Hohes Wachstumstempo der Wiener Städtischen Gruppe im Jahr 2001

Wien (OTS) - Die Wiener Städtische Gruppe kann im Jahr 2001 trotz der schwierigen Kapitalmarktsituation laut vorläufigen Zahlen ein respektables Geschäftsergebnis aufweisen. Das Ausland leistete mit einem Wachstumsschub von 31,3 Prozent und einer Prämiensumme von 687,08 Mio. EUR (9.454,43 Mio. ATS) einen wesentlichen Beitrag zur guten Entwicklung. Im Inland stieg der Prämienumsatz um 6,8 Prozent auf 2.590,23 Mio. EUR (35.642,34 Mio. ATS). Dies gab das Unternehmen anlässlich eines Pressegespräches am 21. Februar 2002 in Wien bekannt.

Generaldirektor Dr. Günter Geyer: "Schwerpunkt im vergangenen Jahr war eine weitere Forcierung des Auslandsgeschäftes. Mit dem Erwerb von fünf Gesellschaften in Polen, Rumänien, Kroatien und der Slowakei ist uns dies voll und ganz gelungen. Über die Landesgrenzen hinaus gehören nunmehr bereits zwölf Unternehmen in neun Ländern zur Gruppe, im Inland sind es sieben Gesellschaften. Intensiv wird zur Zeit an einem Markteintritt in Bulgarien und Serbien gearbeitet. Noch binnen Jahresfrist soll dieser vollzogen sein - damit wird die Wiener Städtische zu einem der wichtigsten Versicherer am Balkan." Verantwortlich für den hervorragenden zweiten Rang insgesamt in den Ländern Osteuropas sind die Auslandsgesellschaften in Tschechien, der Slowakei und Ungarn. Die größte Auslandstochter Kooperativa Prag - im Vorjahr als drittbestes Unternehmen Tschechiens ausgezeichnet -steigerte ihre Prämien im Jahr 2001 um 24,1 Prozent auf 424,54 Mio. EUR (5.841,80 Mio. ATS).

In der Slowakei konnten die Kooperativa Bratislava und die Komunalna durch die Liberalisierung des Autoversicherungsgeschäftes knapp 400.000 Kfz-Versicherungsverträge abschließen und damit den zweiten Rang hinter dem ehemaligen Monopolisten Slovenska poistovna auf diesem stark umkämpften Markt erreichen.

Von Oktober 2001 bis Jänner 2002 wurden dadurch bereits rund 1,4

Mrd. SKK (31,80 Mio. EUR/437,63 Mio. ATS) lukriert. Insgesamt nahmen die beiden slowakischen Gesellschaften im Jahr 2001 Prämien in der Höhe von 78,94 Mio. EUR (1.086,24 Mio. ATS) ein.

Mit der Union Biztosító ist die Wiener Städtische seit drei Jahren in Ungarn tätig. Die Prämiensteigerung der Gesellschaft von 92,8 Prozent auf 17,84 Mio. EUR (245,48 Mio. ATS) im vergangenem Jahr übertraf das regionale Marktwachstum um mehr als das Zehnfache. Die in den vergangenen Jahren stark wachsende ungarische Versicherungswirtschaft hat sich auf der Höhe des Rekordjahres 2000 weitestgehend stabilisiert.

Zweistellige Zuwachsraten im Inland erzielten im letzten Jahr der Industrie- und Transportversicherer Montan (plus 48,1 Prozent), die CA-Versicherung (plus 12,1 Prozent) und die Union (plus 15,2 Prozent). Besonders erfolgreich war auch die Donau Versicherung mit Prämien von 513,58 Mio. EUR (7.067,01 Mio. ATS). Die S-Versicherung und die Wüstenrot Versicherung, die zu je rund 30 Prozent zur Wiener Städtischen Gruppe gehören, schrieben einen Umsatz von 1.335,06 Mio. EUR (18.370,83 Mio. ATS).

Insgesamt erreichte die Gruppe im Vorjahr ein Prämienvolumen von 3.277,33 Mio. EUR (45.097,04 Mio. ATS) und damit eine Wachstumssteigerung von 11,2 Prozent.

Wiener Städtische Aktiengesellschaft überschreitet 20-Milliarden-Schilling-Schallmauer, gute Entwicklung in den Sachsparten und bei den Kosten

Laut vorläufigen Ergebnissen überschritten die direkt verrechneten Prämieneinnahmen der börsennotierten Wiener Städtischen Allgemeinen Versicherung AG im Jahr 2001 die 20-Milliarden-Schilling-Marke (1.455,62 Mio. EUR/20.029,77 Mio. ATS). Gegenüber dem Vorjahr bedeutet dies eine Steigerung von insgesamt 4,8 Prozent. Gleichzeitig wuchsen die Versicherungsleistungen im selben Zeitraum auf 1.122,90 Mio. EUR (15.451,44 Mio ATS) - das entspricht einer Erhöhung von 6,6 Prozent.

In der Schaden-/Unfallversicherung lag die Wiener Städtische mit einem Prämienplus von 6,9 Prozent auf 616,44 Mio. EUR (8.482,40 Mio. ATS) deutlich über dem Marktwachstum. Zu dieser guten Entwicklung haben vor allem die Sachsparten Feuer- und Sturmschadenversicherung sowie die Kfz-Haftpflicht und -Kaskoversicherung beigetragen. Erfreulich war auch der Rückgang der Schaden-/Unfallversicherungs-Leistungen um 11,1 Prozent auf 407,76 Mio. EUR (5.610,90 Mio. ATS), da vor allem Feuer-Großereignisse und Unwetterschäden weitgehend ausblieben.

In der Auto-Versicherung zeichnete sich eine leichte Verbesserung des Schadensatzes, u.a. durch die Rücknahme von Rabatten, vermehrte Risikoselektion und den Rückgang der Sturm- und Hagelschäden, ab. Das Prämienvolumen stieg im vergangenen Jahr auf 229,89 Mio. EUR (3.163,36 Mio. ATS; plus 5,8 Prozent). Die Leistungen - ohne Verkaufs- und Verwaltungskosten - betrugen 199,86 Mio. EUR (2.750,07 Mio. ATS).

In der Krankenversicherung beliefen sich die Prämieneinnahmen auf 253,25 Mio. EUR (3.484,80 Mio. ATS). Damit konnte im Vergleich zum Jahr 2000 eine Erhöhung von 3,4 Prozent verbucht werden. Die Krankenversicherungsleistungen erhöhten sich auf einen Betrag von 207,76 Mio. EUR (2.858,84 Mio. ATS; plus 2,3 Prozent).

In der Lebensversicherung ist der Zuwachs mit plus 3,3 Prozent geringer ausgefallen als im Vorjahr: Infolge der angespannten Kapitalmarktsituation gegen Ende des Jahres nahm die Wiener Städtische Einmalerläge mit erhöhter, nicht marktkonformer Verzinsung nicht mehr an. Das Prämienvolumen betrug 585,92 Mio. EUR (8.062,43 Mio. ATS) und wird getragen durch Einnahmen aus Lebensversicherungen gegen laufende Prämie für langfristige Vorsorgeprodukte, die um 5,1 Prozent zulegten. Der Anstieg bei den Versicherungsleistungen im Ausmaß von 29,6 Prozent war u.a. bedingt durch das Abreifen kurzfristiger Einmalerläge, die 1996 noch knapp vor der Einkommenssteuerreform abgeschlossen wurden.

Deutliche Entlastungen zeichneten sich im gesamten Kostenbereich ab. Dieser Posten verminderte sich um 5,2 Prozent auf 274,45 Mio. EUR (3.776,51 Mio. ATS).

Die Kapitalanlagen der Wiener Städtischen beliefen sich mit Ende Dezember 2001 auf 6.712,61 Mio. EUR (92.367,53 Mio. ATS) und lagen damit um 3,9 Prozent höher.
Das Finanzergebnis war stark geprägt durch die Turbulenzen an den internationalen Finanzmärkten und sank auf 308,61 Mio. EUR (4.246,57 Mio. ATS).

Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) wird sich auf dem Niveau des Jahres 2000 einpendeln (19,66 Mio. EUR/270,53 Mio. ATS).

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