- 20.02.2002, 10:48:39
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Staatsopernpremiere "Jenufa" live auf Österreich 1 am 24. 2.=
Wien (OTS) - Am Sonntag, den 24. Februar überträgt Österreich 1 ab
19.30 Uhr live aus der Wiener Staatsoper die Premiere von Leos
Janaceks "Jenufa" unter Seiji Ozawa. Präsentation: Christoph
Wagner-Trenkwitz. In der ersten Pause spricht Ö1-Opernchef Robert
Werba mit "Jenufa"-Regisseur David Pountney, in der zweiten Pause
stehen Auszüge aus einem bisher unveröffentlichten Briefwechsel
zwischen Leos Janacek und Hugo Reichenberger, dem Dirigenten der
Wiener Erstaufführung, auf dem Programm.****
Zwischen Hugo Reichenberger (1873-1938), dem Dirigenten der
"Jenufa"-Erstaufführung an der Wiener Hofoper und dem Komponisten
Leos Janacek entspann sich rund um die Premiere am 16. Februar 1918
ein reger Briefwechsel, von welchem leider nur mehr drei Briefe
Janaceks erhalten sind, jedoch 14 Gegenbriefe von Reichenberger. Die
- im "Jenufa"-Programmheft der Wiener Staatsoper erstmals
veröffentlichten - Originalbriefe von Hugo Reichenberger liegen im
Janacek-Archiv in Brünn, die Originalbriefe von Leos Janacek an
Reichenberger sind in Privatbesitz. In der zweiten Pause der Oper
sind Auszüge aus diesem Briefwechsel auf Österreich 1 zu hören.
Die Besetzung der Hauptpartien in Pountneys Neuinszenierung weist
durchwegs attraktive Rollendebütanten auf. Anny Schlemm verkörpert
die alte Buryja, Torsten Kerl und Jorma Silvasti die beiden führenden
Tenorpartien Laca und Stewa. Und eine akustisch packende
Konfrontation verspricht die Paarung Agnes Baltsa (Küsterin) und
Angela Denoke (Jenufa) zu werden. Überragende dramatische
Charakterisierungskunst zum einen und inniger vokaler Liebreiz zum
anderen ist es ja, was die beiden Protagonistinnen dieser Oper
unbedingt benötigen.
Die Wiener Erstaufführung im Februar 1918 half "Jenufa" zur
internationalen Durchsetzung des Werkes und rückte den Namen Janacek
im Bewusstsein des Publikums in die erste Reihe der zeitgenössischen
Musiktheaterkomponisten. Zuletzt war die "Oper aus dem mährischen
Bauernleben" im April 1991 in Wien zu erleben gewesen; nun kehrt sie
in einer auf Charles Mackerras' Version basierenden musikalischen
Fassung auf den Spielplan zurück - in deutscher Übertragung.
Ein halbes Jahr vor Amtsantritt als Musikdirektor in seinem
künftigen Stammhaus Wiener Staatsoper übernimmt Seiji Ozawa am 24.
Februar die Leitung von Leos Janaceks "Jenufa". Seine nachhaltigsten
Erfolge an der Staatsoper konnte der 66-jährige japanische Dirigent
mit Wiederaufnahmen im slawischen Repertoire verbuchen: Sein Debüt
feierte er mit "Eugen Onegin" 1988, es folgte die von ihm geleitete
fulminante "Pique Dame" 1992 und die Neueinstudierung des Werkes im
Juni 1999. Sie führte zu Ozawas überraschendem Engagement als
Musikdirektor ab der Saison 2002/03.(ih)
Rückfragehinweis: ORF Radio Öffentlichkeitsarbeit
Isabella Henke
Tel.: 01/501 01/18050
e-mail: [email protected]
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