• 21.02.2002, 11:45:36
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Wiener ÖVP: Einkaufszentren am Stadtrand gefährden Nahversorgung=

Wien, (OTS) Die Verkaufsflächen am Stadtrand wachsen wesentlich
schneller als in innerstädtischen Vierteln, darüber berichteten der
Obmann des Wiener Wirtschaftsbundes, Komm.Rat Walter Nettig und der
Landesparteiobmann der Wiener Volkspartei, GR Dr. Bernhard Görg am
Donnerstag in einem Pressegespräch. Diese Einkaufszentren am
Stadtrand gefährdeten die Nahversorgung im innerstädtischen Bereich,
betonten die beiden ÖVP-Politiker. Viele Unternehmen gingen den für
sie einfacheren Weg und siedelten sich am Stadtrand, vorzugsweise in
den südlichen und östlichen Randbezirken Wiens an. Dort sei die
Errichtung neuer Einkaufszentren billiger, die Zulieferung
problemloser und man müsse wenig Rücksicht auf Anrainer nehmen.

Der Trend in Richtung Stadtrand halte ungebrochen an. Von den
insgesamt 340.000 Quadratmeter geplanter oder in Bau befindlicher
Verkaufsflächen liegen mehr als 180.000 Quadratmeter am Stadtrand,
weit weg von der Wohnbevölkerung. Durch die zunehmende Konkurrenz am
Stadtrand würden immer mehr Unternehmer, vor allen in den kleineren
Einkaufsstraßen, aufgeben. Als Folge entstünden immer deutlichere
Lücken in der Nahversorgung.

Um die Probleme zu lösen fordert die Wiener ÖVP, dass die
Verantwortung für Planung, Bauordnung und Baupolizei in einem Ressort
zusammengefasst werden solle. Vor etwaigen Widmungen für neue
Standorte müsse ein umfassenderes Verkehrskonzept, eine
Raumverträglichkeitsprüfung, erstellt werden. Weiters sollten die
verfügbaren Grundstücke für innerstädtische Einkaufszentren erhoben
werden. Bei künftigen Widmungen von Einkaufszentren solle besonders
auf den Schutz bestehender Einkaufsstraßen Rücksicht genommen werden.

Es sei nicht das Ziel der Wiener ÖVP, Einkaufszentren zu
"verteufeln" oder zu verhindern. An bestimmten Standorten, wie etwa
bei U-Bahn-Endstellen, sei die Errichtung von Einkaufszentren auch
künftig sinnvoll, so Görg.

Weitere Informationen: ÖVP-Klub der Bundeshauptstadt Wien, Tel.:
4000/81 913, E-Mail: [email protected] , im Internet:
www.oevp-wien.at/ (Schluss) fk/rr

Rückfragehinweis: PID-Rathauskorrespondenz:

www.wien.at/vtx/vtx-rk-xlink/
Prof. Fritz Kucirek
Tel.: 4000/81 081
e-mail: [email protected]

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NRK/NRK

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