• 21.02.2002, 10:45:01
  • /
  • OTS0088 OTW0088

2001 bestes Tourismusjahr aller Zeiten

Rossmann: "Noch nie waren so viele Gäste in Österreich!"

Wien (BMWA/OTS) - Im Rahmen der heutigen Pressekonferenz präsentierte
Tourismus-Staatssekretärin Mares Rossmann gemeinsam mit Dr. Peter
Laimer, Statistik Austria, und Dr. Egon Smeral,
Wirtschaftsforschungsinstitut (WIFO) die erfreulichen Ergebnisse des
abgelaufenen Tourismusjahres. ***

2001 Steigerung bei Gästen, Umsatz und Nächtigungen trotz
weltweitem Rückgang der Touristenzahlen

"Noch nie waren so viele Gäste und so viel Umsatz aus dem
Reiseverkehr in Österreich! In Anbetracht der weltweiten Entwicklung
ist dies äußerst erfreulich", vermerkte Rossmann. Im vergangenen Jahr
kamen 26.883.488 Gäste in unser Land, generierten 16,5 Mrd. Euro
Umsatz (+7,5%) und bewirkten eine Nächtigungssteigerung von 1,3%
gegenüber dem Vorjahr. Bemerkenswert ist weiters, dass auch der
Spitzenwert an deutschen Gästen - unserem Hauptherkunftsmarkt - aus
dem Jahr 1992 wieder erreicht werden konnte. Österreich habe es
verstanden, sich gut auf dem Markt zu positionieren, und habe dafür
nun die Früchte ernten können, so Rossmann.

Erstmals seit fast 20 Jahren wurde 2001 weltweit ein Rückgang von
1,3% bei Touristenzahlen verzeichnet, was die
Welttourismusorganisation (WTO) auf die Terroranschläge vom 11.
September 2001 in den USA und das in der Folge geänderte
Reiseverhalten zurückführt. Das Bedürfnis nach Sicherheit ist bei der
Urlaubsentscheidung seither in den Vordergrund gerückt und hat mehr
denn je an Bedeutung gewonnen. Und gerade dies war eine große Chance
für das Tourismusland Österreich mit der Kleinstrukturiertheit seiner
Betriebe und seiner Stärke im Nahmarkt.

Und was die Pro-Kopf-Einnahmen aus dem internationalen Reiseverkehr
betrifft, so war Österreich auch 2001 wieder "Weltmeister" mit
Pro-Kopf-Einnahmen in einer geschätzten Höhe von 1.636,3 Euro, eine
deutliche Zunahme um +7,4% gegenüber dem Vorjahr.

Im internationalen Ranking behauptet sich Frankreich mit 76,5 Mio.
Touristen (+1,2%) nach wie vor als beliebtestes Urlaubsland der Welt
an erster Stelle, gefolgt von Spanien (49,5 Mio./ +3,4%) und den USA
(44,5 Mio./ -12,6%). Österreich liegt im weltweiten Ranking an elfter
Stelle, hinter Deutschland aber deutlich vor der Schweiz, die auf
Rang 22 abgerutscht ist.

Gesamttouristische Wertschöpfung seit Jahren kontinuierlich im
Steigen

2001 lag die direkte und indirekte Wertschöpfung des Tourismus (ohne
Dienst- und Geschäftsreisen) bei 19,4 Mrd. Euro oder 9,1% des BIP, im
Vergleich dazu betrug diese 2000 18,2 Mrd. Euro und 1999 17 Mrd.
Euro.

Die direkte Wertschöpfung schließt die Gesamtausgaben eines Gasts an
einem Tourismusort - wie Übernachtung, Essen, Shopping, Discobesuch
und Taxifahrt - ein, die indirekte Wertschöpfung berücksichtigt auch
die Vorleistungen der vom Tourismus betroffenen Unternehmen wie
Kosten für einen Anwalt, Steuerberater oder die Anlieferung von
Nahrungsmitteln.

Die direkte und indirekte Wertschöpfung des Freizeitkonsums der
Österreicher am Wohnort betrug 2001 15 Mrd. Euro oder 7,1% des BIP,
2000 13,9 Mrd. Euro und 1999 13,45 Mrd. Euro. Damit ergibt sich für
die direkte und indirekte Wertschöpfung von Tourismus und Freizeit
zusammen in Österreich für das Jahr 2001 ein Betrag von 34,5 Mrd.
Euro bzw. 16,2% des BIP. Im vergleich dazu brachten Tourismus und
Freizeitwirtschaft im Jahr 2000 32,2 Mrd. Euro (15,6% des BIP), 1999
30,6 Mrd. Euro (15,5% des BIP) an Wertschöpfung ein. Für Rossmann
unterstreichen diese Zahlen die Bedeutung der Branche: "Mit einem
Anteil von 16,2% des BIP im Jahr 2001 ist der Tourismus einer der
wichtigsten Wirtschaftszweige in Österreich."

Millionen für den Tourismus

Die Tourismusförderungen im Jahr 2001 betrugen insgesamt 89,2 Mio.
Euro, wovon 24,5 Mio. Euro aus dem Bundesministerium für Wirtschaft
und Arbeit, 64,7 Mio. Euro aus den Bundesländern kamen. Hinzu kommt
noch das gesamte Marketingbudget für Tourismusorganisationen (auf
allen Ebenen, jedoch ohne Betriebe), das im Jahr 2001 auf ca. 200-250
Mio. Euro geschätzt werden kann.

"Eine beachtliche Summe, vor allem wenn man bedenkt, dass die
Investitionen von heute die Erfolge von morgen sind!", so Rossmann.
Die Investitionen der Tourismusbranche dürfen aber nicht isoliert
gesehen werden, denn erwiesenermaßen profitieren von ihnen die
Professionisten in einem Umkreis von 50 km. Daraus ergibt sich ein
wesentlicher stimulativer Effekt auf die übrige Wirtschaft -
insbesondere das Bau- und Baunebengewerbe. (Schluss) bxf

Rückfragehinweis: Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit
Staatssekretariat: Mag. Elke Nebenführ, Tel.: (01) 71100-2375

E-Mail: [email protected]
Internet: http://www.bmwa.gv.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | MWT/MWT

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel