• 20.02.2002, 17:46:03
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DER STANDARD-Bericht: "Spanische Paprika "eingebürgert" - Global 2000: Pestizid-Gemüse als österreichische Produkte verkauft"

Erscheinungstag 21.2.2002

Wien (OTS) - Einige österreichische Lebensmittelhändler reagierten
jetzt auf die jüngsten Standard-Berichte über spanische
"Pestizid-Paprika". Allerdings auf eine Weise, die demnächst die
Justiz beschäftigen könnte. Sie machten aus den - wegen der
Giftbelastung momentan eher gemiedenen - "Paprika aus Spanien"
kurzerhand "Paprika aus Österreich", wie Mitglieder der
Umweltorganisation Global 2000 bei einem Lokalaugenschein in Wiener
Supermärkten entdeckten und fotograhisch dokumentierten. Global 2000
wird die Etiketten-Täuschung zur Anzeige bringen, zumal ein
Filialleiter zugegeben habe, dass die "österreichischen Paprika" in
Wirklichkeit in spanischen Folientunneln gereift seien.

Der Gartenbaureferent der Landwirtschaftkammer im südlichen
Bundesland Steiermark, Josef Weber, kommt ob des Gedankens an
"österreichische Paprika im Februar" leicht ins Schmunzeln. Gruber:
"Sogar jene Bauern, die über Heizanlagen verfügen, fangen erst in ein
paar Wochen mit den Pflanzungen an. Die ersten wirklich
österreichischen Paprika kommen frühestens ab Mai in den Handeln."
Heimische Paprika gebe es gegenwärtig "höchstens in Gemüsedosen".

Global-2000-Mediziner Klaus Kastenhofen zeigt sich einigermaßen
entrüstet über jene Händler, die das Paprikaka-Problem mit einer
Umetikettierung zu lösen versuchten: "Nachdem wir bei Tests von
spanischen Paprika einen Giftcocktail von bis zu acht Pestiziden in
einer Probe festgestellt hatten, versuchen Handelsketten jetzt
anscheinend die Konsumenten bewusst zu täuschen."

Rückfragehinweis: Der Standard
Tel.: (01) 531 70/428

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | PST/OTS

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