Edlinger zu ÖIAG: Vollprivatisierung und Ausverkauf wichtiger Industriebetriebe schadet Österreich

Nationale Selbstständigkeit nicht aufgeben - Austria Tabak und Semperit "warnende Beispiele"

Wien (SK) SPÖ-Budgetsprecher Rudolf Edlinger spricht sich gegen die Vollprivatisierung und den Ausverkauf wichtiger heimischer Industriebetriebe aus, wie dies ÖIAG-Vorstandsvorsitzendem Peter Michaelis vorschwebt. "Eine Vollprivatisierung samt Ausverkauf ins Ausland schadet dem Wirtschaftsstandort Österreich, weil sie die Existenz der Unternehmen, zahlreicher Zulieferer und vieler Arbeitsplätze im Land gefährdet. Semperit und Austria Tabak sollten warnende Beispiele sein, aus denen man gelernt haben sollte, seine nationale Selbstständigkeit nicht aufzugeben. Die SPÖ verlangt, dass die Privatisierungsideologen bei ihrem Ausverkauf Österreichs gestoppt werden", bekräftigte Edlinger am Mittwoch gegenüber dem Pressedienst der SPÖ. ****

"Das Ziel heimischer Wirtschaftspolitik darf nicht ausschließlich und in erster Linie sein, dem internationalen Finanzkapital möglichst attraktive Finanzanlagen zu ermöglichen, die dann möglichst hohe Renditen abwerfen. Das Ziel heimischer Wirtschaftspolitik muss sein, den Wirtschaftsstandort Österreich möglichst stark und selbst lebensfähig zu erhalten. Und dazu gehören strategisch wichtige Industriebetriebe im Inland, die forschen, die investieren, die Zulieferer, Dienstleister und Arbeitnehmer beschäftigen. Bei der Austria Tabak wurde die Chance vertan, dieses erfolgreiche Unternehmen selbst zu einem bestimmenden Unternehmen in der internationalen Tabakwirtschaft zu machen. Statt dessen wurde es mit dem kurzfristigen Blick auf den Privatisierungserlös und das Budget ans Ausland verschleudert. Und es wird nicht lange dauern, bis erste Pläne über Betriebsschließungen und den Abbau von Arbeitsplätzen auftauchen werden, denen man machtlos gegenüberstehen wird", meint Edlinger.

"Die Regierung degradiert mit ihrer Wirtschaftspolitik Österreichs Wirtschaft zu einer Filiale ausländischer Konzerne, die über Wohl und Wehe ganzer Betriebe, ganzer Orte, ganzer Belegschaften und Familien, ja über Beschäftigtenzahlen und Arbeitslosenquoten in Österreich bestimmen werden. Und wir werden tatenlos zuschauen müssen, weil uns nichts mehr gehört", warnt der frühere Finanzminister. (Schluss) hm/mm

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