Staatsopernpremiere "Jenufa" live auf Österreich 1 am 24. 2.

Wien (OTS) - Am Sonntag, den 24. Februar überträgt Österreich 1 ab 19.30 Uhr live aus der Wiener Staatsoper die Premiere von Leos Janaceks "Jenufa" unter Seiji Ozawa. Präsentation: Christoph Wagner-Trenkwitz. In der ersten Pause spricht Ö1-Opernchef Robert Werba mit "Jenufa"-Regisseur David Pountney, in der zweiten Pause stehen Auszüge aus einem bisher unveröffentlichten Briefwechsel zwischen Leos Janacek und Hugo Reichenberger, dem Dirigenten der Wiener Erstaufführung, auf dem Programm.****

Zwischen Hugo Reichenberger (1873-1938), dem Dirigenten der "Jenufa"-Erstaufführung an der Wiener Hofoper und dem Komponisten Leos Janacek entspann sich rund um die Premiere am 16. Februar 1918 ein reger Briefwechsel, von welchem leider nur mehr drei Briefe Janaceks erhalten sind, jedoch 14 Gegenbriefe von Reichenberger. Die - im "Jenufa"-Programmheft der Wiener Staatsoper erstmals veröffentlichten - Originalbriefe von Hugo Reichenberger liegen im Janacek-Archiv in Brünn, die Originalbriefe von Leos Janacek an Reichenberger sind in Privatbesitz. In der zweiten Pause der Oper sind Auszüge aus diesem Briefwechsel auf Österreich 1 zu hören.

Die Besetzung der Hauptpartien in Pountneys Neuinszenierung weist durchwegs attraktive Rollendebütanten auf. Anny Schlemm verkörpert die alte Buryja, Torsten Kerl und Jorma Silvasti die beiden führenden Tenorpartien Laca und Stewa. Und eine akustisch packende Konfrontation verspricht die Paarung Agnes Baltsa (Küsterin) und Angela Denoke (Jenufa) zu werden. Überragende dramatische Charakterisierungskunst zum einen und inniger vokaler Liebreiz zum anderen ist es ja, was die beiden Protagonistinnen dieser Oper unbedingt benötigen.

Die Wiener Erstaufführung im Februar 1918 half "Jenufa" zur internationalen Durchsetzung des Werkes und rückte den Namen Janacek im Bewusstsein des Publikums in die erste Reihe der zeitgenössischen Musiktheaterkomponisten. Zuletzt war die "Oper aus dem mährischen Bauernleben" im April 1991 in Wien zu erleben gewesen; nun kehrt sie in einer auf Charles Mackerras' Version basierenden musikalischen Fassung auf den Spielplan zurück - in deutscher Übertragung.

Ein halbes Jahr vor Amtsantritt als Musikdirektor in seinem künftigen Stammhaus Wiener Staatsoper übernimmt Seiji Ozawa am 24. Februar die Leitung von Leos Janaceks "Jenufa". Seine nachhaltigsten Erfolge an der Staatsoper konnte der 66-jährige japanische Dirigent mit Wiederaufnahmen im slawischen Repertoire verbuchen: Sein Debüt feierte er mit "Eugen Onegin" 1988, es folgte die von ihm geleitete fulminante "Pique Dame" 1992 und die Neueinstudierung des Werkes im Juni 1999. Sie führte zu Ozawas überraschendem Engagement als Musikdirektor ab der Saison 2002/03.(ih)

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