Havelka: Autokauf nur beim Fahrzeughandel sicher

Fahrzeughandel, Justizministerium, VKI und Autofahrerklubs präsentieren Musterkaufvertrag

Wien (PWK133) - In Österreich wechseln derzeit jährlich etwa 750.000 Gebrauchtwagen den Besitzer. Ca. 50 Prozent davon werden über die österreichischen Fahrzeugbetriebe abgewickelt. "Unser Ziel ist es, diesen Anteil massiv zu erhöhen - zum maximalen Schutz für Konsumenten und Händler", erklärte Heinz Havelka, Vorsteher des Bundesgremium Fahrzeughandels in der Wirtschaftskammer Österreich. Aus diesem Grund wurde heute der aktuelle Gebrauchtwagen-Musterkaufvertrag, der gemeinsam mit dem VKI und den Autofahrerklubs sowie dem Justizministerium erarbeitet wurde, präsentiert.

"Jeder Konsument, der einen Gebrauchtwagen kaufen möchte, ist gut beraten zum Händler zu gehen und solch einen Vertrag zu verlangen", unterstrich auch Sektionschef Gottfried Mayer von der Konsumentenschutzsektion des Justizministeriums. Für ihn ist der Mustervertrag ein Beitrag zu besseren Konsumentenrechten, der vor allem durch das neue Gewährleistungsrecht besondere Bedeutung erhält. Durch die ab 1.1.2002 in Kraft getretenen Bestimmungen der neuen Gewährleistungsbestimmungen erhält der Konsument mehr Rechte. Die Gewährleistungsfrist für Neuwagen wurde auf zwei Jahre erhöht. Darüber hinaus hat der Fahrzeughändler in den ersten sechs Monaten die Beweislast zu tragen. Bei Gebrauchtwagen kann eine Verkürzung der Gewährleistungsfrist bis auf ein Jahr vereinbart werden, allerdings muss dies mit dem Konsumenten ausgehandelt werden - ausgenommen sind Fahrzeuge, bei denen seit dem Tag der ersten Zulassung weniger als ein Jahr verstrichen ist.

Der Fahrzeughandel bietet dem Konsumenten aber, außer dem Musterkaufvertrag, auch weitere umfangreiche Vorteile, wie z.B. die garantierte Gewährleistung, eine allfällig darüber hinausgehende Händler- bzw. Herstellergarantie, Service, Beratung etc. Außerdem hat die Wirtschaftskammer österreichweite kostenlose Schlichtungsstellen in den einzelnen Landesgremien eingerichtet, die aber natürlich nur nach dem Kauf beim Händler helfen können. "Beim Kauf Privat-zu-Privat wird praktisch durchgängig die Gewährleistung ausgeschlossen und der Käufer hat damit keine Rechte," betont Havelka. Aus diesem Grund startet das Bundesgremium nun eine österreichweite Kampagne, in der der Kunde auf die Vorteile beim Kauf vom Fahrzeugfachhandel hingewiesen wird. Ergänzend dazu wird es den Folder "Vertrauen hat Vorrang" geben, der die Kunden über ihre Rechte informieren soll.

Zum Entwurf der Gruppenfreistellungsverordnung (GVO), der kürzlich in Brüssel präsentiert wurde, meinte Havelka abschließend: "Monti holt mit dieser Verordnung zum Schwertschlag gegen Automobilerzeuger aus, trifft damit aber die klein- und mittelständischen Unternehmen, die in dieser Branche die meisten Arbeits- und Ausbildungsplätze bieten. Dagegen setzt sich der heimische Fahrzughandel massiv zur Wehr." (EBK)

Rückfragen & Kontakt:

Presseabteilung
Tel.: (01) 50105-3400
Fax: (01) 50105-263
e-mail: presse@wko.at
http://www.wko.at/Presse

Wirtschaftskammer Österreich

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | PWK/PWK