Post-Zerschlagung abwehren!

GLB tritt für Dienststellenversammlungen und Kampfmaßnahmen ein

Wien (OTS) - Die vorerst gescheiterten Gespräche zwischen Betriebsrat und Geschäftsführung über den Plan einer Spartenteilung der Post in fünf eigenständige Bereiche nimmt der Gewerkschaftliche Linksblock (GLB) in der Postgewerkschaft zum Anlass, um am Einigungswillen der Unternehmensleitung zu zweifeln und an die Führung der Personalvertretung und der Gewerkschaft zu appellieren, gewerkschaftliche Kampfmaßnahmen konkret in den Raum zu stellen.

Schon in der Vergangenheit habe sich gezeigt, dass die Unternehmensleitung wenig Rücksicht auf die Einwände und Warnungen der Interessenvertretungen der Bediensteten nimmt und in Absprache mit der Regierung über die Köpfe der Betroffenen hinweg handelt. "Wenn nun die Personalvertretung konkrete Einwände gegen die Spartenteilung erhebt und nachweist, dass über Synergieverluste die Wirtschaftlichkeit des Unternehmens geschwächt wird, so kann sie sich dabei nicht nur auf gesetzliche Grundlagen - das Arbeitsverfassungsgesetz - berufen, sondern auch auf die solidarische Haltung der Bediensteten und Teilen der Öffentlichkeit stützen. Umso fataler wäre es, würden Betriebsrat und Gewerkschaft nun nicht alle ihnen zur Verfügung stehenden Mittel ausschöpfen, um den Zerschlagungsangriff abzuwehren", meint Robert Hobek, GLB-Vorsitzender in der Postgewerkschaft.

"Gewerkschaftliche Kampfmaßnahmen sind kein Selbstzweck - und so geht es auch im konkreten Fall der Post nicht um egoistische oder rechthaberische Ziele, sondern letztlich um den Erhalt der Post als einheitliches Unternehmen im Eigentum und im Interesse der Öffentlichkeit. Das drückte sich nicht zuletzt auch in den Ergebnissen der ÖGB-Urabstimmung aus. Schon jetzt wurde durch Rationalisierungsmaßnahmen und Personalabbau eine Situation geschaffen, die von den Bediensteten kaum mehr zu bewältigen ist. Ein qualitativ hochwertiges und flächendeckendes Angebot von Postdienstleistungen ist nur unter den Bedingungen einer ausreichenden Ausstattung mit leistungsgerecht bezahlten und entsprechend motivierten Kolleginnen und Kollegen möglich, die nicht ständig Angst vor Versetzung und Arbeitsplatzverlust haben müssen. Das muss auch die Unternehmensleitung zur Kenntnis nehmen oder eben mit entsprechenden Maßnahmen seitens der Interessensvertretung rechnen. Diese aber soll endlich die Karten offen auf den Tisch legen und sich klar zu solchen Maßnahmen bekennen, anstatt sie zu zerreden", heißt es in einer Stellungnahme des GLB, der die Abhaltung von Dienststellenversammlungen, die Einberufung einer gesamtösterreichischen Versammlung der Personalvertretung und die konkrete Vorbereitung von Kampfmaßnahmen verlangt.

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Gewerkschaftlicher Linksblock-Post
Robert Hobek
Tel.: 0664/4653383

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