- 20.02.2002, 12:08:35
- /
- OTS0130 OTW0130
NEWS-Gallup-Umfrage: Keine Mehrheit mehr für Schwarz-Blau - Österreicher wünschen sich Haiders Rückzug, glauben aber nicht
daran.
- 69 Prozent für Rückzug Haiders aus der Bundespolitik - aber:
78 Prozent bezweifeln, dass er dies je tut.
- Überhaupt schwache Werte für Jörg Haider: 61 Prozent sagen, er
schadet Österreichs Ansehen im Ausland und die Österreicher
halten ihn nur mehr für den drittwichtigsten FPÖ-Politiker.
Niedrige Akzeptanz auch bei FPÖ-Wählern.
- Sonntagsfrage: SPÖ 37 Prozent, ÖVP 28 Prozent, FPÖ 20 Prozent,
Grüne 14 Prozent.
Utl.: Vorausmeldung zu NEWS 8/02 v. 21.2.2002 =
Wien (OTS) - Eine aktuelle Umfrage, die das Nachrichtenmagzazin
NEWS vom Meinungsinstitut Gallup durchführen ließ und in ihrer morgen
erscheinenden Ausgabe veröffentlicht, zeigt massive Auswirkungen der
jüngsten FPÖ-Querelen auf die Meinung der Österreicher. So liegt
derzeit die schwarz-blaue Koalition deutlich hinter Rot und Grün. ÖVP
und FPÖ kämen demnach gemeinsam nur mehr auf 48 Prozent, SPÖ und
Grüne hingegen auf 51 Prozent, wären am kommen Sonntag
Nationalratswahlen. Die Details: die SPÖ könnte mit 37 Prozent der
Stimmen rechnen (+1 gegenüber dem Vormonat), die ÖVP mit 28 Prozent
(+1), die FPÖ fiele auf knappe 20 Prozent (-2), und auch die Grünen
zeigen sich mit 14 Prozent (+1) erstmals seit langem wieder stärker.
Die Umfrage stellt Kärntens Landeshauptmann Jörg Haider ein wenig
erfreuliches Zeugnis aus. Es zeigt sich ein gewisser Ermüdungseffekt,
außerdem scheinen die Österreicher Haider weniger ernst zu nehmen als
früher. Die Frage, ob sich Jörg Haider tatsächlich gänzlich aus der
Bundespolitik zurückziehen soll, wird von der großen Mehrheit von 69
Prozent aller Österreicher bejaht. Sensationelles Detail: sogar 46
Prozent der deklarierten FPÖ-Wähler sind für totale bundespolitische
Abstinenz Haiders. Auch Haiders Glaubwürdigkeit ist schwer
angeschlagen. 78 Prozent der Österreicher schenken der Ankündigung
Haiders keinen Glauben, sich je zurückzuziehen (70 Prozent der
deklarierten FPÖ-Wähler).
Überraschend auch die Einschätzung der Wichtigkeit der führenden
FPÖ-Politiker. Hier liegt Haider nur mehr an dritter Stelle. 60
Prozent der Österreicher halten Finanzminister Karl-Heinz Grasser für
wichtig für die FPÖ, 55 Prozent glauben das von Vizekanzlerin Susanne
Riess-Passer und nur 53 Prozent von Jörg Haider. Dahinter liegen
Herbert Scheibner (27 Prozent) und Peter Westenthaler (24 Prozent).
Deutlich unterschiedlich allerdings die Einschätzung der deklarierten
FPÖ-Wähler. Für sie ist nach wie vor Jörg Haider die Nummer eins (76
Prozent), Susanne Riess-Passer die Nummer zwei (73 Prozent) und
Karl-Heinz Grasser die Nummer drei (65 Prozent). Für die FPÖ-Wähler
liegt Verteidigungsminister Herbert Scheibner (34 Prozent) sogar noch
inter Peter Westenthaler (41 Prozent).
61 Prozent glauben, das Jörg Haider Österreichs Ansehen im Ausland
schadet (nur 20 Prozent glauben das nicht). Und nur 19 Prozent
glauben, dass Jörg Haider je Chancen haben wird, Bundeskanzler zu
werden (auch nur 30 Prozent der FPÖ-Wähler).
Gespalten zeigen sich die Österreicher bei der Frage, ob die FPÖ
ohne Jörg Haider Wahlerfolge erzielen könne. 37 Prozent bejahen das,
47 Prozent glauben, dass die FPÖ ohne Haider mit weniger Chancen zu
rechnen wäre.
Rückfragehinweis: Sekretariat NEWS-Chefredaktion
Tel.: (01) 213 12 1103
OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NES/OTS






