THANN: "Kein Fahrzeug lenken ohne Ausbildung"

KfV unterstützt Aktion "Safe Bike" als wichtigen Beitrag für

Wien (OTS) - mehr Sicherheit für Einspurige. Im Ortsgebiet verunglücken österreichweit rund 50% der Radfahrer auf Kreuzungen
- Anstieg der verunglückten Moped- und Motorrad-Lenker zu beobachten=

Der Frühling kommt und damit auch die Lust auf's
"Bike". Ob Fahrrad, Moped oder Motorrad - gelten die letzten beiden Zweiräder als eher gefährliche Verkehrsmittel im Vergleich zum Pkw, dürfen auch Radfahrer, vor allem in Städten, die Gefahren auf der Straße nicht unterschätzen. Obwohl in Teilen der Bevölkerung der Erholungs- und Sportnutzen des Fahrrades überwiegt, hat das Fahrrad in den letzten Jahren auch als Verkehrsmittel eine Aufwertung erfahren. Ein entscheidendes Kriterium für die Benutzung des Fahrrades ist die Qualität und die Quantität der Radverkehrsinfrastruktur. In Wien wurde für 2001 zwar eine Reduktion von rund 13% der verunglückten Radfahrer prognostiziert. Rund 16% der verunglückten Radfahrer wurden aber schwer verletzt.++++

50% der Radfahrer verunglücken auf Kreuzungen im Ortsgebiet

"Österreichweit verunglücken etwa 50% der Radfahrer auf Kreuzungen im Ortsgebiet. Der Großteil der Radverkehrsunfälle - rund 80 % -ereignet sich im Ortsgebiet. Ein entscheidender Beitrag zur Erhöhung der Verkehrssicherheit wäre die Errichtung eines zusammenhängenden, engmaschigen Radverkehrsnetzes. Bisher ist vor allem der Kreuzungsbereich für Radfahrer mangelhaft gestaltet. Außerdem ist eine stärkere Abstimmung auf den Berufs- und Schulverkehr anzustreben", hält Dr. Othmar Thann, Direktor des Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV), fest.

Kontinuierlicher Anstieg bei Moped-Unfällen

Das Moped gilt neben dem Motorrad als das mit Abstand gefährlichste motorisierte Verkehrsmittel. Im Vergleich zu einem Pkw-Lenker trägt ein Mopedlenker etwa das 10-fache Unfallrisiko! Österreichweit ist bei den Verunglückten seit 1998 im Durchschnitt ein Anstieg von 11% zu verzeichnen. Insgesamt verunglückten in den letzten vier Jahren 17.556 Motorradfahrer (samt Kleinmotorradbeteiligung) auf Österreichs Straßen.

12% aller Motorrad-Unfälle passieren in Wien

Bei den Motorrad- und Kleinmotorradlenkern und Mitfahrern ist in Wien eine kontinuierliche Steigerung von rund 30% zu beobachten (1998 - 2001). Rund 500 Motorrad- und Kleinmotorradlenker samt Beifahrer verunglücken seit 1998 jedes Jahr auf Wiener Straßen, wobei auch 2 Getötete jährlich zu verzeichnen sind. Ein bemerkenswerter Umstand ist, dass im Vergleich zum restlichen Österreich 12% aller Motorrad-Unfälle in Wien passieren. In gesamt Österreich liegt der Anstieg der Zahlen der Verunglückten bei Motorrädern bei rund 20%.

Thann: "Kein Fahrzeug lenken ohne geeignete Ausbildung"

"Diese Zahlen machen deutlich, wie immens wichtig es ist sein Fahrzeug zu beherrschen. Generell kann gesagt werden, dass kein Fahrzeug - auch kein Moped - gelenkt werden darf ohne die geeignete Ausbildung. Hervorzuheben ist in diesem Zusammenhang die Notwendigkeit eines Trainings unter fachkundiger Anleitung in einem Fahrsicherheitszentrum. Das Fahrsicherheitstraining vermittelt das richtige Gefühl für Gefährt und Geschwindigkeit, Reaktionsfähigkeit und Geschicklichkeit werden auf Vordermann gebracht und die Selbstkontrolle wird aktiviert", verweist KfV-Direktor Dr. Thann auf die Unverzichtbarkeit des Praxistrainings. Im Zusammenhang mit dem Motorrad, sieht Thann im Zuge der jetzt anstehenden, umfassenden Novellen zum Verkehrsrecht den Mitbeschluss der Mehrphasenausbildung als unbedingt sinnvoll.

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