2001 bestes Tourismusjahr aller Zeiten

Rossmann: "Noch nie waren so viele Gäste in Österreich!"

Wien (BMWA/OTS) - Im Rahmen der heutigen Pressekonferenz präsentierte Tourismus-Staatssekretärin Mares Rossmann gemeinsam mit Dr. Peter Laimer, Statistik Austria, und Dr. Egon Smeral, Wirtschaftsforschungsinstitut (WIFO) die erfreulichen Ergebnisse des abgelaufenen Tourismusjahres. ***

2001 Steigerung bei Gästen, Umsatz und Nächtigungen trotz weltweitem Rückgang der Touristenzahlen

"Noch nie waren so viele Gäste und so viel Umsatz aus dem Reiseverkehr in Österreich! In Anbetracht der weltweiten Entwicklung ist dies äußerst erfreulich", vermerkte Rossmann. Im vergangenen Jahr kamen 26.883.488 Gäste in unser Land, generierten 16,5 Mrd. Euro Umsatz (+7,5%) und bewirkten eine Nächtigungssteigerung von 1,3% gegenüber dem Vorjahr. Bemerkenswert ist weiters, dass auch der Spitzenwert an deutschen Gästen - unserem Hauptherkunftsmarkt - aus dem Jahr 1992 wieder erreicht werden konnte. Österreich habe es verstanden, sich gut auf dem Markt zu positionieren, und habe dafür nun die Früchte ernten können, so Rossmann.

Erstmals seit fast 20 Jahren wurde 2001 weltweit ein Rückgang von 1,3% bei Touristenzahlen verzeichnet, was die Welttourismusorganisation (WTO) auf die Terroranschläge vom 11. September 2001 in den USA und das in der Folge geänderte Reiseverhalten zurückführt. Das Bedürfnis nach Sicherheit ist bei der Urlaubsentscheidung seither in den Vordergrund gerückt und hat mehr denn je an Bedeutung gewonnen. Und gerade dies war eine große Chance für das Tourismusland Österreich mit der Kleinstrukturiertheit seiner Betriebe und seiner Stärke im Nahmarkt.

Und was die Pro-Kopf-Einnahmen aus dem internationalen Reiseverkehr betrifft, so war Österreich auch 2001 wieder "Weltmeister" mit Pro-Kopf-Einnahmen in einer geschätzten Höhe von 1.636,3 Euro, eine deutliche Zunahme um +7,4% gegenüber dem Vorjahr.

Im internationalen Ranking behauptet sich Frankreich mit 76,5 Mio. Touristen (+1,2%) nach wie vor als beliebtestes Urlaubsland der Welt an erster Stelle, gefolgt von Spanien (49,5 Mio./ +3,4%) und den USA (44,5 Mio./ -12,6%). Österreich liegt im weltweiten Ranking an elfter Stelle, hinter Deutschland aber deutlich vor der Schweiz, die auf Rang 22 abgerutscht ist.

Gesamttouristische Wertschöpfung seit Jahren kontinuierlich im Steigen

2001 lag die direkte und indirekte Wertschöpfung des Tourismus (ohne Dienst- und Geschäftsreisen) bei 19,4 Mrd. Euro oder 9,1% des BIP, im Vergleich dazu betrug diese 2000 18,2 Mrd. Euro und 1999 17 Mrd. Euro.

Die direkte Wertschöpfung schließt die Gesamtausgaben eines Gasts an einem Tourismusort - wie Übernachtung, Essen, Shopping, Discobesuch und Taxifahrt - ein, die indirekte Wertschöpfung berücksichtigt auch die Vorleistungen der vom Tourismus betroffenen Unternehmen wie Kosten für einen Anwalt, Steuerberater oder die Anlieferung von Nahrungsmitteln.

Die direkte und indirekte Wertschöpfung des Freizeitkonsums der Österreicher am Wohnort betrug 2001 15 Mrd. Euro oder 7,1% des BIP, 2000 13,9 Mrd. Euro und 1999 13,45 Mrd. Euro. Damit ergibt sich für die direkte und indirekte Wertschöpfung von Tourismus und Freizeit zusammen in Österreich für das Jahr 2001 ein Betrag von 34,5 Mrd. Euro bzw. 16,2% des BIP. Im vergleich dazu brachten Tourismus und Freizeitwirtschaft im Jahr 2000 32,2 Mrd. Euro (15,6% des BIP), 1999 30,6 Mrd. Euro (15,5% des BIP) an Wertschöpfung ein. Für Rossmann unterstreichen diese Zahlen die Bedeutung der Branche: "Mit einem Anteil von 16,2% des BIP im Jahr 2001 ist der Tourismus einer der wichtigsten Wirtschaftszweige in Österreich."

Millionen für den Tourismus

Die Tourismusförderungen im Jahr 2001 betrugen insgesamt 89,2 Mio. Euro, wovon 24,5 Mio. Euro aus dem Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit, 64,7 Mio. Euro aus den Bundesländern kamen. Hinzu kommt noch das gesamte Marketingbudget für Tourismusorganisationen (auf allen Ebenen, jedoch ohne Betriebe), das im Jahr 2001 auf ca. 200-250 Mio. Euro geschätzt werden kann.

"Eine beachtliche Summe, vor allem wenn man bedenkt, dass die Investitionen von heute die Erfolge von morgen sind!", so Rossmann. Die Investitionen der Tourismusbranche dürfen aber nicht isoliert gesehen werden, denn erwiesenermaßen profitieren von ihnen die Professionisten in einem Umkreis von 50 km. Daraus ergibt sich ein wesentlicher stimulativer Effekt auf die übrige Wirtschaft -insbesondere das Bau- und Baunebengewerbe. (Schluss) bxf

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