• 21.02.2002, 11:42:47
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Schicker: Neues Zielprogramm für den Gürtel=

Wien, (OTS) Der Gürtel als die wichtigste Verkehrsader Wiens
erhielt unter dem früheren Planungsstadtrat Hannes Swoboda durch das
EU-Programm "Urban Gürtel Plus" neue Impulse. Eine junge, lebendige
Kultur- und Lokalszene siedelte sich in den Stadtbahnbögen an,
Sanierungsmaßnahmen zur Verbesserung der Wohnsituation trugen ebenso
wie soziale und arbeitsmarktpolitische Projekte zu einem neuen,
positiven Lebensgefühl bei. Einer der Punkte im
"100-Projekte-Programm" der Wiener Stadtregierung
ist die Fortführung der Aufwertung und Attraktivierung der
Gürtelzone. "Der Gürtel hat in vielen Bereichen einen wesentlichen
Entwicklungsschub erfahren. Nunmehr geht es darum, an die Erfolge des
Urban-Projekts anzuknüpfen und durch neue, aber auch durch
Koordinierung bereits bestehender Projekte dem Gürtel als urbanen
Lebensraum ein neues Image zu geben", stellte
Stadtentwicklungsstadtrat DI Rudolf Schicker am Donnerstag fest.

o Ausgangslage

Das Gebiet umfasst ca. 750 ha Fläche, davon 580 ha Baublöcke.
Die Länge des Gürtels ist ca. 13,5 km, die Gürtelgebiete in den 14
angrenzenden Bezirken umfassen rund 95.000 BewohnerInnen, 55.000
Wohnungen, rund 5.000 Arbeitsstätten sowie ca. 50.000 Beschäftigte.

In den vergangenen Jahrzehnten entwickelte sich der Gürtel
zunehmend als Verkehrsraum. Mit dieser Entwicklung gingen allerdings
auch negativ wirksame Effekte einher. Diesen gegenzusteuern hat sich
die Stadt Wien seit über einem Jahrzehnt verschrieben. Mit einer
Reihe von Maßnahmen, besonders aus den langfristigen
Handlungsprogrammen der sanften Stadterneuerung und aus dem über
mehrere Jahre laufenden EU-Programm Urban Wien - Gürtel Plus, aber
auch der Neugestaltung des Margaretengürtels und der Sanierung von
Gemeindebauten, konnten sichtbare Erfolge erzielt werden. Darüber
hinausgehend zeigten auch die Maßnahmen der Wiener Verkehrspolitik
ihre Wirkung: Gegen nationale und internationale Trends ist die
Verkehrsmenge am Gürtel in den letzten Jahren eher gesunken als
gestiegen, wobei der Ausbau des U-Bahn-Netzes mit Park & Ride und die
Parkraumbewirtschaftung zu greifen beginnen.

o Arbeitsauftrag für ein neues Gürtelmanagement

In ihrem Regierungsprogramm "100 Projekte für Wien" bekannte
sich die Wiener Stadtregierung zur forcierten Fortführung der
Verbesserungsstrategien für den Gürtel. Ziel ist die Erstellung eines
strategischen Handlungskonzeptes, das geeignet ist, die positiven
Entwicklungsimpulse zu perpetuieren und den ganzen Gürtelbereich zu
erfassen.

Für das Zielgebiet Gürtel wurde nunmehr ein operationelles
Programm ausgearbeitet, mit dem der Gürtelbereich weiter aufgewertet
und nicht nur durch bauliche, sondern auch soziale, kulturelle und
wirtschaftliche Maßnahmen attraktiviert werden soll. Dazu sollen
Entwicklungspotenziale aufgezeigt und Synergien genutzt bzw.
hergestellt werden. Neue Projekte sollen ebenso erarbeitet werden,
wie bereits bestehende in das Programm einfließen und koordiniert
werden. Öffentliche Einrichtungen sind dabei gleichermaßen
angesprochen wie BürgerInnen, Investoren, Unternehmen, kulturelle
Einrichtungen etc., dem Prinzip des Public Private Partnership kommt
besondere Bedeutung zu.

Die Programmorganisation besteht aus einer strategischen und
einer operationellen Lenkungsgruppe, eigenen Projektgruppen zur
Vorbereitung und Begleitung der Projekte sowie einem Gürtelbeirat als
Vertretungsgremium für die BürgerInnen. Als Projektkoordinator wurde
DI Dr. Wolfgang Sengelin, MA 21 A, eingesetzt. Die
Start-up-Veranstaltung für das neue Gürtelprogramm ist für Mai
vorgesehen.

Weitere Informationen:

o Gürtel Transform:
www.wien.gv.at/stadtentwicklung/guerteltransform/index.htm
(Schluss) gb/lf

Rückfragehinweis: PID-Rathauskorrespondenz:

www.wien.at/vtx/vtx-rk-xlink/
Gaby Berauschek
Tel.: 4000/81 414
e-mail: [email protected]
Lothar Fischmann
Tel.: 4000/ 81 418
e-mail: [email protected]

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