Pressestimmen/Vorausmeldung/Politik/Haider "Neue Kärntner Tageszeitung" - Kommentar: Unwürdiges Kasperltheater

Ausgabe vom 17. Febr. 2002 Klagenfurt (OTS) - Unwürdiges Kasperltheater - Haiders Eskapaden sind für die hiesigen Sozialdemokraten Grund genug, die bislang geübte punktuelle Zusammenarbeit in sachpolitischen Fragen zu überdenken. SP-Chef Ambrozy erachtet die gelegentlich zum Tragen gelangte Achse zwischen seiner Partei und den Freiheitlichen als überbelastet. Der LH hat es also geschafft, Eventpolitik endgültig über die für das Land wichtigen Lösungen zu stellen. Eine Chance für Kärnten ist vertan. Wieder einmal. Haben inzwischen nicht auch die treuesten Anhänger des einfachen Parteimitgliedes von all der Haiderei genug? Von einer hoffnungslos zerstrittenen FP? "Ist Haider ein PLO-Agent?", so die aktuelle, verkauzte Frage der "Salzburger Nachrichten". "Format" beschäftigt sich mit Mutmaßungen, ob ein verurteilter irakischer Waffenhändler das Zusammentreffen mit Saddam eingefädelt habe. An Absurditäten und Skurrilitäten herrscht kein Mangel. Paradoxer Elan: Haider tritt zurück und gleichzeitig auf - als ständiger freier Zeitungs-kommentator beispielweise. In der gestrigen Ausgabe der "Presse" begründete er eloquent seine Reise zum Giftgasmörder, während alle Welt noch immer nicht aus dem Kopfschütteln herausgekommen ist. Österreichische Außen- und Innenpolitik auf dem Tiefpunkt. Gibt es wirklich nichts Wichtigeres als Haider? Die Sichtung der Dinge gibt zu Verdrießlichkeit Anlass: Solange der Ex-FP- und Ex-"Bundes"-Chef im politischen Geschäft verankert ist, dürfte alles beim Alten bleiben. Haider sperrt uns in ein riesiges, letztklassiges, sich selbst unwürdig bespiegelndes Kasperltheater.

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