Schicker: Neues Zielprogramm für den Gürtel

Wien, (OTS) Der Gürtel als die wichtigste Verkehrsader Wiens erhielt unter dem früheren Planungsstadtrat Hannes Swoboda durch das EU-Programm "Urban Gürtel Plus" neue Impulse. Eine junge, lebendige Kultur- und Lokalszene siedelte sich in den Stadtbahnbögen an, Sanierungsmaßnahmen zur Verbesserung der Wohnsituation trugen ebenso wie soziale und arbeitsmarktpolitische Projekte zu einem neuen, positiven Lebensgefühl bei. Einer der Punkte im "100-Projekte-Programm" der Wiener Stadtregierung
ist die Fortführung der Aufwertung und Attraktivierung der Gürtelzone. "Der Gürtel hat in vielen Bereichen einen wesentlichen Entwicklungsschub erfahren. Nunmehr geht es darum, an die Erfolge des Urban-Projekts anzuknüpfen und durch neue, aber auch durch Koordinierung bereits bestehender Projekte dem Gürtel als urbanen Lebensraum ein neues Image zu geben", stellte Stadtentwicklungsstadtrat DI Rudolf Schicker am Donnerstag fest.

o Ausgangslage

Das Gebiet umfasst ca. 750 ha Fläche, davon 580 ha Baublöcke. Die Länge des Gürtels ist ca. 13,5 km, die Gürtelgebiete in den 14 angrenzenden Bezirken umfassen rund 95.000 BewohnerInnen, 55.000 Wohnungen, rund 5.000 Arbeitsstätten sowie ca. 50.000 Beschäftigte.

In den vergangenen Jahrzehnten entwickelte sich der Gürtel zunehmend als Verkehrsraum. Mit dieser Entwicklung gingen allerdings auch negativ wirksame Effekte einher. Diesen gegenzusteuern hat sich die Stadt Wien seit über einem Jahrzehnt verschrieben. Mit einer Reihe von Maßnahmen, besonders aus den langfristigen Handlungsprogrammen der sanften Stadterneuerung und aus dem über mehrere Jahre laufenden EU-Programm Urban Wien - Gürtel Plus, aber auch der Neugestaltung des Margaretengürtels und der Sanierung von Gemeindebauten, konnten sichtbare Erfolge erzielt werden. Darüber hinausgehend zeigten auch die Maßnahmen der Wiener Verkehrspolitik ihre Wirkung: Gegen nationale und internationale Trends ist die Verkehrsmenge am Gürtel in den letzten Jahren eher gesunken als gestiegen, wobei der Ausbau des U-Bahn-Netzes mit Park & Ride und die Parkraumbewirtschaftung zu greifen beginnen.

o Arbeitsauftrag für ein neues Gürtelmanagement

In ihrem Regierungsprogramm "100 Projekte für Wien" bekannte sich die Wiener Stadtregierung zur forcierten Fortführung der Verbesserungsstrategien für den Gürtel. Ziel ist die Erstellung eines strategischen Handlungskonzeptes, das geeignet ist, die positiven Entwicklungsimpulse zu perpetuieren und den ganzen Gürtelbereich zu erfassen.

Für das Zielgebiet Gürtel wurde nunmehr ein operationelles Programm ausgearbeitet, mit dem der Gürtelbereich weiter aufgewertet und nicht nur durch bauliche, sondern auch soziale, kulturelle und wirtschaftliche Maßnahmen attraktiviert werden soll. Dazu sollen Entwicklungspotenziale aufgezeigt und Synergien genutzt bzw. hergestellt werden. Neue Projekte sollen ebenso erarbeitet werden, wie bereits bestehende in das Programm einfließen und koordiniert werden. Öffentliche Einrichtungen sind dabei gleichermaßen angesprochen wie BürgerInnen, Investoren, Unternehmen, kulturelle Einrichtungen etc., dem Prinzip des Public Private Partnership kommt besondere Bedeutung zu.

Die Programmorganisation besteht aus einer strategischen und einer operationellen Lenkungsgruppe, eigenen Projektgruppen zur Vorbereitung und Begleitung der Projekte sowie einem Gürtelbeirat als Vertretungsgremium für die BürgerInnen. Als Projektkoordinator wurde DI Dr. Wolfgang Sengelin, MA 21 A, eingesetzt. Die Start-up-Veranstaltung für das neue Gürtelprogramm ist für Mai vorgesehen.

Weitere Informationen:

o Gürtel Transform:
www.wien.gv.at/stadtentwicklung/guerteltransform/index.htm (Schluss) gb/lf

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