Wiener ÖVP: Einkaufszentren am Stadtrand gefährden Nahversorgung

Wien, (OTS) Die Verkaufsflächen am Stadtrand wachsen wesentlich schneller als in innerstädtischen Vierteln, darüber berichteten der Obmann des Wiener Wirtschaftsbundes, Komm.Rat Walter Nettig und der Landesparteiobmann der Wiener Volkspartei, GR Dr. Bernhard Görg am Donnerstag in einem Pressegespräch. Diese Einkaufszentren am Stadtrand gefährdeten die Nahversorgung im innerstädtischen Bereich, betonten die beiden ÖVP-Politiker. Viele Unternehmen gingen den für sie einfacheren Weg und siedelten sich am Stadtrand, vorzugsweise in den südlichen und östlichen Randbezirken Wiens an. Dort sei die Errichtung neuer Einkaufszentren billiger, die Zulieferung problemloser und man müsse wenig Rücksicht auf Anrainer nehmen.

Der Trend in Richtung Stadtrand halte ungebrochen an. Von den insgesamt 340.000 Quadratmeter geplanter oder in Bau befindlicher Verkaufsflächen liegen mehr als 180.000 Quadratmeter am Stadtrand, weit weg von der Wohnbevölkerung. Durch die zunehmende Konkurrenz am Stadtrand würden immer mehr Unternehmer, vor allen in den kleineren Einkaufsstraßen, aufgeben. Als Folge entstünden immer deutlichere Lücken in der Nahversorgung.

Um die Probleme zu lösen fordert die Wiener ÖVP, dass die Verantwortung für Planung, Bauordnung und Baupolizei in einem Ressort zusammengefasst werden solle. Vor etwaigen Widmungen für neue Standorte müsse ein umfassenderes Verkehrskonzept, eine Raumverträglichkeitsprüfung, erstellt werden. Weiters sollten die verfügbaren Grundstücke für innerstädtische Einkaufszentren erhoben werden. Bei künftigen Widmungen von Einkaufszentren solle besonders auf den Schutz bestehender Einkaufsstraßen Rücksicht genommen werden.

Es sei nicht das Ziel der Wiener ÖVP, Einkaufszentren zu "verteufeln" oder zu verhindern. An bestimmten Standorten, wie etwa bei U-Bahn-Endstellen, sei die Errichtung von Einkaufszentren auch künftig sinnvoll, so Görg.

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