- 21.02.2002, 11:53:50
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Post-Zerschlagung abwehren!
GLB tritt für Dienststellenversammlungen und Kampfmaßnahmen ein
Wien (OTS) - Die vorerst gescheiterten Gespräche zwischen
Betriebsrat und Geschäftsführung über den Plan einer Spartenteilung
der Post in fünf eigenständige Bereiche nimmt der Gewerkschaftliche
Linksblock (GLB) in der Postgewerkschaft zum Anlass, um am
Einigungswillen der Unternehmensleitung zu zweifeln und an die
Führung der Personalvertretung und der Gewerkschaft zu appellieren,
gewerkschaftliche Kampfmaßnahmen konkret in den Raum zu stellen.
Schon in der Vergangenheit habe sich gezeigt, dass die
Unternehmensleitung wenig Rücksicht auf die Einwände und Warnungen
der Interessenvertretungen der Bediensteten nimmt und in Absprache
mit der Regierung über die Köpfe der Betroffenen hinweg handelt.
"Wenn nun die Personalvertretung konkrete Einwände gegen die
Spartenteilung erhebt und nachweist, dass über Synergieverluste die
Wirtschaftlichkeit des Unternehmens geschwächt wird, so kann sie sich
dabei nicht nur auf gesetzliche Grundlagen - das
Arbeitsverfassungsgesetz - berufen, sondern auch auf die solidarische
Haltung der Bediensteten und Teilen der Öffentlichkeit stützen. Umso
fataler wäre es, würden Betriebsrat und Gewerkschaft nun nicht alle
ihnen zur Verfügung stehenden Mittel ausschöpfen, um den
Zerschlagungsangriff abzuwehren", meint Robert Hobek,
GLB-Vorsitzender in der Postgewerkschaft.
"Gewerkschaftliche Kampfmaßnahmen sind kein Selbstzweck - und so
geht es auch im konkreten Fall der Post nicht um egoistische oder
rechthaberische Ziele, sondern letztlich um den Erhalt der Post als
einheitliches Unternehmen im Eigentum und im Interesse der
Öffentlichkeit. Das drückte sich nicht zuletzt auch in den
Ergebnissen der ÖGB-Urabstimmung aus. Schon jetzt wurde durch
Rationalisierungsmaßnahmen und Personalabbau eine Situation
geschaffen, die von den Bediensteten kaum mehr zu bewältigen ist. Ein
qualitativ hochwertiges und flächendeckendes Angebot von
Postdienstleistungen ist nur unter den Bedingungen einer
ausreichenden Ausstattung mit leistungsgerecht bezahlten und
entsprechend motivierten Kolleginnen und Kollegen möglich, die nicht
ständig Angst vor Versetzung und Arbeitsplatzverlust haben müssen.
Das muss auch die Unternehmensleitung zur Kenntnis nehmen oder eben
mit entsprechenden Maßnahmen seitens der Interessensvertretung
rechnen. Diese aber soll endlich die Karten offen auf den Tisch legen
und sich klar zu solchen Maßnahmen bekennen, anstatt sie zu
zerreden", heißt es in einer Stellungnahme des GLB, der die
Abhaltung von Dienststellenversammlungen, die Einberufung einer
gesamtösterreichischen Versammlung der Personalvertretung und die
konkrete Vorbereitung von Kampfmaßnahmen verlangt.
Rückfragehinweis:
Gewerkschaftlicher Linksblock-Post
Robert Hobek
Tel.: 0664/4653383
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