Preis wurde die Osttiroler Stadt Lienz ausgezeichnet, die
ihre Energieversorgung Schritt für Schritt auf erneuerbare
Energieträger umstellt.

78 Prozent der weltweit verbrauchten Energie stamme aus fossilen
Quellen, erst 14 Prozent aus erneuerbaren, sagte Molterer. Die
verstärkte Nutzung erneuerbarer Energieträger sichere eine
nachhaltige Entwicklung sowohl aus wirtschaftlicher als auch aus
ökologischer Sicht. "Irgendwann werden die Lager fossiler
Energiequellen erschöpft sein. Die Nutzung erneuerbarer Energieträger
hat also auch eine enorme ökonomische Dimension", unterstrich der
Minister.

Als "Botschafter" für eine solche nachhaltige Entwicklung sieht er
die österreichischen Preisträger beim weltweiten
Energiesparwettbewerb "Energy Globe". Dabei werden Projekte aus der
ganzen Welt ausgezeichnet, die durch effizienten Energieeinsatz oder
die Verwendung erneuerbarer Energieträger Vorbildcharakter haben. Als
Sieger aus der Österreich-Ausscheidung ging dabei die Stadt Lienz
hervor. Mit dem zweiten Platz wurde die thermische Sanierung des
"Nordpool"-Bürogebäudes in Steyr ausgezeichnet, Rang drei ging an die
Gemeinnützige Salzburger Wohnbaugesellschaft für den systematischen
Einsatz von Sonnenenergie im Wohnbau.

Mehr als 23 Millionen Euro (318 Millionen Schilling) investiert
die Stadt Lienz in ihre Biomasseanlage. Errichtet wird ein
Heizkraftwerk, das Wärme und Strom aus Biomasse erzeugt. Dabei kommt
innovative Technologie wie die Biomasseverstromung und eine
mehrstufige Rauchgasreinigung zum Einsatz. Der Brennstoff stammt zum
Teil von den Bauern der Region. Eine 630 Quadratmeter große
thermische Solaranlage wird 250 Megawattstunden Wärme jährlich
liefern. Insgesamt werden durch das Heizkraftwerk 7.800 Tonnen
Heizöläquivalent jährlich ersetzt, das entspricht einer CO2-
Reduktion von 25.000 Tonnen pro Jahr. Durch das Heizkraftwerk werden
weitere Investitionen von 14,5 Millionen Euro (200 Milionen
Schilling) ausgelöst, die fast zur Gänze in die Region fließen.

Neben den drei erstplatzierten Projekten aus Tirol, Oberösterreich
und Salzburg zeichnete Molterer heute auch fünf weitere
Bundeslandsieger im Rahmen des "Energy Globe Österreich". Es sind
dies die Energieversorgung einer Industriehalle der Firma "Man at
Work" in Ebenthal (Kärnten), die thermische Sanierung der Hauptschule
St. Leonhard/Hornerberg (Niederösterreich), die Energie- Initiativen
der Gemeinde Hitzendorf (Steiermark), die Wärmeversorgung der
Gemeinde Rankweil (Vorarlberg) und der solar- ökologische Bau der
Schiestlhaus-Schutzhütte am Hochschwab (Einreichung Wien).

Anmerkung für die Redaktionen: Detaillierte Beschreibungen der
einzelnen Projekte sowie Fotos von der heutigen Verleihung des
"Energy Globe" sind über die Presseabteilung des Umwelt- und
Landwirtschaftsministeriums erhältlich (01 / 51522 - 5072)

Bild(er) zu dieser Meldung finden Sie im AOM/Original Bild Service,
sowie im OTS Bildarchiv unter http://bild.ots.at

Rückfragehinweis:

BM für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft
Pressestelle
Tel.: (01) 71100 - 6703

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