• 20.02.2002, 10:28:58
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THANN: "Kein Fahrzeug lenken ohne Ausbildung"=

KfV unterstützt Aktion "Safe Bike" als wichtigen Beitrag für

mehr Sicherheit für Einspurige. Im Ortsgebiet verunglücken
österreichweit rund 50% der Radfahrer auf Kreuzungen
- Anstieg der verunglückten Moped- und Motorrad-Lenker zu
beobachten=

Wien (OTS) - Der Frühling kommt und damit auch die Lust auf's
"Bike". Ob Fahrrad, Moped oder Motorrad - gelten die letzten beiden
Zweiräder als eher gefährliche Verkehrsmittel im Vergleich zum Pkw,
dürfen auch Radfahrer, vor allem in Städten, die Gefahren auf der
Straße nicht unterschätzen. Obwohl in Teilen der Bevölkerung der
Erholungs- und Sportnutzen des Fahrrades überwiegt, hat das Fahrrad
in den letzten Jahren auch als Verkehrsmittel eine Aufwertung
erfahren. Ein entscheidendes Kriterium für die Benutzung des
Fahrrades ist die Qualität und die Quantität der
Radverkehrsinfrastruktur. In Wien wurde für 2001 zwar eine Reduktion
von rund 13% der verunglückten Radfahrer prognostiziert. Rund 16% der
verunglückten Radfahrer wurden aber schwer verletzt.++++

50% der Radfahrer verunglücken auf Kreuzungen im Ortsgebiet

"Österreichweit verunglücken etwa 50% der Radfahrer auf Kreuzungen
im Ortsgebiet. Der Großteil der Radverkehrsunfälle - rund 80 % -
ereignet sich im Ortsgebiet. Ein entscheidender Beitrag zur Erhöhung
der Verkehrssicherheit wäre die Errichtung eines zusammenhängenden,
engmaschigen Radverkehrsnetzes. Bisher ist vor allem der
Kreuzungsbereich für Radfahrer mangelhaft gestaltet. Außerdem ist
eine stärkere Abstimmung auf den Berufs- und Schulverkehr
anzustreben", hält Dr. Othmar Thann, Direktor des Kuratorium für
Verkehrssicherheit (KfV), fest.

Kontinuierlicher Anstieg bei Moped-Unfällen

Das Moped gilt neben dem Motorrad als das mit Abstand
gefährlichste motorisierte Verkehrsmittel. Im Vergleich zu einem
Pkw-Lenker trägt ein Mopedlenker etwa das 10-fache Unfallrisiko!
Österreichweit ist bei den Verunglückten seit 1998 im Durchschnitt
ein Anstieg von 11% zu verzeichnen. Insgesamt verunglückten in den
letzten vier Jahren 17.556 Motorradfahrer (samt
Kleinmotorradbeteiligung) auf Österreichs Straßen.

12% aller Motorrad-Unfälle passieren in Wien

Bei den Motorrad- und Kleinmotorradlenkern und Mitfahrern ist in
Wien eine kontinuierliche Steigerung von rund 30% zu beobachten (1998
- 2001). Rund 500 Motorrad- und Kleinmotorradlenker samt Beifahrer
verunglücken seit 1998 jedes Jahr auf Wiener Straßen, wobei auch 2
Getötete jährlich zu verzeichnen sind. Ein bemerkenswerter Umstand
ist, dass im Vergleich zum restlichen Österreich 12% aller
Motorrad-Unfälle in Wien passieren. In gesamt Österreich liegt der
Anstieg der Zahlen der Verunglückten bei Motorrädern bei rund 20%.

Thann: "Kein Fahrzeug lenken ohne geeignete Ausbildung"

"Diese Zahlen machen deutlich, wie immens wichtig es ist sein
Fahrzeug zu beherrschen. Generell kann gesagt werden, dass kein
Fahrzeug - auch kein Moped - gelenkt werden darf ohne die geeignete
Ausbildung. Hervorzuheben ist in diesem Zusammenhang die
Notwendigkeit eines Trainings unter fachkundiger Anleitung in einem
Fahrsicherheitszentrum. Das Fahrsicherheitstraining vermittelt das
richtige Gefühl für Gefährt und Geschwindigkeit, Reaktionsfähigkeit
und Geschicklichkeit werden auf Vordermann gebracht und die
Selbstkontrolle wird aktiviert", verweist KfV-Direktor Dr. Thann auf
die Unverzichtbarkeit des Praxistrainings. Im Zusammenhang mit dem
Motorrad, sieht Thann im Zuge der jetzt anstehenden, umfassenden
Novellen zum Verkehrsrecht den Mitbeschluss der Mehrphasenausbildung
als unbedingt sinnvoll.

Rückfragehinweis: Kuratorium für Verkehrssicherheit

Pressestelle
Tel.: (01) 71 770/225
http://www.kfv.at

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