• 20.02.2002, 12:36:57
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  • OTS0147 OTW0147

Grillitsch: Steuerreform darf zu keinen Belastungen bei der Grundsteuer führen

Grundsteuer-Systemänderung bringt untragbare Härten und hohe Verwaltungskosten

Wien, 20. Februar 2002 (AIZ). - "Ziel der nächsten Steuerreform muss
eine Entlastung der Bürger und eine Vereinfachung des Steuersystems
sein. Die von Finanzminister Grasser vorgeschlagene Anhebung der
Grundsteuer und das Abgehen vom Einheitswertsystem bewirkt genau das
Gegenteil und wird von uns daher entschiedenst abgelehnt", erklärte
heute der Präsident des Österreichischen Bauernbundes, Fritz
Grillitsch, in einer ersten Reaktion auf die von Minister Grasser
gemachten Vorschläge zur Anhebung der Grundsteuer und dem Abgehen
vom Einheitswert.

"Nicht einmal der sozialistischen Alleinregierung wäre es
eingefallen, das auf die Ertragsfähigkeit des Grund- und
Gebäudevermögens abstellende Einheitswertsystem zu beseitigen und
durch den Verkehrswert oder andere Steuerbemessungsarten zu
ersetzen. Jedes andere System, das sich nicht am Ertragswert von
Grund und Boden sowie Gebäuden orientiert, führt zu zahlreichen
Härtefällen, da es die finanzielle Leistungsfähigkeit der Eigentümer
nicht berücksichtigt. Bei einem Abgehen vom Einheits- und
Ertragswertsystem ist zu befürchten, dass zahlreiche Bauern und
Häuselbauer wegen der Steuer gezwungen wären, sogar ihr Vermögen zu
verkaufen. Die Entwicklung eines neuen Ertragswertsystems würde
hingegen, außer einem hohen Bürokratieaufwand, nichts bringen",
zeigt Grillitsch Härten und Probleme der angedachten Vorschläge auf.

"Eine Erhöhung der Grundsteuer würde nicht nur die Land- und
Forstwirtschaft und die fleißigen Häuselbauer massiv betreffen,
sondern durch die damit verbundenen Betriebskostenerhöhungen auch
alle Mieter. Grassers Vorschläge zur Grundsteuer würden daher zu
höheren Steuerbelastungen für alle führen und im Speziellen die
Wettbewerbsfähigkeit der österreichischen Landwirtschaft gefährden.
Dies widerspricht ganz klar unseren Vorstellungen, dass durch die
Steuerreform die Wettbewerbsfähigkeit der Landwirtschaft gestärkt,
das Steuersystem vereinfacht und die Bürger nachhaltig entlastet
werden soll", erklärte Grillitsch.
(Schluss)

Rückfragehinweis: AIZ - Agrarisches Informationszentrum, Pressedienst

Tel: 01/533-18-43, mailto:[email protected]
http://www.aiz.info
FAX: (01) 535 0438

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